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Jesus beim CSD in Genua (2009) (Bild: daameriva / flickr / by 2.0)

Mehr als 200 Theologie-Professoren haben inzwischen das Memorandum "Kirche 2011" unterschrieben, das unter anderem das Ende der katholischen Diskriminierung von Homo-Paaren fordert.

Das Memorandum setzt sich unter dem Titel "Ein notwendiger Aufbruch" für eine Neuorientierung der Kirche ein, die durch die Missbrauchsskandale in Verruf geraten sei. Der Text fordert unter dem Punkt "Gewissensfreiheit", die "Bevormundung" individueller Lebensformen zu beenden: "Die kirchliche Hochschätzung der Ehe und der ehelosen Lebensform ... gebietet nicht, Menschen auszuschließen, die Liebe, Treue und gegenseitige Sorge in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ... verantwortlich leben", heißt es.

Die Theologen wollen Diskussionen über eine grundsätzliche "Erneuerung kirchlicher Strukturen" anregen. Diese Erneuerung werde "nicht in ängstlicher Abschottung von der Gesellschaft gelingen, sondern nur mit dem Mut zur Selbstkritik und zur Annahme kritischer Impulse - auch von außen." Die Theologen kritisieren insbesondere die zentralistische Steuerung der Kirche und zeigen sich besorgt über den Priestermangel in der ältesten christlichen Konfession. Daher fordern sie auch "verheiratete Priester und Frauen im kirchlichen Amt" zu akzeptieren.

Bereits 222 Unterschriften

Zunächst hatten den Text bei seiner Veröffentlichung vor einer Woche 144 Theologen unterschrieben - bis Mittwochmittag waren es bereits 222 Professoren, hauptsächlich aus Deutschland und Österreich.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat das Memorandum in einer Pressemitteilung verhalten positiv als "gutes Signal" für ein Gespräch bezeichnet. "Die entsprechenden Themen verlangen dringend eine weitere Klärung", erklärte die Kirchenführung am Freitag.

Bischöfe: Memorandum ist "Christentum light" und zeugt von Glaubensschwäche

Einzelne Bischöfe haben aber bereits ihre Ablehnung signalisiert. So erklärte der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, mit ihm sei kein "angepasstes Christentum light" zu machen. Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sagte gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur KNA, das Memorandum greife lediglich in "allzu plakativer Form immer wieder erhobene Reformforderungen in der katholischen Kirche auf". Der Kölner Kardinal Joachim Meisner sieht das Memorandum als Beispiel für eine Glaubensschwäche des Westens, wie er bei einer Veranstaltung am Samstag erklärte. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 RatziAnonym
  • 09.02.2011, 14:03h

  • Sollte sich die katholische Kirche endl.ihrer verknöcherter Strukturen und Auffassungen entledigen und endl.ihrer Rolle als Seelendienstleister und Hoffnungsspender gerecht werden, könnte ich mir sogar vorstellen wieder Mitglied zu werden. Die Kirche besteht nicht um ihrer selbst Willen, sondern hat einen Auftrag!
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#2 alexander
  • 09.02.2011, 14:29h
  • selten so gelacht !!!
    dazu ist nun bereits mehr als ALLES gesagt, es lohnt nicht die mühe !!!
    vor allem, diskussionen ? um oder für was ???
    wir schreiben 2011 und nicht 1900 !!!
    über dieses thema kann man frühestens reden wenn uta ranke-heinemann päpstin wird !!!
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#3 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 09.02.2011, 14:54h
  • Antwort auf #1 von Ratzi
  • Die katholische "Kirche" hat nie einen Auftrag erhalten. Sie hat sich höchstens selbst beauftragt.

    Hoffnung und Dienstleistungen an der "Seele" oder auch am Schwanz bekommt man aus unzähligen anderen Quellen. Die katholische "Kirche" ist da wie jede andere "Kirche" nur ein Anbieter unter vielen und daher austauschbar.
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 09.02.2011, 14:54h
  • Das Memorandum ist gut und richtig und die über 220 katholischen Theologieprofessoren haben vollkommen Recht.

    Als lutherischer Christ kann ich dieses Memorandum bei den Katholiken nur unterstützen und beipflichten. Wenn diese Reformforderungen bei den Katholiken durchgesetz würden, dann wäre auch der Ökumene sehr geholfen und der Bruch seit Martin Luthers Zeiten wäre überwindbar.

