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"Elena Undone" feierte seine Premiere beim 34. Frameline Filmfestival in San Francisco und erwies sich als erfolgreichster und beliebtester Lesbenfilm der diesjährigen US-Festivalsaison

Jetzt auf DVD: Im Nicole Conns Drama "Elena Undone" verliebt sich die Ehefrau des homophoben Pastors in eine offen lesbische Autorin.

Von Carsten Weidemann

Es gibt bislang nur wenige wirklich überzeugende Lesbenfilme. "Elena Undone" ist hier mit guter Story und guten Schauspielerleistungen eine Ausnahme. Die Handlung: Elena ist seit anderthalb Jahrzehnten mit einem konservativen, homophoben Pastor verheiratet. Außerdem ist sie Mutter eines Sohns. Wie es sich für Frauen in der konservativen Umgebung gehört, fügt sie sich still und geduldig in ihre Rolle. Auf einer Informationsveranstaltung des örtlichen Adoptionszentrums trifft sie die offen lesbisch lebende Autorin Peyton. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und eine tiefe Freundschaft voller Vertrauen entsteht.

Doch diese ist nicht ganz so platonisch, wie Elena sich das einzureden versucht, denn ihre Begegnungen sind von spürbarer, knisternder Erotik und überwältigender Anziehung geprägt. Elena, die noch nie eine Frau geküsst hat, scheut sich, dem Werben von Peyton nachzugeben. Sie will ihre Familie nicht kaputt machen. Aber letzten Endes ist sie machtlos und schnell finden sich die beiden Frauen in einer leidenschaftlichen Affäre wieder. Das Drama nimmt seinen Lauf, als Elenas Gatte von ihren außerehelichen Aktivitäten erfährt.

Nicole Conn, Regisseurin des Filmklassikers "Claire of the Moon", legt mit "Elena Undone" einen Film vor, der in vielerlei Hinsicht besticht: Sie spielt mit Klieschees und hält eine Balance zwischen Drama, Komödie und Romanze.

"Elena Undone" ist der perfekte Film nicht nur für Lesben. Allerdings sind Frauen, die Frauen lieben, besonders an einem Highlight des Films interessiert, der bereits jetzt historisch ist: Der drei Minuten und 24 Sekunden andauernden erste Kuss zwischen Elena und Peyton ist der längste Schmatzer in der Filmgeschichte.

Elena Undone, Romantik-Drama, USA 2010, Regie: Nicole Conn, Darsteller: Necar Zadegan, Traci Dinwiddie, Sam Harris, Mary Wells, Gary Weeks, Connor Kramme, Laufzeit: ca. 107 Min., englische Originalfassung mit dt. Untertiteln, FSK 12, Pro-Fun Media

Youtube | Offizieller deutscher Trailer
Galerie:
Elena Undone - Szenenfotos
10 Bilder


14 Kommentare

#1 dirkAnonym
  • 01.02.2011, 18:10h
  • Was mir schon oft bei Artikeln auf queer.de aufgefallen ist: Es werden bei Filmbeschreibungen Frauen wesentlich häufiger als wunderschön und bildhübsch bezeichnet als Männer.
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#2 Knueppel
  • 02.02.2011, 08:36h
  • Antwort auf #1 von dirk
  • "(...) Es werden bei Filmbeschreibungen Frauen wesentlich häufiger als wunderschön und bildhübsch bezeichnet als Männer ..."

    Das ist wirklich eine Schweinelei

    Aber dirk, sieh' es doch 'mal so:
    Dafür befassen sich bei 'Queer.de' eindeutig mehr Artikel mit schwulen Männern, als mit lesbischen Frauen, oder?
    Ich betrachte es daher als kleine "Wiedergutmachung", aber natürlich kenne ich auch "wunderschöne" Männer
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#3 maskulin geilAnonym
  • 02.02.2011, 08:43h
  • Antwort auf #2 von Knueppel
  • Ganz klar!! Wie immer müssen sich Schwule in einer heterosexistischen Gesellschaft dafür entschuldigen, schlichtweg kein Interesse an Frauen zu haben. Und immer gaaanz lieb zu ihnen sein und sie gesellschaftskonform anhimmeln. Seit wann gilt die Beobachtung von #1 eigentlich nur bei queer.de? Das ist überall so und ist Teil des Problems.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.02.2011, 09:27h
  • Die Frau eines homophoben Pastors verliebt sich in eine Frau - Thema gut umgesetzt!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Knueppel
  • 02.02.2011, 09:31h
  • Antwort auf #3 von maskulin geil
  • Häh?

