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Johanna Gräfin von Westphalen ist auch Vorsitzende der "Stiftung Ja zum Leben" (Bild: Screenshot)

Die CDU-Politikerin Johanna Gräfin von Westphalen, Mitglied des Verwaltungsrates der katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE), hält Kondome für Homo-Propaganda.

Die 74-Jährige zeigte sich in der "Ahlener Zeitung" empört über innerkatholische Anfeindungen gegen ihren Pfadfinderverband. Besonders gegen den konkurrierenden Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) geht die Gräfin hart ins Gericht: "Die können es wohl nicht ertragen, dass die KPE-Mitglieder noch moralisch sind", erklärte sie. Während im KPE gelehrt wird, den Rosenkranz zu beten, würden DPSG-Mitglieder Alkohol trinken und sich auf sexuelle Vergnügungen vorbereiten: "Die nehmen Kondome mit ins Zeltlager", so Westphalen.

Präservative sieht die Gräfin ohnehin als große Lüge an: "Kondome schützen nicht. Die lassen winzige Samen durch", erklärte sie. Auch HIV würde nicht aufgehalten. Dass Kondome im Kampf gegen das Virus helfen, sei "Propaganda der Homosexuellen-Lobby und [von] komisch gestrickten Leuten wie Rita Süssmuth".

Der DPSG ist mit rund 100.000 Mitgliedern der größte deutsche Pfadfinderverband, während der KPE nur wenige tausend Menschen angehören. Der kleine Verband wurde aber seit seiner Gründung im Jahre 1976 wiederholt von Religionswissenschaftlern kritisiert, weil er fundamentalistische Positionen vertrete und die Kinder von der Umwelt abkapsele.

Dem KPE-Pressesprecher Günther Brand scheinen die Angriffe der Gräfin auch ein wenig peinlich zu sein. Er erklärte gegenüber queer.de: "Dass Präservative einen gewissen Schutz vor HIV bieten, steht außer Frage. Genauso klar ist aber, dass sie keinen absoluten Schutz bieten." Der "Ahlener Zeitung" warf er aber vor, durch "selektiv gewählten Zitate" Stimmung gegen den Pfadfinderverband zu machen. Zudem sei man natürlich an die Vorgaben aus Rom gebunden: "Wo Frau Gräfin die Lehre der katholische Kirche vertritt, vertritt sie ipso facto auch die Auffassung der KPE", sagte Brand. Die Gräfin von Westphalen hat auf eine queer.de-Anfrage mit der Bitte um Stellungnahme bislang nicht reagiert.

Westphalen war fast zwei Jahrzehnte lang Mitglied im CDU-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen. Sie ist Gründerin der Initiative "Christdemokraten für das Leben", die sich vor allem gegen Abtreibung einsetzt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 goldsenf
  • 27.01.2011, 16:00h
  • also wenn ich böse und gemein (sprich unchristlich) wäre, dann würde ich mich jetzt hinstellen und sagen, diese KPE ist nichts anderes als die frischfleischbeschaffungsorganisation für die ganzen pädophilen katholischen priester. wenn ich böse und gemein (sprich unchristlich) wäre, würde ich das behaupten. ich bin aber nicht böse und gemein (sprich - ach, ihr wißt schon). ich nicht.

    (mann, queer.de sollte wirklich langsam mal ein zum-kotzen-emoticon einführen, das würde vieles leichter machen.)
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#2 daVinci6667
  • 27.01.2011, 23:40h

  • Gräfin Johanna leidet an einer großen Bildungslücke. Wenn Kondome kleine Spermien durchlassen und so das Ei befruchtet wird, spricht man von unbefleckter Empfängnis!
    Kondome helfen ausserdem katholischen Jugendlichen auf dem rechten Weg zu bleiben! Selbstbefleckung ist Sünde, mit diesen Dingern drum, bleibt aber alles sauber, nix mit Flecken!
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