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Fröhlich dank "Estro-Maxx" (Bild: NBC/Comcast)

Für Aufregung unter Homo-Aktivisten sorgte ein Sketch in einer neuen Folge von "Saturday Night Live", in dem Männer mit dem Medikament "Estro-Maxx" zu bärtigen Frauen mutieren.

Der kritisierte zweiminütige Beitrag war als Satire auf Medikamentenwerbung im US-Fernsehen aufgebaut. Darin beschweren sich die Komiker, dass ihr Leben zu anstrengend sei, um auch noch eine komplizierte Geschlechtsanpassung vornehmen zu können. Mit "Estro-Maxx" bräuchten sie jedoch nur eine Tablette täglich, um ihr Leben als Frauen beginnen zu können. Die Komiker agieren in dem Spot allerdings wie kernige Männer, die zwar weibliche Kleidung und Makeup tragen, aber auch Bärte.

Das stößt der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) sauer auf: "Diese Szenen können nicht als 'bloß ein Witz' abgetan werden, weil kein 'Witz' vorkam", empört sich die GLAAD auf ihrer Website. "Man versucht lustig zu sein, indem man das Leben und die Erfahrung von transsexuellen Frauen herabsetzt. Es trägt zu einem gefährlichen Klima bei, wenn Leute bloß wegen ihrer Identität entmenschlicht und verspottet werden." Die Homo-Gruppe bemängelte weiter, dass im Fernsehen zwar Witze über Transsexuelle gemacht werden würden, ihr wahres Leben aber kaum realistisch dargestellt werde. Daher fordert die Organisation den Sender NBC und dessen Mutterfirma Comcast auf, den Sketch bei zukünftigen Ausstrahlungen herauszuschneiden. Außerdem sollte er nicht mehr im Internet abrufbar sein.

Youtube | Der SNL-Sketch in voller Länge: witzig oder nicht?

Verhaltene Reaktionen auf GLAAD-Kritik

NBC hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Eine NBC-Vertreterin, die sich für Diversity im Programm einsetzt, wird sich aber mit Repräsentanten des GLAAD treffen, um den Vorfall zu diskutieren.

In vielen schwul-lesbischen Internetforen wird aggressiv über die Beurteilung des Sketches gestritten. Während bei "Towleroad" etwa die Hälfte die Position der GLAAD unterstützen, raten die Anderen zu mehr Gelassenheit: "Bei Comedy geht es nicht darum, brav und nett zu sein. Nichts ist heilig in Comedy", schreibt etwa Drew. Viele Kommentatoren werfen dem GLAAD vor, nur aus Publicity-Gründen große TV- oder Kinoproduktionen zu kritisieren. So hatte die Homo-Gruppe erst vor wenigen Wochen den Hollywood-Streifen "The Dilemma" attackiert, weil in der Komödie das Wort "gay" in einem negativen Zusammenhang benutzt wurde (queer.de berichtete). (dk)



#1 vingtans
  • 01.02.2011, 18:18h
  • ich muss gestehen, skandalös find ichs nicht.

    aber mir ich hab auch noch nie eine transe kennengelernt, sodass ich mich nicht gut in diese position denken kann.
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#2 Carlos223Anonym
#3 KoboldAnonym
  • 01.02.2011, 19:38h
  • Der Schwule schreit seit Jahren nach Toleranz !
    Hey Jungs fangt endlich einmal an selbst Toleranz zu LEBEN und nicht bei JEDEM Sketsch oder Wortbeitrag wie die Zicken rumzumeckern.
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#4 KathiGr
  • 01.02.2011, 19:39h
  • Also, ich kann verstehen, warum GLAAD verärgert ist. Das Thema Transsexualität sollte in den Medien unbedingt mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt werden. Der Sketch vermittelt den Eindruck, als ob man mal eben so aus einer Laune heraus mit einer Hormontherapie anfängt. Damit werden Transsexuelle lächerlich gemacht. Ihr Leidensdruck wird völlig außer Acht gelassen.
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#5 vingtans
  • 01.02.2011, 19:49h
  • Antwort auf #2 von Carlos223
  • transe ist für mich nur die abkürzung von transsexuelle(r), nichts weiter.

    uhh, sowas nervt. wörter sind nicht per se schlecht sondern nur in einem gewissen zusammenhang mit einer gewissen intention.

    sone korinthenkackerei ist verdammt schwul, weißte!

    oder bin ich ein nazi, weil ich "autobahn" sage?!
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#6 WitchofHope
  • 01.02.2011, 22:16h
  • Also, als Frau mit transsexueller Vergangenheit, als Halbamerikanerin (durch meinen "Vater", das A*** loch) und als Feministin, sehe ich, um was es hier wirklich ging. Weniger um Transsexuelle, als vielmehr um die Verarschung der Medikamentenwerbung amerikanischer Firmen, die so tun, als ob man nur eine Pille schlucken muß, und alles wird wieder gut.
    Ich finde die Kritik von GLAAD stark überzogen. Es gibt wichtigere Dinge, als sich über einen gut gemachten und halbwegs witzige Werbespotverulkung aufzuregen.
    Z.B. über die Fundichristen, die uns unsere Bürgerrechte streitig machen wollen, oder die Gewalt gegen LGBT Menschen in Staaten der USA, die mancherhorts erlaubt zu sein scheint (Bible Belt), zumindest aber geduldet wird.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 derbastiAnonym
  • 02.02.2011, 11:04h
  • Ich finde den Spot lustig und denke, dass auch Transsexuelle mit etwas humor damit klarkommen.

    Der Spott ist ja nicht gegen TS gerichtet, sondern eher gegen die Kultur:
    Ich nehme eine Pille und werd schlank, ich nehm eine Pille damit mein Schwanz größer/mein voller wird, ich gehe mal eben schnell in der Mittagpause botoxen ...
    Schnell mal eben den Körper verändern ohne Anstrengung und ohne Nachdenken - bis zu Grotesken!
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#9 julian21
  • 02.02.2011, 12:37h
  • Antwort auf #5 von vingtans
  • "transe ist für mich nur die abkürzung von transsexuelle(r)"

    Erinnert mich an das hier:

    www.queer.de/detail.php?article_id=13589

    Schon wieder dieses "bloß nicht political correct sein!". Hat was von nem aufmüpfigen Jugendlichen, der einfach aus der Reihe tanzen und sich von niemandem was sagen lassen will.

    Sagst du auch "Neger" weil's für dich einfach die Beschreibung eines Schwarzen ist?

    "wörter sind nicht per se schlecht sondern nur in einem gewissen zusammenhang mit einer gewissen intention."

    Ja, Wörter sind nicht per se schlecht. Aber Wörter tragen, egal mit welcher Intention sie benutzt werden, IMMER eine bestimmte (wie in diesem Beispiel negative) Konnotation mit sich.

    "sone korinthenkackerei ist verdammt schwul"

    Hast du verstanden, was du vorher gesagt hast oder willst du einfach nur provozieren? Egal, beides hat nicht wirklich funktioniert.
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#10 Carlos223Anonym
  • 02.02.2011, 12:45h
  • Antwort auf #5 von vingtans
  • Na klar: erst jammern, dass man sich in andere so schlecht hineindenken kann, dann aber trotzig daran festhalten, dass man selber die einzig richtige Sichtweise hat. Empathie lernen mit feles18!
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