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  • 02. Februar 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Warner Music / Third Man / Nonesuch Records)

Mit dem Rockabilly-Hit "Let's Have a Party" wurde Wanda (73) berühmt. Der White-Stripes-Chef produzierte nun ihre neue CD "The Party Ain't Over".

Als Wanda Jackson (73), die rechtmäßige Königin des Rockabilly, 1958 ihren Hit "Let's Have A Party" aufnahm, nachdem ihr Ex-Freund Elvis Presley mit seiner Original-Version keinen großen Erfolg gehabt hatte, war ihre Interpretation des Chorus weniger eine Empfehlung als vielmehr ein Befehl! Der Song gilt mittlerweile als Klassiker des Rock'n'Roll und wird auch heute noch auf so mancher Party aufgelegt. Kein Wunder, dass Jackson für ihr überraschendes Comeback genau hier anknüpft: Mit der CD "The Party Ain't Over", ihr Debüt für Third Man/Nonesuch Records, das von Jack White (White Stripes) in seinem Studio in Nashville produziert und arrangiert wurde, beweist die die in die Jahre gekommene Jackson, dass eine freche Rock'n'Roll-Attitüde keine Altersgrenze kennt. Ähnlich wie bei Johnny Cash oder Neil Diamond, die sich im Spätherbst ihrer Karrieren mit Produzent Rick Rubin noch einmal künstlerisch neu definierten.

White und Jackson drücken bei den meisten der elf Titel ordentlich auf das Tempo; mixen Rockabilly, Gospel, Alternative Rock, Country und R&B mit einer an frühe Punktage erinnernden Wild- und Unbekümmertheit. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Jack White eine legendäre Sängerin vor dem Vergessen rettet: Für Country-Sängerin Loretta Lynn war das von Jack White produzierte "Van Lear Rose" im Jahre 2004 ein unerwartetes Comeback - auch außerhalb ihres Genres.

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(Bild: Warner Music / Third Man / Nonesuch Records)

Unlängst wurde Jackson in die "Rock and Roll Hall Of Fame" aufgenommen und als wegweisende Künstlerin für die Entwicklung populärer Musik geehrt. Als Teenagerin war die zierliche Sängerin Mitte der 1950er Jahre die erste Frau, die unverfälschten Rock'n'Roll zelebrierte. Jackson, geboren in Oklahoma, wirkte sowohl mutig als auch glamourös; das verspielt schlüpfrige Brummen in ihrer Stimme harmonierte mit ihren gewagten, handgefertigten Outfits: kurze Rücke und fransige Kleider, die auch noch Dekaden später angehende "böse Mädchen" inspiriert haben.

"Viele Erwachsene hatten schon Probleme, die Musik von Elvis und Jerry Lee Lewis zu akzeptieren. Mit mir hatten sie noch größere Probleme. Aber irgendwann mussten sie nachgeben, weil die Stimme der Jugend es verlangte", beschrieb Jackson ihre erfolgreichste Zeit vor rund 50 Jahren jüngst in einem Interview mit der "Süddeutschen". Als Star sieht sie sich allerdings nicht mehr: "Ich bin zufrieden. Ich tue das, was ich liebe, und verdiene so meinen Lebensunterhalt. (...) Ich bin nicht reich und berühmt, aber ich lebe so, wie ich es möchte..." (cw)