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Auf Schwule wartet im Iran der Galgen

Iran will nach Informationen von Amnesty International offenbar wieder einen Jugendlichen wegen homosexueller Handlungen hinrichten.

Ein Gericht in der südiranischen Provinz Fars hat den jetzt 18-jährigen Ehsan wegen "Lavat" (homosexueller Verkehr) zum Tode verurteilt. Die Tat soll er im Alter von 17 begangen haben. Wie in vielen derartigen Fällen wird dem Jugendlichen offiziell ein Vergewaltigungsversuch zur Last gelegt. Demnach soll ein Mann ausgesagt haben, dass sich Ehsan und zwei weitere Jugendliche an ihm vergehen wollten.

Nach Informationen von Amnesty wurde Ehsan festgenommen und fast einen Monat lang im Gefängnis gefoltert. Während der Tortur hat er die Tat "gestanden". Vor Gericht hat er wieder alle Anschuldigungen zurückgewiesen, wurde aber dennoch zum Tode verurteilt. Vier der fünf Richter sprachen ihn schuldig, obwohl auch das angebliche Opfer seine Anschuldigung zurücknahm.

Amnesty: Schreibt an iranische Behörden

Gegenwärtig soll sich Ehsan in einem Gefängnis in der Provinzhauptstadt Schiraz befinden. Nach Angaben von Amnesty könnte ihm jederzeit die Hinrichtung drohen. Der augenblickliche juristische Stand des Verfahrens liegt allerdings im Dunkeln. Die Menschenrechtsorganisation bittet, sich bei den iranischen Behörden über das Urteil zu beschweren. So verstoße die iranische Regierung auch gegen die UN-Kinderrechtskonvention, die das Land selbst unterzeichnet habe. Darin werden Hinrichtungen von Kindern und Jugendlichen verboten. Kontaktadressen für Beschwerden befinden sich auf der Amnesty-Website.

Homo-Organisationen gehen davon aus, dass seit der islamischen Revolution 1979 wahrscheinlich tausende Schwule exekutiert worden sind. Eine Besserung ist nicht in Sicht: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erst im vergangenen Monat erklärt, dass sich Homosexualität "gegen die Menschlichkeit" richte (queer.de berichtete). (dk)



#1 jojoAnonym
  • 10.02.2011, 12:58h
  • schrecklich. was für ein barbarischer staat!

    und was für eine scheißidee, religiöse regeln zur grundlage einer gesellschaft zu machen.

    ob wir zu diesem fall was aus dem außenministerium hören werden?
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#2 Audi5000Anonym
  • 10.02.2011, 13:04h

  • Alles Schweine! Und Ahmadingsbums gehört selbst Hingerichtet. Man sollte sämtlichen Politischen Beziehungen Kappen!
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#3 schwulenaktivist
  • 10.02.2011, 13:07h
  • Die ganze Jugendschutz-Diskussion dreht sich doch bei uns auch vornehmlich um die anale Vergewaltigung. Etwas anderes können sich Frauen ja auch gar nicht vorstellen. Ihr Problem wird einfach nach hinten übertragen.
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#5 ErschreckendAnonym
  • 10.02.2011, 13:14h
  • Antwort auf #1 von jojo
  • ...vom Aussenministerium kann man wohl unter der jetzigen Führung nicht viel erwarten...

    Was auf jeden Fall sicher ist, dass das Entwicklungshilfe Ministerium diesen menschenverachtenden Staat noch 2009 mit 33,9 Millionen Euros "unterstützt" hat. Was die mit dem Geld gemacht haben ist unklar. Aber so wie´s aussieht, werden da anscheinend Hinrichtungen mitfinanziert vom Deutschen Staat. Ja, Frau Merkel, auch an Ihren Händen klebt Blut!
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#6 BurgerBerlinProfil
  • 10.02.2011, 13:37hBerlin
  • Dieses System ist Menschenverachtend, allerdings sollte man auch immer wieder die Mitschuld des Westens in die derzeitige Situation mit einbeziehen. Es gab Zeiten, da waren die Strassen voll von Demonstranten, die das Regime des Shahs zum Teufel wünschten. Die Linken an vorderster Front. Wo sind die heute abgeblieben, ging es nur darum ein nichtpassendes System zu stürzen und alles danach ist Scheißegal.
    Gleichfalls muß auch erwähnt werden, bei der Ankündigung des Papstbesuches, war man wieder an vorderster Front und schrie nach Demonstrationen etc. und was passiert jetzt ? NIX!! Schön, wenn man sich die Welt so bastelt, wie sie einem "Persönlich" gefällt.
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#7 böblingenAnonym
#8 Knueppel
#10 alexander