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Michael Breyette zeichnet Idealbilder amerikanischer Männlichkeit

Der New Yorker Zeichner Michael Breyette ist ein aufmerksamer Beobachter schwuler Lebenswelten. Jetzt ist sein zweiter Kunstband "Seasons of Love" erschienen.

Von Carsten Weidemann

"Seasons of Love" ist der zweite Kunstband von Michael Breyette, mit dem er uns auf sexy‐kreative Weise durch die Jahreszeiten führt. Wie schon in seinem ersten Buch "Summer moved on", sind auch hier wieder die guten und schönen Dinge des Lebens sein Thema - allen voran natürlich die Liebe zwischen Männern. Insgesamt finden sich in dem gebundenen Buch 60 beeindruckende Kunstwerke.

Dabei zeigt Breyette sich als aufmerksamer Beobachter schwuler Lebenswelten: Er bringt unsere Sehnsüchte aufs Papier, lässt jedes Romantiker‐Herz höher schlagen ¬- und er scheut sich nicht, das Ganze noch mit einer guten Prise Kitsch zu versüßen. Seine mit großem Aufwand kolorierten Zeichnungen zeigen ein Idealbild amerikanischer Männlichkeit - muskulös, sinnlich und natürlich sexy, ohne dabei zu übertreiben. So gelingt ihm ein eleganter Spagat zwischen Comic und Kunst, der ganz ohne Worte auskommt, dafür aber mit wunderschönen Farb-Mischungen. Breyette setzt auf die Magie des Augenblicks. "Seasons of Love" macht dabei vor allem eines deutlich: Liebe hat immer Saison.

Michael Breyette wuchs in der Provinz an der amerikanischen Ostküste auf. Seine Kunst war für ihn anfangs eher ein Weg, seine schwulen Phantasien auszuleben - ein anderes Ventil hatte er im kleingeistigen Klima nicht. Heute wohnt er in New York und versteckt weder seine Sexualität, noch seine wunderbare Kunst. Auf seiner Website verkündet er stolz: "Ja, ich bin schwul. Ich bin aber schon vergeben. Trotzdem vielen Dank für die Nachfrage". Weltweit hat er mit seinen Zeichnungen tausende Fans und Sammler gewinnen können.

Michael Breyette: Seasons of Love, Comic/Art, 80 Seiten, Farbe, Hardcover mit Schutzumschlag, 21,5 x 28,5 cm, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2011, 18,95 €



#1 vingtans
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FloAnonym
  • 06.02.2011, 08:21h
  • "Michael Breyette zeichnet Idealbilder amerikanischer Männlichkeit"

    ...steht unter einem Bild, wo an der Seite die Rippen rauskommen.

    Also selbst wenn man es schlank und athletisch mag, ist das doch noch etwas anderes als Magersucht, was extrem unsexy ist. Ich finde dieses Titelbild einfach nur abstoßend.
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#4 MarstophProfil
  • 06.02.2011, 10:38hBerlin
  • Die Bilder sind teilweise nicht schlecht, aber auch nicht wirklich was Neues. Gute Fotokunst finde ich da schon aufregender. In Berlin gibt´s im C/O gerade eine Robert Mapplethorpe Retrospektive
    22. Januar bis 27. März 2011 (
    www.co-berlin.info),
    da habt ihr für weniger Geld mehr davon - und das C/O auch, das nach dieser Ausstellung leider aus den Räumen ausziehen muß.
    Warum Bruno immer noch tonnenweise halbgarer Fotobände auf den Markt schmeißt, wo er nach eigener Aussage dank Internet eh kaum noch Gewinn damit macht, ist mir schleierhaft. Lassen sich die Restauflagen von der Steuer absetzen?
    Wer´s trotzdem haben möchte: Schaut nach ca. 12 Monaten nochmal bei Brunos im Laden auf dem Grabbeltisch, da gibt´s das dann nachgeschmissen.
    (Da warte ich noch auf "HAIR", das hat aber eher was mit 'ner persönlichen Vorliebe zu tun )
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#5 herve64Profil
  • 06.02.2011, 15:30hMünchen
  • Also, bei aller Liebe, aber mit "Comic" hat das Schaffen von Michael Breyette nun beileibe nichts zu tun.

    Comics sind gezeichnete Bildergeschichten, hier aber handelt es sich um Einzelbilder, die eher an kolorierte Fotografien erinnern, was wiederum sehr für Breyettes zeichnerisches Talent spricht.
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