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Johanna Gräfin von Westphalen: "Ja" zum Leben, "ja" zu AIDS? (Bild: Screenshot)

Mit glatten Lügen versucht die katholische Aktivistin, Männern die Benutzung von Kondomen auszureden - und nimmt damit HIV-Ansteckungen billigend in Kauf.

Von Dennis Klein

Seit Mitte der 1980er Jahre kann man in Deutschland nicht mehr durch die Stadt laufen, ohne mit Kondomwerbung oder der Botschaft "Gibt Aids keine Chance" zu begegnen. Seither haben sich zwar zehntausende Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Im Vergleich zu anderen Ländern weist die Bundesrepublik aber eine der niedrigsten Infektionszahlen aus. Menschen werden in unzähligen Präventionskampagnen über die Gefahren beim Sex aufgeklärt und wissen, wie sie diese minimieren können - Haupthilfsmittel ist hier nach wie vor das Kondom.

Hier wird die Gräfin patzig: "Kondome schützen nicht", argumentiert Westphal in einem Zeitungsinterview allen Ernstes. Gegenteilige Behauptungen seien lediglich "Propaganda der Homosexuellen-Lobby und [von] komisch gestrickten Leuten wie Rita Süssmuth". Die Seniorin, die die unbefleckte Empfängnis in der Bibel fraglos als Wahrheit akzeptiert, treibt damit ein gefährliches Spiel. Um das eigene Dogma durchzusetzen, ist sie bereit, wissenschaftliche Fakten zu ignorieren und mit der Gesundheit junger Menschen zu spielen. Ein paar HIV-Infektionen mehr oder weniger - für die Gräfin sind das offenbar nur Kollateralschäden.

Die Anti-Süssmuth

Dabei ist die ihr verhasste Rita Süssmuth ein gutes Beispiel dafür, wie mitfühlend und pragmatisch eine gläubige Katholikin beim Thema HIV sein kann. Das ehemalige Mitglied im Zentralkomitee der Katholiken wurde als Bundesfamilienministerin mit Aids konfrontiert - und setzte auf Aufklärung und Beratung. Deshalb wurde ihre 2004 die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks mit folgender Begründung übergeben: "Rita Süssmuth hat dazu beigetragen, dass die Immunschwächekrankheit Aids nicht mehr als Problem einer Minderheit, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen wird". Diesen Fortschritt will Johanna Gräfin von Westphalen rückgängig machen. Die 74-Jährige versucht daher, die jungen, leicht beeinflussbaren Pfadfinder von ihrer Kondom-These zu überzeugen. Die Pharmaindustrie wird's freuen, denn diese Jungs sind die Aids-Patienten von morgen.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 palisadesProfil
  • 26.01.2011, 15:09hBerlin
  • Vielleicht hätten ein paar Kondome in der Familie von Westphalen ganz gut getan ?
    Aber wie in so mancher blauen Blutlinie rächt sich die jahrhundertelange Inzucht mit geistiger Degeneration!
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#2 ChristineAnonym
  • 26.01.2011, 15:14h
  • Herzlichen Glückwunsch zur Homo-Gurke auch von meiner Seite an Frau Johanna Gräfin von Westphalen!
    Ich hätte noch eine Frage medizinisch-hygienischer Natur an Sie:
    Wenn also Kondome Samen und Krankheitserreger durchlassen und der Schutz durch Kondome nur "Propaganda der Homosexuellen-Lobby und [von] komisch gestrickten Leuten wie Rita Süssmuth" wäre, wieso werden in Praxen und Kliniken dann Fingerlinge und Handschuhe aus ähnlichem Material verwendet, um Patienten und Untersucher vor Infektionen zu schützen? Diese Logik erschließt sich mir leider nicht. Sollte man dann nicht auch beim Untersuchen, Blutabnehmen und Operieren die Handschuhe lieber weglassen, um keiner falschen Propaganda aufzusitzen?
    Falls Ihnen hierzu ebenfalls Informationen vorliegen, wäre ich an Ergebnissen sehr interessiert!
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#3 hwAnonym
  • 26.01.2011, 15:48h
  • ansonsten:

    erinnert wieder an einen weiteren fall von gut gemeint und schlecht gedacht.

    katja kipping (die linke) will die adelstitel abschaffen. gaaaanz schlecht, liebes mädel.

    so ist's schon besser. da weiss man, was man hat.
    da weiss man, woher's kommt.

    von thurn und taxis, fürst castell zu castell, gräfin von westphalen, graf guttenberg.

    und aus jux noch von der leyen.

    auch nicht schlecht: von teuffenbach

    2003 legte sie am Vatikanischen Geheimarchiv die Archivarsprüfung ab und absolvierte einen Kurs für Exorzisten im Jahre 2005. Im Jahre 2007 erlangte sie das Lizentiat in Kirchengeschichte.

    Teuffenbach|Frank Aschenberger, 
Kehr bei mir ein, Gedanken zu biblischen Bildern von Walter Habdank, 
Rom 2003 (zu beziehen über: 
Kath. Pfarramt St. Kunibert 
Kunibertsklostergasse 2 
D-50668 Köln 
0049/221 121214 )

    www.kathpedia.com/index.php/Alexandra_von_Teuffenbach
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#4 TommAnonym
  • 26.01.2011, 16:05h
  • Na - wenn die andere Gräfin "von Tuten und Blasen" (T&T) schon im Stiftungsrat sitzt ... von Ja zum Leben :-(
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 MIZAnonym
#7 FloAnonym
  • 26.01.2011, 17:16h
  • "Hier wird die Gräfin patzig: "Kondome schützen nicht", argumentiert Westphal in einem Zeitungsinterview allen Ernstes. Gegenteilige Behauptungen seien lediglich "Propaganda der Homosexuellen-Lobby und [von] komisch gestrickten Leuten wie Rita Süssmuth"."

    --->
    Diese Frau ist nicht nur dumm, sondern gefährlich dumm.

    ALLE seriösen Wissenschaftler sagen, dass Kondome vor AIDS und anderen Krankheiten schützen und sie behauptet einfach so das Gegenteil - natürlich ohne jeden Beweis.

    Aber Beweise, Fakten und Argumente haben solche Leute noch nie interessiert. Solche merken gar nicht, wie dumm sie sind und wie lächerlich sie sich bei jedem halbwegs gebildeten Menschen machen.

    Das ist aber auch ein weiterer Beleg dafür, wie sehr Religion den Menschen die Sinne vernebeln kann und wie brandgefährlich Religion für die geistige Gesundheit ist.
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#8 MarekAnonym
  • 26.01.2011, 17:48h
  • Manche Leute haben es offenbar nie geschafft, das geistige Klima. das in ihrer Kindheit herrschte, später abzulegen.
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#9 bastapapsta
#10 sesiluAnonym
  • 26.01.2011, 18:05h
  • Antwort auf #9 von bastapapsta
  • die ganze adelsbrut schweigt vornehm zu den schicksalen der sklavenarbeiter auf ihren gütern, höfen, ländereien.

    1944 waren mehr als 50% der zwangsarbeiter in der landwirtschaft beschäftigt.

    auch auf den gütern der freunde der meuternden offiziere gegen hitler.

    wohlgemerkt meuterei nachdem der ausgang der grossen raubfahrt absehbar war.
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