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Ein Coming-out, aber immer noch hinter Türen: Der Blogeintrag ist nur nach einer Anmeldung für mind. 39,95 US-Dollar abrufbar. Vielleicht dauerte es deswegen zwei Tage, dass Medien es mitbekamen. (Bild: Screenshot (und Sterne) von Pink is the new blog)

Jonathan Knight, der ehemalige Sänger der New Kids on the Block, hat sich offiziell als schwul geoutet. In einem Blogpost auf der Band-Homepage schrieb der 42-Jährige, er habe sich nie versteckt.

Damit reagierte Knight auf ein Outing durch die Pop-Sängerin Tiffany in der letzten Woche, die in einer TV-Sendung über ihre frühere Beziehung zu Knight sprach: "Er war super, aber er wurde später schwul". Später entschuldigte sie sich bei Knight, worauf dieser zurücktwitterte: "Tiff, verbring keine schlaflosen Nächte deswegen. Ich weiß, dass du es nicht fies gemeint hast und ich fand es lustig" (queer.de berichtete).

Ein Jahr zuvor hatte bereits ein männliches Model im Klatschmagazin "National Enquirer" berichtet, er sei mit dem Säner eineinhalb Jahre zusammen gewesen (queer.de berichtete).

Seit 20 Jahren privat geoutet


Jonathan Knight bei einem Pressetermin 2007 (Bild: Wiki Commons / Klinkh / CC-BY-SA-3.0)

In einem an seine Fans gerichteten Blog-Eintrag schreibt Knight nun: "Ich wurde nie von jemanden geoutet außer mir. Das habe ich bereits vor fast 20 Jahren getan. Ich hätte nie gedacht, dass ich dies noch einmal in aller Öffentlichkeit machen müsste, nur weil ich wieder mit NKOTB zusammen bin."

Er habe sein Leben sehr offen gelebt und nie verborgen, dass er schwul sei, schreibt er weiter. Aber heutzutage müsse man offenbar erst auf dem Titel eines Magazins erscheinen, mit der Headline "Ich bin schwul". "Ich entschuldige mich, das nicht getan zu haben, wenn das erwartet wurde. Ich glaube, man sollte ein Leben als Vorbild leben und nicht als Titel eines Magazins." Wer über seine sexuelle Orientierung im Unklaren gewesen sei, habe ihn nicht gekannt.

Keine Details, bitte!

Das Schreiben in recht störrischem Ton endet mit dem Hinweis, dass er nicht bereit sei, mehr über sein Privatleben zu erzählen - das täten die anderen Jungs von New Kids on the Block schließlich auch nicht.

Die vor zwei Jahren wiedervereinigte Boyband wird im Herbst diesen Jahres zusammen mit den ebenfalls neuaufgelegten Backstreet Boys durch Amerika touren. Die Hochzeit der Band war gegen Ende der 80er Jahre mit Songs wie "Hanging tough". (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.01.2011, 19:56h
  • Eine Schrankschwester, die sich endlich aus ihrem Kokon getraut hat! Das bestätigt die Regel, daß in jeder Boygroup mindestens ein Schwuler dabei ist!
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#2 MarekAnonym
  • 29.01.2011, 20:11h
  • Jede Boyband hat doch mindestens einen Schwulen. Die sind nur nicht immer geoutet.

    Bei Boyzone und Caught in the act wusste es auch jeder, aber das Outing kam dann erst nach Karriereende (de Jong) bzw. bei Androhung von Zwangsouting (Gately).
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#3 vingtans
  • 29.01.2011, 20:35h
  • ouhman....als new kids on the blocks ihren ersten hit hatten war ich nichtmal 2 jahre alt^^

    welche boyband hat nicht nen halbgeouteten schwulen gehabt?!
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#4 Solvej-80Anonym
  • 30.01.2011, 02:07h
  • "Die Hochzeit der Band war gegen Ende der 80er Jahre mit Songs wie "Hanging tough" "
    Bitte, wer hat den das wie und wo übersetzt ?

    Herzlichen Glückwunsch !
    Ja, ich freue mich ehrlich das zu lesen.
    Jon sei seit 20 Jahren geoutet. Wunderbar, für ihn, und das ist und bleibt die Hauptsache. Und trotzdem bleibt da gerade bei mir ein kleiner Wehrmutstropfen. "Damals", also als ich gerade mal 11 Jahre alt war und auch jeden Bravoschnippsel (naja und jede Kassette, CD, VHS, Poster, Bettwäsche, Tasse, T-Shirt,...) mit den New Kids gesammelt habe, hatte ich nur so eine wage Ahnung, dass ich Jungs nicht halb so spannend finde, wie Mädels. Und im Laufe der kommenden Jahre hätte es mir persönlich sehr geholfen, zu wissen, dass es noch mehr Stars gibt, ausser Hella von Sinnen, Biolek und Carsten Flöter.
    Aber ich habe mein Coming Out auch so geschafft, ohne positive Vorbilder und homosexuelle Hauptrollen in DailySoaps und der heutigen relativen Normalität.
    Aber gerade Stars (auch oder gerade weil sie ja wie wir alle auch nur Menschen sind) sollten sich immer wieder ihre Vorbildfunktion klar machen, und damit auch Verantwortung zeigen, die sie sehr gut positiv einsetzten könnten.
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#5 sTep bY stePAnonym
#6 XDAAnonym
  • 30.01.2011, 10:17h
  • Nur so am Rande. Jay Khan folgt auf Twitter genau 12 Leuten und einer davon Jonathan Knight ... na wenn das nichts beweist.
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#7 herve64Profil
#8 zeitungsleserAnonym
  • 30.01.2011, 13:12h
  • @herve64:
    Das hast du leider falsch verstanden.

