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Die NPD konnte bei der Kommunalwahl 2009 in Dortmund 0,9 Prozent der Stimmen erzielen - und erhielt damit einen Sitz im Stadtrat (Bild: xtranews.de / flickr / by 2.0)

Der Dortmunder NPD-Ratsherr Axel Thieme ist am Dienstag wegen eines gewalttätigen Übergriffs auf einen CSD-Besucher zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro verurteilt worden.

Der Amtsrichter sah es nach einer mehr als zweistündigen Verhandlung als erwiesen an, dass sich Thieme am 29. August 2009 der Körperverletzung schuldig gemacht hat. Der 61-Jährige hatte damals am Rande des CSDs Wahlkampf für die anstehende Kommunalwahl gemacht. Dabei hatte er gezielt einen Studenten angegriffen und mit einem Schlag ins Gesicht dessen Brille zertrümmert. Das Opfer erlitt eine leichte Gehirnerschütterung und Hautverletzungen durch Glassplitter.

Der Student, der sich mit Freunden zum CSD traf, hatte Thieme und andere NPD-Mitglieder beim Verteilen von Flugblättern beobachtet. "Nach unseren Erfahrungen von der Demo am 1. Mai wollten wir die ein bisschen im Auge behalten", sagte er nach Angaben der WAZ. Er und seine Freunde hätten in gebührendem Abstand die Rechten "begleitet". Ohne Vorwarnung habe ihm Thieme vor dem Hauptbahnhof dann einen Kopfstoß versetzt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

NPD: "Schrille Truppe" griff brave NPD-Wahlkämpfer an


Dagegen sieht Thieme sich als Opfer und beschreibt das Verfahren als "politischen Schauprozess nach DDR-Muster". Er sei beim CSD ins Visier der "schwul-lesbischen Antifa-Aktivisten" geraten und wollte den "offensichtlichen Rädelsführer" zur Rede stellen, erklärte die NPD Dortmund. Als die "schrille Truppe" immer bedrohlicher wurden, habe er in der "eindeutigen Notwehrsituation mit einem Befreiungsschlag" versucht, den "Angriff" abzuwehren. Unabhängige Zeugen konnte diese Version nicht bestätigen.

Thieme muss nun neben der Geldstrafe auch die Gerichtskosten und die Auslagen für die fünf Zeugen zahlen. Er hat bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Vor dem Prozess hatte er bereits Einspruch gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft eingelegt, sie hatte ihm 40 Tagessätze zu je 30 Euro aufbrummen wollen. (dk)



#1 eMANcipation*Anonym
  • 09.02.2011, 11:24h
  • Wie immer:

    Gewalt gegen Schwule gibt's,

    wenn nicht zum Null-,

    dann zum Billigtarif !

    Wie lange noch lassen wir zu, dass Deutschland als einziges Land in West- und Nordeuropa den Straftatbestand des Hassverbrechens ignoriert???
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#2 sebastian2000Anonym
  • 09.02.2011, 12:34h
  • Lächerliche Strafe, ich musste ca. denselben Betrag zahlen, "nur" weil ich "bekifft" Auto gefahren bin.

    Mit allem drum und dran (Pissen, Anwalt, Schulung Dekra) habe ich das Doppelte gelazt.

    War zwar keine Strafe an sich, sondern noch ne Ordnungswidrigkeit aber als Nicht-Bonzen-Kind und Student habe ich lange für bezahlt.
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#3 IchAnonym
#4 sylviafeeProfil
  • 09.02.2011, 12:53hBerlin
  • Antwort auf #1 von eMANcipation*
  • du ob das bei schwulen so ist ich weis es nicht.
    Meine ex Hausbesitzerin hat mich mit fantasie Forderungen überfallen in Begleitung eines schlagkräftigen, meine wohnung aufgebrochen während eines 14 tägigen ander orts aufenthalt die wohnung geräumt, briefe an meine nachbarn verschwinden lassen und die staatsanwaltschaft hagen hat alles eingestellt, nur zwei verfahren gegen mich nicht. Also es trifft nicht nur schwule unsere staatsanwaltschaften sind ermittlungsfaul oder wollen garnicht ermitteln
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#5 FloAnonym
  • 09.02.2011, 13:18h
  • Auch wenn mir die Strafe zu niedrig ist, bin ich froh, dass er verloren hat und dass gezeigt wurde, dass sowas nicht toleriert wird.
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#6 sebastian2000Anonym
  • 09.02.2011, 13:23h
  • Antwort auf #3 von Ich
  • Ich habe "bekifft" in Anführungszeichen geschrieben, es war schon 2 Tage her, aber man hat ja trotzdem noch was drin und wird bestraft.

    Ich bin nicht dicht Auto gefahren, mache ich nie.
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#7 KaiAnonym
  • 09.02.2011, 13:31h
  • Nicht das ich den guten Herren von der NPD verteidigen wollen würde. Aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Geldstrafen in Gerichtsverfahren werden in der Regel ja Tagessätze (1/30 des Monatsverdienstes) berechnet. Unter der Annahme, dass seine Angaben richtig waren, dürfte das folglich ein schmerzhafter Teil seines Einkommens sein. Die Prozesskosten usw. und eventuelles Schmerzensgeld in nicht unerhenlicher Höhe kommen ja noch dazu.

    Zum bekifft fahrenden Herren: Und du glaubst tatsächlich, dass Drogen beim Autofahren kein ernsthaftes vergehen wären, für das man nicht bestraft werden sollte? Die Reaktionsfähigkeit ist definitiv erheblich vermindert. Es sterben ja wohl genug Menschen im Straßenverkehr, aufgrund von Alkohol- und Drogeneinfluss.
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#8 alexander
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.02.2011, 15:40h
  • Die Strafe für Herrn Thieme ist viel zu harmlos! Er hätte eine deutlich höhere Geldstrafe sowie eine Haftstrafe auf Bewährung bekommen müssen! So zahlt er diese 1200 Euro aus seiner Portokasse und ist damit fein raus!
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#10 sebastian2000Anonym
  • 09.02.2011, 16:39h
  • Antwort auf #7 von Kai
  • Was Autofahren unter Kiffen angeht:

    Es gibt eine Studie aus Holland die besagt, dass leicht bekiffte besser fahren als Nüchterne. Also wirklich bekifft, nicht erst vor 2 Tagen gereaucht wie bei mir.

    Da man nicht so schnell und risiko reich fährt, macht dass die etwas verzögerte Reaktionszeit doppelt wieder weg. Denn je schneller, desto mehr Bremsweg, aber nicht proportional. Doppelte Geschwindigkeit = 4 mal solanger Bremsweg.

    Die Studie war so fundiert, dass sie für eine Weile in der Schublade blieb.
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