    "(...) Ganz klar!! Wie immer müssen sich Schwule in einer heterosexistischen Gesellschaft dafür entschuldigen, schlichtweg kein Interesse an Frauen zu haben. Und immer gaaanz lieb zu ihnen sein und sie gesellschaftskonform anhimmeln ..."

    Wusste ich ja noch gar nicht

    Aber ernsthaft, ich muss mich nicht "auf Kosten" anderer (der Frauen) emanzipieren und schon gar nicht auf Kosten LESBISCHER Frauen! Meine Stärke kommt aus mir selbst und nicht, weil ich andere "kleiner mache", um daneben selbst größer zu wirken!

    Und übrigens ..., ich betrachte Frauen als "natürliche Verbündete" von uns schwulen Männern. Ich bin täglich mit tollen Frauen zusammen (privat und beruflich) und es würde mir im Traum nicht einfallen, mich "gezwungen zu sehen Frauen anzuhimmeln", das mache ich (wenn es angebracht scheint) vollkommen ungezwungen und aus tiefsterÜberzeugung, nicht wahr Andrea?
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#6 natürlichAnonym
  • 02.02.2011, 11:09h
  • Antwort auf #5 von Knueppel
  • "ich betrachte Frauen als natürliche Verbündete von uns schwulen Männern."

    Meinst du die hier?

    Die Bundesregierung musste auf eine Anfrage der Grünen einräumen, dass homosexuelle Jugendliche auch heute noch ein viermal höheres Suizidrisiko haben als heterosexuelle. Im gleichen Atemzug verkündete die schwarz-rote Bundesregierung, eine vom Bundestag 2005 geforderte Bestandsaufnahme zur Lebenssituation schwuler und lesbischer Jugendlicher nicht durchführen zu wollen. „Eine solche Notwendigkeit wird nicht gesehen“, ließ Frau von der Leyen ausrichten.

    www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&task=view
    &id=1505&Itemid=1
  • Antworten » | Direktlink »
#7 maaaartinAnonym
  • 02.02.2011, 11:57h
  • man könnte das "wunderschön" auch als willkommenen kontrast zur klischeehaften kraut-und-rüben-butch-lesbe sehen.
    lesben und trans themen sind hier (für ein forum mit dem titel "queer") eh sehr unterrepräsentiert.

    also bitte nicht gleich hyperventilieren wenn mal frauen als"schön" bezeichnet werden. die redaktion will euch mit einem artikel über einen lesbenfilm mit großer wahrscheinlichkeit nicht unterschwellig zwangsheterosexualisieren.
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#8 Knueppel
  • 02.02.2011, 14:14h
  • Antwort auf #6 von natürlich
  • "(...) "ich betrachte Frauen als natürliche Verbündete von uns schwulen Männern."

    "(...) Meinst du die hier? ..."

    Dir ist schon klar, dass meine Aussage nicht jede Frau dieses Planeten einbezieht (z.B. Frauen, die sich homophob, bigott oder reaktionär verhalten), oder?

    Natürlich sind Pauschalaussagen immer mit Vorsicht zu genießen, aber ich denke als Erwachsener weißt Du das auch. Ich würde ja z.B. auch nie behaupten, dass ich ALLE Schwulen sympathisch finde (selbstverständlich gibt es unter Schwulen, genau wie unter Heteros oder unter Frauen, jede Menge Unsympathen, das ist doch eine Selbstverständlichkeit, um nicht zu sagen eine Binsenweisheit, die man nicht besonders erwähnen muss?).
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#9 schopenhauerAnonym
#10 Knueppel
  • 02.02.2011, 15:50h
  • Antwort auf #9 von schopenhauer
  • "(...) Diese Weiberveneration ist widerlich! ..."

    Ich empfinde frauenfeindliche Kommentare als nicht widerlich aber dümmlich, denn ich definiere mich nicht "in Abgrenzung von jemandem", sondern in der Definition als jemand (als schwuler Mann, der es nicht nötig hat Frauen abzulehnen).

    Ich bekämpfe lieber Neo-Nazis, Reaktionäre, bigotte und fundamentalistische Religions-Schlümpfe, als eine völlig unsinnige Abgrenzung oder gar Feindschaft gegenüber Frauen zu konstruieren. Letzteres finde ich erbärmlich und völlig kontraproduktiv, um nicht zu sagen "gestört".
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