Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13639

Viel Kritik musste Elton John im vergangenen Jahr ertragen, nachdem er für eine Million Dollar bei der Hochzeit von US-Radio-Kommentator Rush Limbaugh aufgetreten war. Limbaugh, der den Fox News Channel linkslastig erscheinen lassen könnte, befürchtet an jeder Ecke eine Verschwörung durch Linksliberale. Homo-Gruppen sollten doch "normale" Amerikaner bitte nicht mit ihren Forderungen belästigen, gibt er sonst von sich. Umso größer war die Überraschung, dass Limbaugh den offen schwulen Sänger bei seiner vierten Hochzeit im vergangenen Jahr bestellte.

Im Interview mit dem US-Magazin "Rolling Stone" sagte Elton John nun, Limbaugh sei doch kein so schlimmer Kerl. Der amerikanische Kommentator habe ihm versichert, dass er nichts gegen Schwule habe und der 63-jährige Popmusiker auch seinen Lebenspartner David Furnish zur Hochzeit mitbringen könne. Da sah Elton offenbar seine Chance: "Mein Ziel ist es, dass Rush sagt: 'Ich unterstütze eingetragene Partnerschaften'. Wenn ich ihn jetzt anrufen würde, dann würde er, denke ich, mir zustimmen". Der Anruf blieb aber aus.

Ein homofreundlicher Rush Limbaugh würde jedoch so gut wie jeden in Amerika überraschen. Der steinreiche 60-Jährige ist vielmehr bekannt für seinen paranoiden Nationalismus, der in allem Fremden und Ausländischen ein Komplott gegen Amerika sieht. Einige Kostproben: Beim Präsidentschaftswahlkampf sprach er sich gegen den "magischen Neger" Obama aus, der "amerikanische Werte" gefährde. Erst im Januar beschwerte er sich, dass der chinesische Präsident Hu Jintao bei seinem USA-Besuch kein Englisch sprach und man nur "tsching, tschong, tsching, tschong, tscha" verstehen könne.

Sein Reputation unter Konservativen litt zwar 2005, als er zugab, Schmerzmittel missbraucht zu haben. Zuvor hatte er Drogen- oder Medikamentenmissbrauch stets als "Untergang Amerikas" bezeichnet. Dennoch ist er weiterhin der populärsten Radio-Kommentator und nimmt mit seinem Programm jährlich 50 Millionen US-Dollar ein - genug also, um sich hin und wieder mal einen schwulen Hofnarren auf eine seiner Hochzeiten bestellen zu können. (dk)

Rush lästert gegen die Homo-Ehe



#1 FloAnonym
  • 07.02.2011, 19:33h
  • Jemand, der sich so rassistisch über "Neger" und "unverständliche" Chinesen äußert und dermaßen gegen Schwule und Lesben hetzt, ist indiskutabel.

    Wenn Elton John sich von so einem Faschisten kaufen lässt, ist das seine Sache. Aber dann soll er uns nicht verarschen und so tun, als sei das ein Missionszug gegen Homohasser. Wenn er nur anrufen muss, damit Limbaugh Homounterstützer wird, wieso macht er es dann nicht? Ganz einfach, weil das eine sehr faule Ausrede ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.02.2011, 19:37h
  • Elton John will Homohasser bekehren! Da hat er aber eine Menge Arbeit vor sich! Viel Vergnügen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ShockedAnonym
  • 07.02.2011, 20:45h
  • Liebe Queer-Leute,

    tut mir leid, aber einen solch hanebüchenen Unfug habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Hier ist aber nun auch fast alles falsch.

    Um die genannten "Kostproben" aufzugreifen: Der "magic negro" stammt keineswegs von R.L., sondern wurde als Benennung Obamas durch den Zeitungsjournalisten David Ehrenstein von der LA Times eingeführt. R.L. hat ihn lediglich zu Kommentarzwecken aufgegriffen. - Der Begriff hat übrigens eine feststehende Bedeutung - schaut doch mal bei Wikipedia nach, welche das ist.

    Bei "Tsching tschong tscha" ging es überhaupt nicht um Hu, sondern um das Fehlen eines Simultandolmetschers bei dessen Besuch, was auch bei Präsident Obama einige Verwirrung hervorrief und den gemeinen Fernsehzuschauer nur Tsching, Tschong... verstehen liess.

    Ach ja, und R.L.'s Meinung zu eingetragenen Partnerschaften lässt sich in gedruckter Form nachlesen (nämlich im Buch Rush Limbaugh - An Army of One). Ein Anruf diesbezüglich wäre also entbehrlich.

    Fazit: Ahnungsloses Nachplappern linker US-Blogs tut's einfach nicht - besser wäre ein wenig eigenes Wissen und etwas eigene Recherche. Dann klappt's endlich auch mit dem Qualitätsjournalismus.
  • Antworten » | Direktlink »