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Niki Lauda macht einen Rückzieher (Bild: p_c_w / flickr / by-nd 2.0)

Via Facebook entschuldigte sich Niki Lauda für seine Kritik am Auftritt eines männlichen Tanzpaars im ORF-Fernsehen - er versicherte, keine Vorurteile gegen Schwule zu haben.

"Ich verstehe auch die Initiative der Menschen auf Facebook und möchte mich bei allen Menschen entschuldigen, die sich durch die Wahl meiner Worte verletzt fühlten", erklärte Lauda kleinlaut auf der Flyniki-Facebbookseite. Weiter schreibt er: "Ich möchte hier nochmals klar zum Ausdruck bringen: Ich habe und hatte Zeit meines Lebens keine Vorurteile gegen Homosexuelle".

Zuvor hatten die Kunden der österreichischen Fluglinie, an der Lauda 50,1 Prozent hält, via Facebook, Twitter und Co. zahlreich ihren Unmut über die schwulenfeindlichen Äußerungen des früheren Formel-1-Fahrers zum Ausdruck gebracht und mit dem Boykott von FlyNiki gedroht. So schreibt etwa Mario K. auf Facebook: "Ich möchte mich nicht bei meinen schwulen Freunden entschuldigen müssen, dass, wenn ich Ihre Fluglinie benutze, ich Ihren persönlichen 'Kulturkampf' unterstütze."

"Quotengeile Schwulennummer"

Lauda hatte im Interview mit der Tageszeitung "Österreich" gesagt, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit einem geplanten Tanzauftritt eines gleichgeschlechtlichen Paares bei der Show "Dancing Stars" Kinder gefährde (queer.de berichtete). Die "quotengeile Schwulennummer" sei nicht mit "unserer Kultur" zu vereinbaren, so der 61-Jährige. Er hatte weiter erklärt, dass es einen "schwulen Tanzstil 'Mann tanzt mit Mann' ... in Wahrheit nirgends gibt". Daher habe er sich beim ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz persönlich beschwert.

Die Homo-Gruppe HOSI Wien hatte eine klare Entschuldigung von Lauda gefordert. Sie bot dem früheren Rennfahrer auch Nachhilfe zum Thema an; deshalb lud ihn HOSI-Chef Christian Högl zum Regenbogenball ein, der am 12. Februar in der Wiener Hofburg stattfindet. Bei der Benefizveranstaltung könne der Flugunternehmer beobachten, wie "gleich- und verschiedengeschlechtliche Paare übers Tanzparkett fegen". (dk)



#1 palisadesProfil
  • 26.01.2011, 18:12hBerlin
  • Liebe Freunde, soziale Netzwerke erfüllen Ihre Aufgabe. Alleine für solche Reaktionen sind sie Gold wert!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.01.2011, 18:14h
  • Kann es sein, daß Herr Lauda bei seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring während seiner aktiven Laufbahn auch ein Teil seines Verstandes verloren hat? Die Entschuldigung kann er sich schenken!
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#3 holzaugeAnonym
#4 TimmometerProfil
#5 MikoAnonym
  • 26.01.2011, 18:36h
  • Zuerst ist es eine "Quotengeile Schwulennummer" und "beim Tanzen gehören Mann und Frau zusammen". Und dann plötzlich die Besinnung eines besseren?

    Wahrscheinlich haben doch Leute, von denen er Geld bekommt, ihm mal ins Gewissen geredet, dass auch SEIN Geldbeutel darunter leiden könnte. Und dann kommt der Schwenk immer sehr schnell.
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#6 Peter BAnonym
  • 26.01.2011, 19:04h
  • Kleinlaut? Naja. Er hat nicht zurückgenommen, was er gesagt hat. Er denkt immer nocht, dass der ORF kein tanzendes Männerpaar zeigen kann. Das ist einfach nur eine Medien-Entschuldigung ohne wirklich etwas an der ersten Aussage zu ändern...
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#7 sylviafeeProfil
  • 26.01.2011, 19:48hBerlin
  • Antwort auf #5 von Miko
  • Eventuell ist man auch bereit einmal zu sehen aus welcher zeit er stammt.
    Warum kann man einfach nicht eine Entschuldigung annehmen und den Hut ziehen, dass sich jemand entschuldigt.
    Gott schlachtet doch jeden der mal ausrutscht nur wie viele Schwule müsste ich für ihr Lesben und Trans feindliches Verhalten und reden dann schlachten.
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#8 SnakebitProfil
  • 26.01.2011, 20:19hDortmund
  • ich denke mal das die entschuldigung nicht von ihm selber kommt, er sollte es öffentlich machen wenn er es ernst meint und selbst dann ist das nicht genug!

    ich frage mich die ganze zeit was er machen würde wenn seine kinder zwei küssende männer auf der strasse sehen würde oder habe die scheuklappen auf?
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#9 jojoAnonym
  • 26.01.2011, 20:57h
  • ich habe angst, kinder könnten beim anblick tanzender männer pervers werden. ich habe angst vor einer homodiktatur, in der heterosexuelle sich entschuldigen müssen.
    aber vorurteile? ich? wie kann man nur so ungerecht sein, mir vorurteile vorzuwerfen?

    wir können hier die typische panikreaktion des menschen studieren, den das kritikgekränkte ego mehr schmerzt als die empathie mit denen, die er gerade beleidigt hat. kopf-aus-der-schlinge-ziehen wie im lehrbuch.

    zu einer echten entschuldigung gehört das eingestehen eines fehlers, keine weinerliche selbstverteidigung. da ist auch das art-typische "sich verletzt fühlen", als sei die beleidigung nur eine gefühlte, keine echte. und es geht auch nicht um die "wahl der worte", sondern um den inhalt - der anscheinend nicht zurückgenommen wird.

    too little, too bad, too late.
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#10 chrisProfil
  • 26.01.2011, 21:48hDortmund
  • Antwort auf #7 von sylviafee
  • "Eventuell ist man auch bereit einmal zu sehen aus welcher zeit er stammt.
    Warum kann man einfach nicht eine Entschuldigung annehmen und den Hut ziehen..."

    Er hat ja nicht einfach nur diese Meinung, er hat sie auch noch öffentlich und unter deutschsprachig internationalen Augen ausgesprochen. Sowas macht in der Gesellschaft viel von dem kaputt, was wir uns mühsam erkämpfen mussten. Man brauche sich nur mal überlegen, welchen Einfluss diese Aussagen haben. Da sitzt gerade irgendwo eine 18 jähriger Abiturienten, der überlegt hatte, seinen Freund mit zum Abiball zu nehmen und dort mit ihm zu tanzen wie alle anderen auch. Er wird jetzt wohl alleine auf seine Ehrenfeier gehen und sich einsam fühlen während alle anderen ihre Partner dabei haben. Jemand, der noch nicht so selbstbewusst und erfahren ist, glaubt dem Lauda doch seinen verkehrten Dreck. Entschuldigung bringt jetzt nichts mehr, der Schaden ist angerichtet und irreversibel.
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