    Damals durfte man sich nicht outen, heute muss man sich outen!

    Die Medien haben sich geändert wie die Gesellschaft. Aber ob man eines der beiden Prinzipien als Recht von Medien zugestehen sollte, halte ich für sehr fraglich.
    Ich gestehe dem schwulen Dirk Bach jedenfalls nicht zu, dass er in "seiner" Sendung jemanden outet. Wenn Dirk Bach später über das nachdenkt, in was er jetzt bei RTL hinein gerutscht ist, dann sollte er sich bei Jay entschuldigen.

    Und Jonathan Knight hat das Problem ja auch sehr gut erkannt:
    Er habe sein Leben sehr offen gelebt und nie verborgen, dass er schwul sei, schreibt er weiter. Aber heutzutage müsse man offenbar erst auf dem Titel eines Magazins erscheinen, mit der Headline "Ich bin schwul".
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#9 herve64Profil
  • 30.01.2011, 15:01hMünchen
  • Antwort auf #8 von zeitungsleser
  • Als automatisches Recht von Medien sicherlich nicht. Auf der anderen Seite finde ich es besser, gleich im Vorfeld die ganzen Turbo-Womanizer-Possenspiele von in Wahrheit schwulen Stars oder solchen, die sich dafür halten, bereits im Vorfeld im Keim zu ersticken, nötigenfalls auch mit einem Outing: nichts ist widerlicher als Leute, die etwas vorspielen, was sie nicht sind, um ihre wahre sexuelle Orientierung zu kaschieren. Das kann es dann nämlich auch nicht sein.

    Generell müsste sich das gesellschaftliche Klima dahingehend ändern, das schwul zu sein nicht als Makel angesehen wird. Was für mich auch bedeuten würde, dass jemand auch keine strafrechtliche Verfolgung wegen übler Nachrede oder Beleidigung mehr einleiten kann, wenn er als schwul in den Medien bezeichnet wird. Bis dahin ist es allerdings noch ein verdammt langer Weg, denn dazu müssten sich die Rahmenbedingungen massivst ändern. Erster Schritt dazu wäre eine unvoreingenommene Darstellung der gesamten Palette der Community in den Medien, sprich: nicht nur schrill bunte Vögel als Pausenclowns, die als Hofnarren der Heteros zu agieren haben, sondern eben auch eine angemessene, würdige und vorurteilsfreie Repräsentation von Bären, Fetischschwulen ohne die diffamierende Gleichsetzung "Lederschwule=Nazis", wie man sie auch schon mal der Springer-Presse entnehmen konnte und was es sonst noch so alles gibt.

    Und genau deswegen meine ich, dass es bitter nötig ist, den Boulevardmedien, die so ein Zerrbild über Schwule verbreiten, mal ganz gehörig eines auf die Nuß zu geben, z. B. mit massiven Beschwerden beim deutschen Presserat, den Landesanstalten für neue Medien usw. usf.

    Ich weiß, ich reite jetzt zum x-ten Male darauf herum, aber das wäre eigentlich eine Aufgabe, die unsere schwul-lesbischen Lobbyisten von LSVD und Konsorten zu übernehmen hätten, wenn sie schon den Anspruch auf Vertretung der Community erheben. Und diese Ziele wären in meinen Augen vorrangiger als Adoptionsrecht und Homo-Ehe, die ohnehin nur für einen kleinen Bruchteil der Schwulen und Lesben interessant sind, denn sie betreffen ALLE von uns.

    Ein Wort noch zu Dirk Bach: mehr als ein Outing gestehe ich im despektierliche Äußerungen über schwule Camp-Teilnehmer nicht zu: die Bezeichnung "Tuntenfisch" für Froonck in aller Öffentlichkeit werde ich ihm jedenfalls nicht verzeihen.
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#10 eMANcipation*Anonym
  • 30.01.2011, 17:36h
  • Antwort auf #8 von zeitungsleser
  • Ich glaube, du hast das was nicht verstanden hinsichtlich der Funktionsweise der Musik-, Film-, Fernseh- und auch Sportindustrie und welche Rollen man Schwulen dort weiterhin zuweist (wenn sie überhaupt vorkommen dürfen).

    Dabei wurde es in der aktuellen Staffel des "Dschungelcamps" ja immer wieder sehr deutlich ausgesprochen.

    Schwulsein gilt da nach wie vor als beruflicher wie sozialer Tod, weshalb man sich nicht zu wundern braucht, eben solche Aussagen zu Tausenden in Internetforen der "relevanten Zielgruppe" wiederzufinden, in denen männliche Jugendliche im gleichen Atemzug, in dem sie ihr Interesse am gleichen Geschlecht feststellen, jedes öffentliche Schwulsein tief verängstigt von sich weisen.

    Und Schwulenhasser fühlen sich durch Aussagen und Inszenierungen wie im "Dschungelcamp" freilich ebenso beflügelt, siehe Facebook & Co.
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