    Die Inhalte des Memorandums finden sich bei Lutheranern/Reformierten/Unierten nämlich längst entsprechend umgesetzt und sind bei uns gelebter protestantischer Alltag:

    *wir haben Frauen als Pastorin und Bischöfin
    * wir haben neben Singles auch verheiratete Pfarrer: Martin Luther war katholischer Augustinermönch und heiratete seine Katharina von Bora
    * bei uns sind homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert und erhalten Segnungsgottesdienste; aktuell haben wir ein neues gutes Pfarrdienstrecht in der EKD ("auch wenn da Württemberg noch bisserl wackelt")
    * bei uns sind die Strukturen demokratischer aufgebaut und Mitbestimmung bei der Bischofswahl ist gewährleistet, usw.

    ....

    Mich würde es freuen, wenn die Reformthemen bei den Katholiken entsprechend sich durchsetzen könnten, und es ist daher erfreulich, dass so viele katholische (!) Theologieprofessoren im deutschen Sprachraum unterzeichnet haben.

    Es zeigt, dass hier in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich grosse Teile der katholischen Basis ganz anders denken, als es das katholische Lehramt in Rom vorgibt.

    Wenn schon so viele katholische Theologieprofessoren unterzeichnen, zeigt es auch, wie weit hier mittlerweile Roms Kirchenführung von den katholischen Theologen in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz entfernt ist.

    Da kommt Ratzinger in Erklärungsnöte, aber er uns seine "Traditruppen" in Rom werden auch dieses Memorandum "aussitzen" und es wird NICHTS geschehen...so wie seit 40 Jahren hier NICHTS geschieht im Vatikan.

    Daher es gibt bessere Kirchen kann ich nur zusammenfassen: raus aus der Katholischen Kirche und rein als Christ in die protestantischen Kirchen der Reformation.
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#5 alexander
  • 09.02.2011, 15:16h
  • Antwort auf #4 von Timm Johannes
  • wie "frohlockt" man protestantisch ?
    etwa auf die "ehrenwerte position" martin luther´s wärend der bauernkriege ?
    lass doch einfach deinen bürokratisch missionarischen eifer, zumal du ja katholisch getauft bist !

    die protestanten können sich nur einen vorteil auf die fahne schreiben und das ist JOHANN SEBASTIN BACH, nur !!!!!! dafür können sie nichts !

    sieh es doch der einfachheit halber politisch : schwarz/gelb ist nicht wählbar und rot/grün auch nicht !
    genauso verhält es sich mit den "religionen", oder glaubst du etwa, ich würde mir mein gottvertrauen von vereinen "versauen" lassen ?
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#6 jojoAnonym
  • 09.02.2011, 15:28h
  • Antwort auf #4 von Timm Johannes
  • ich muss bei deinen beiträgen immer an einen cartoon des taz-zeichners tom denken:

    Kind A: "Wer kommt denn bei euch als Nikolaus? Dein Vater, ein Nachbar oder ein angetrunkener Student?"

    Kind B: "Weder noch. Meine Eltern haben sehr schnell erkannt, dass ein solcher Mummenschanz nur die Intelligenz ihres Sohnes beleidigt. Seitdem kommt bei uns der echte Nikolaus."

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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.02.2011, 15:37h
  • Das war wieder klar, daß sich einige Betonköpfe in der Katholischen Kirche diesem Memorandum nun entgegenstellen! Diese Kirche will sich überhaupt nicht reformieren bzw. reformieren lassen! Aber das Memorandum zeigt auf, daß es nämlich kein "Weiter So" mehr geben darf. Ich hoffe auch, daß dieses Werk noch viele unterschreiben werden und damit eine mächte Druckkulisse aufgebaut wird!
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 09.02.2011, 16:07h
  • @jojo
    Der Cartoon ist natürlich gut.
    Trifft aber das Thema hier nicht.

    ---

    Und zurück zum Thema:
    Ich finde es gut, das die katholischen Theologieprofessoren in so hoher Anzahl unterzeichnet haben. Je mehr desto besser für die Katholiken, denn das erhöht dort den Reformdruck. Der aber sicherlich auch nicht leztlich helfen wird, denn Ratzinger und Co sind nicht belehrbar und nehmen keine Forderungen von anderen an. Sie gehen immer nur nach ihrer eigenen Fassoon weiter: ohne Rücksicht auf Verluste (d.h. in diesem Fall Austritt von über 200.000 Katholiken im Jahre 2010).

    ---
    Und alle atheistischen/agnostischen Forenschreiber, die ganz aus der Kirche raus sind und nicht Mitglied bei den Protestanten/Altkatholiken/Anglikanern sind, kommen natürlich gemeinsam mit den Katholiken alle in die Hölle, gell ...nur wer Mtglied in einer seeligmachenden, liberaleren christlichen Kirche ist, wird den Himmel schauen... (Ironie) ...mal schaun, wer da "jetzt drauf anspringt".
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#9 FidrokAnonym
#10 jojoAnonym