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Berlin Der seit kurzem offen schwule FDP-Chef Guido Westerwelle hat mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen gefordert. Westerwelle sagte in einem heute vorab veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel": "Ich bin für mehr Selbstverständlichkeit im Umgang mit diesen Fragen." Mögliche negative politische Konsequenzen des öffentlichen Bekenntnisses seiner Homosexualität nehme er bewusst in Kauf. Der FDP-Vorsitzende hatte sich beim 50. Geburtstag von CDU-Chefin Angela Merkel erstmals mit seinem Lebenspartner in der Öffentlichkeit gezeigt. Dem "Spiegel" sagte er: "Ich kann nichts daran ändern, ob mein Leben den Leuten gefällt oder nicht gefällt." Westerwelle kritisierte im "Spiegel", dass schwul-lesbische Partnerschaften eine Menge Pflichten, aber keine angemessenen Rechte hätten. Er forderte unter anderem, das Adoptionsrecht auf homosexuelle Paare auszuweiten, sowie die Gleichbehandlung von homosexuellen mit heterosexuellen Paaren im Steuerrecht. Rot-Grün sei "bei dem ganzen Thema auf halber Strecke stehen geblieben". (mize)



14 Kommentare

#1 RalfAnonym
  • 24.07.2004, 15:41h
  • Natürlich hat Westerwelle recht, der rot-grünen Koalition Halbheiten vorzuwerfen, aber er sollte sich lieber an die eigene Nase fassen. Wo die FDP mitregiert, ob zusammen mit der CDU oder mit der SPD, hat sie alles getan und tut noch immer alles, um eine Gleichstellung zu torpedieren, vom Verbot der Verpartnerung auf dem Standesamt bis zur Ablehnung des Ergänzungsgesetzes. Westerwelle wird also erst dann glaubwürdig sein, wenn er seine eigene Partei dazu bringt, ihre Blockadehaltung aufzugeben und ihre Regierungsmacht in den Ländern zu einem neuen Kurs gegenüber Lesben und Schwulen zu nutzen. Gelingt ihm das nicht, wird er sich als genau so ein schwules Parteifeigenblatt erweisen wie Volker Beck, der in schöner Regelmäßigkeit Gesetzesverbesserungen ankündigt, die sich stets als leere Verspechnungen erweisen, weil weder SPD noch Grüne sie durchzusetzen gewillt sind.
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#2 lsvdAnonym
#3 MarkusAnonym
  • 24.07.2004, 22:59h
  • Warum fragt eigentlich niemand die Schwesterwelle, warum er durch die gemeinsame Blockade mit Angies schwarzer Bande eben dafür gesorgt hat, daß Rot-Grün "auf halber Strecke" steckenbleiben mußte? Warum seine Partei in Baden-Württemberg noch nicht einmal versucht hat, den Koalitionspartner CDU zur Öffnung der Standesämter zu bewegen? Und warum die FDP in Rheinland-Pfalz verhindert hat, daß die SPD die Standesämter freigibt? Bis dieser Mensch und seine rechtsliberale Partei glaubwürdig werden, gibt es noch eine ganze Menge zu tun!
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#4 Eva-Maria HertelAnonym
  • 24.07.2004, 23:24h
  • Ich dachte es sei alles schon in Butter mit all den "Genosseninnen und Genossen" und Deutschland sei ein freies, li(e)berales Land und wir gebrauchen gar kein Antidiskriminierungsgesetz, denn es kümmert sich ja keiner drumm, weil alle so nett und lieb miteinander umgehen! Seid wann fürchtet ein Politiker Behinderung seiner Karrierelaufbahn wegen einer Beziehung? Es soll doch nicht die Beziehung an so etwas scheitern, oder? Es soll welche geben die erst nach dem Zieleinlauf anfangen zu laufen, weil sie zu erst sich in das Ziel hineintragen lassen wollen. Doch soll es geben! Und es gibt genug Leute die das auch noch unterstützen, sogar für leere Versprechungen. Sollten doch wirklich erst mal die Politiker in Seminare gehen, was Antidiskriminierung ist und wie man da mit umgeht. Fördergelder sind doch da oder nicht?
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#5 Jasmin de TunisieAnonym
  • 25.07.2004, 00:53h
  • Hallo Markus und Madama Hertel:!
    nehme an,und hoffe,daß Guido endich auf sein Herz gehört hat und endlich noch mehr hübsche fotos von den beiden zu sehen sind!
    Man darf aber nicht vergessen,daß Angela et Edmond de Bavarie,nicht bereit sind zu wirklicher Freiheit, nur wenn Angela und Edmund nochmals eine Bundestagswahl verlieren wird sich etwas bewegen!
    Armer,taktierener Guido,inmitten der blühenen Bilder der Savanne.in hohem fruchtbarem Gras und erfrischenden Wassers, die schleichenden, Ungheuer fühlen zun müssen............................
    Jenseits aller Bilder steht die Liebe, und ich hoffe,hoffe daß Guido liebt1
    Alles Gute Guido1
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#6 manniAnonym
  • 25.07.2004, 05:17h
  • Hoffentlich haelt Schwester Westerwelle
    Ihr Wort oder ist es wieder nur heisse Luft!!!
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#7 KaiAnonym
  • 25.07.2004, 09:35h
  • Man erinnere sich an die Kohl-Ära, als die Regierungspartei FDP ja sooooooo gerne was zugunsten der Schwulen und Lesben ändern wollte, aber - leiderleider - gegen den Koalitionspartner CDU nun mal nichts durchsetzen konnte. Und das tat ihr ja auch wirklich sowas von leid! Alles heiße Luft! Eine Schwuppe an der Spitze und jede Menge Tucken bei den Kinderferienspielen der JuLis können gegen den erzkonservativen Mittelblock, der nach wie vor den Parteikörper bildet, nicht das Geringste durchsetzen.
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#8 GerdAnonym
  • 25.07.2004, 10:22h
  • Das Versagen der FDP in der Vergangenheit ist uns allen bekannt-

