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Solche Geschichten kommen normalerweise nur aus Hollywood: Der siebenjährige Malcolm hat im Radio eine Geschichte über die Benachteiligungen gehört, die Schwule und Lesben in Amerika widerfahren. Der Junge war sauer - und sprach mit seiner Mutter darüber, was er dagegen tun könne. Schließlich entschied er sich, 140 Dollar an zwei Homo-Gruppen zu spenden: zum einen an die Human Rights Campaign, die sich mit Lobbyarbeit in Washington für eine Gleichbehandlung in den Gesetzbüchern einsetzt, zum anderen an das Los Angeles Gay and Lesbian Center. Die Einrichtung bietet unter anderem einen kurzfristigen Unterschlupf für junge Obdachlose an, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus dem Haus der Eltern geworfen worden waren. Dieses Problem hat Malcolm besonders betroffen gemacht, da es Studien zufolge in den USA immer mehr um sich greift: So kam bereits eine Untersuchung aus dem Jahr 2006 zu dem Ergebnis, dass fast die Hälfte aller jungen Obdachlosen schwul, lesbisch oder transsexuell sind. Grund für ihren Rauswurf aus dem Elternhaus war meist ihr Coming-out.

In einem Brief schrieb Malcolm an das schwul-lesbische Zentrum: "Ich schicke Ihnen das Geld, weil ich es unfair finde, wenn Schwule und Lesben nicht gleich behandelt werden". Seine Mutter erklärte den Hintergrund der Spende: "Ich will meinem Sohn zeigen, dass es wichtig ist, die Welt um ihn herum zu verbessern. Deshalb gibt er 140 Dollar an den Wohltätigkeitsverband seiner Wahl".

Die Mutter regte daraufhin an, mit der Geschichte Malcolms um neue Spenden zu werben: Sie forderte das Los Angeles Gay and Lesbian Center heraus, in einer Spendenaktion 27.000 Dollar einzusammeln.

Die Aktivisten nahmen gerne an - und versprachen, eine "großes Dankesschreiben" an Malcolm zu senden, sobald sie das Ziel erreicht haben. So viel ist sicher: Das Hollywood-Happyend ist bereits vorprogrammiert. (dk)



19 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.02.2011, 14:59h
  • Die Aktion von Malcolm, 140 Euro an die Human Rights Campaign und an das Los Angeles Gay and Lesbian Center zu spenden, finde ich sehr gut! Außerdem bin ich gespannt, ob das Los Angeles Gay and Lesbian Center die 27.000 US-Dollar am Ende wirklich zusammenbringt oder sogar noch übertrifft!
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#2 I.Ramos GarciaAnonym
  • 08.02.2011, 16:09h
  • Danke vielmals!, aber beachte, dass solche bedeutende Entschliessungen, nicht nur diese, sondern alle, ein wenig laenger nachgedacht werden sollen
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#3 FloAnonym
  • 08.02.2011, 17:44h
  • Erstmal Danke an den kleinen Malcolm, der offenbar mehr Gerechtigkeitsempfinden hat als die meisten Erwachsenen!!

    Und Danke auch an die Mutter, die selbst offenbar hetero ist und ihrem kleinen Sohn das erlaubt und ihn sogar noch unterstützt, sich einzusetzen. Manche Eltern würden da panisch werden.

    Das zeigt auch, wie unbelastet Kinder damit umgehen können, wenn sie neutral informiert werden und Homosexualität nicht als minderwertig vorgesetzt bekommen. Das zeigt auch, dass eine (altersgemäße) Aufklärung nie früh genug beginnen kann.
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#4 beobachter-2Anonym
  • 08.02.2011, 21:20h
  • Für so einen Batzen Geld hätte ich als Kind jahrelang sparen müssen. Der Junge ist reich, hat aber ein gutes Herz. Wenn er wüßte, wie viel schlechter noch es in seinem Lande den Männern geht, die Jungs lieben ...
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#5 GeorgFalkenhagenProfil
  • 08.02.2011, 21:26hBremen
  • Aus diesem Jungen wird mal was! Wahrscheinlich ist es noch nicht einmal ein Zufall, dass uns die Jüngsten Mores lehren...
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#6 XDAAnonym
#7 Tobi CologneAnonym
  • 09.02.2011, 09:33h
  • Eine beeindruckende Familie mit mehr Moral und Gerechtigkeitssinn als die meisten Erwachsenen.

    @beobachter-2:
    Ich hoffe, ich habe das falsch verstanden. Das klingt so, als sollte man die "ach so armen" Pädophilen unterstützen. Für alle Fälle nenne ich nochmal den Unterschied: Schwule und Lesben lieben sich einvernehmlich. Bei Pädophilie ist Zwang dabei (wenn auch teilweise nicht offen sichtbar, z.B. durch Ausnutzung einer Autoritätsrolle). Und selbst wenn Kinder das vermeintlich (!) freiwillig mitmachen, können sie die Folgen ihres Tuns noch gar nicht vollständig abschätzen.
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#8 GeertAnonym
  • 09.02.2011, 09:47h
  • Der Junge hätte das Geld besser für hungernde Kinder in Afrika spenden sollen statt für reiche Schwule in den USA ("double income no kids").
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#9 MarstophProfil
  • 09.02.2011, 10:14hBerlin
  • Antwort auf #8 von Geert
  • Hallo Geert,
    die USA sind nur vermeintlich ein reiches Land. Und selbst in einer Glamourstadt wie LA wird es genug wenig bemittelte Lesben und Schwule geben und es ist Fakt, daß es z.B. viele viele schwule hiv-Infizierte Menschen (ob homo oder hetero) nicht nicht in ein so weiches soziales Netz wie hierzulande fallen und nicht mal das Geld für die HIV-Therapie haben.
    Zudem gehe ich davon aus, daß von der Organisation auch Auklärungs- und Projektarbeit betrieben wird und nicht nur (oder gar keine?) Einzelfallhilfe.
    Abschließend sollte jeder, der in seinen Augen etwas Gutes tun möchte, selbst entscheiden, wo und wie er das tut. (Es sei denn man ist der Papst...)
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#10 FloAnonym
  • 09.02.2011, 13:17h
  • Antwort auf #8 von Geert
  • Und wieviel spendest Du so für hungernde Kinder in Afrika?

    Und wieso nicht hungernde Kinder in Asien?

    Oder wieso nicht bedrohte Regenwälder? Oder Artenschutz?

    Klar, es gibt tausende gute Dinge, für die man Geld spenden kann, aber die gegeneinander auszuspielen macht keinen Sinn. Stattdessen sollte man froh sein, dass sich überhaupt Menschen engagieren.

    Und so wird er dann hoffentlich mal ein Erwachsender, der ähnlich engagiert ist und dann auch in anderen Bereichen aktiv wird.
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