    aber was soll`s-wichtig ist, wie verhält sich die FDP heute im Jahre 2004 und da muss zumindest auf Bundesebene festgehalten werden, dass die FDP mit an der Spitze der Forderungen in Fragen der Eingetragenen Lebenspartnerschaft steht, während dies in der Antidiskriminierungspolitik (Zivilrecht) nicht der Fall ist.

    Wir werden im Herbst sehen, wie die FDP im Bundesrat durch ihre mitregierten Bundesländern bei dem zweiten zustimmungspflichtigen Gesetzespaket abstimmt...danach sollte dann jeder auch die FDP bewerten, ob sie nur ankündigt oder auch im Verbund mit der CDU auch ihre Ansichten durchsetzt...wenn dies Herbst 2004 nicht erfolgen sollte, dann darf auch Herbst 2006 aus homopolitischer Sicht kein Kreuz bei der FDP sein.
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#9 ChristophAnonym
  • 25.07.2004, 20:15h
  • Ich finde eure ständige Mäkelei ungerecht. Seid doch froh, dass ihr in Deutschland Politiker habt, die sich für unsere Rechte einsetzen (wollen)! Hier in Österreich sind wir gerade einmal wieder so weit, dass nach dem "Skandal" im Priesterseminar St. Pölten, Homosexualität in den Medien wieder als Perversion bezeichnet und in einem Abwasch mit Kinderponographie behandelt wird. Also, bedankt euch lieber mal, andernorts ist die politische Stimmung bei weitem weniger liberal und offen.
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#10 FranzAnonym
  • 25.07.2004, 21:47h
  • Na so toll ist das auch bei der FDP 2004 nicht:
    Kauch hat hier erklärt, er sei gegen Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule im Zivilrecht.
    Und wenn ich richtig informiert bin, hat die FDP in ihrem neuen Gesetzentwurf wieder keine Gleichstellung beim Steuerrecht. Und bei der Hinterbliebenenversorgung hat sie noch nicht mal die Regelung aus dem Überarbeitungsgesetz von Rot-Grün.

    Vielleicht werden sie ja jetzt mutig. Da müssen sie sich aber noch mal auf den Hintern setzen.
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