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Wer Lady Gaga nicht ertragen kann, wird es in den kommenden Wochen und Monaten schwer haben: Der neue Song "Born This Way" der 24-Jährigen wird ab Freitagmittag von Radiostationen und Schwulenclubs in der ganzen Welt rauf- und runtergespielt werden. Und am 23. Mai soll ihr neues Album herauskommen, erst das zweite in ihrer Karriere.

US-Kritiker haben "Born This Way" bereits als schwulsten Song der Gaga ausgemacht. "Das ist ein superschwules Lied, das sich nicht dafür entschuldigt", freut sich Starblogger Perez Hilton. Es richte sich an alle Außenseiter, "an alle Freaks, die fühlen, dass sie anders sind." Kritischere Stimmen glauben dagegen, dass die Sängerin inzwischen zu moralisierende Texte habe.

Dabei ist die Botschaft des Liedes sehr einfach: Zu Discobeats singt Gaga davon, nicht an sich selbst zu zweifeln, sondern sich selbst zu lieben: "Als ich jung war, sagte mir meine Mutter, dass wir alle Superstars sind", singt sie - und meint es ernst. Später heißt es: "Ich bin auf meine Art schön, weil Gott keine Fehler macht." Danach gibt sie Lebenshilfe mit Aussagen wie "Sei kein Langweiler, sei eine Königin" (mehrdeutiger ist das im englischen Original: "Don't be a drag, be a queen"). Diesen zentralen Satz wiederholt sie ein halbes Dutzend Mal im Song. Natürlich erwähnt sie auch brav alle Mitglieder der LGBT-Familie: "No matter gay, straight or bi / Lesbian, transgendered life / I'm on the right track, baby".

Natürlich wäre Gaga nicht Gaga, wenn sie nicht auch eine kleine Kontroverse ins Lied einbauen würde. Bei ihren sprachlich sehr sensiblen Landsleuten ist das ja sehr einfach: Sie gebraucht das Wort "Chola", das auf dem amerikanischen Kontinent auch als Schimpfwort für lateinamerikanische Frauen benutzt wird. Auch das Wort "Orient" für eine Person ist im Englischen zumindest ein wenig altmodisch. Allerdings verwendet sie diese Begriffe in einem positiven Zusammenhang: "Egal ob die schwarz, weiß, beige oder von Chola-Abstammung bist ... du wurdest so geboren."

Viel schwerer wiegt der Vorwurf, dass "Born This Way" ein Plagiat von "I Was Born This Way" aus dem Jahr 1975 ist. Das Lied von Valentino war der erste erfolgreiche Discosong, der aus schwuler Sicht erzählt wurde: I'm happy, I'm carefree and I'm gay / I was born this way". Bei Lady Gaga klingt der Text sehr ähnlich ("I'm on the right track, baby / I was Born This Way"). Der Musik hört sich allerdings anders an. Andere erkennen in "Born this way" Ähnlichkeiten zu "Express yourself" von Madonna. Auch wenn so mancher Discohasser noch daran zweifelt, eins ist klar: Unsere Lady Gaga ist einzigartig - und die nächsten Monate omnipräsent.

"Born This Way" von Lady Gaga: (das Lied ist seit Freitag in allen Download-Stores verfügbar, auch bei amazon)


Ein Youtube-User hat bereits seine erste Reaktion gepostet:

"I Was Born This Way" von Valentino:

Dusty Springfield hätten wir auch noch im Angebot:



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.02.2011, 13:59h
  • Der Song hört sich ganz gut an. Vor allem bin ich aber auf das Video dazu gespannt und es frei von jeder Zensur ist!
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#3 MinkAnonym
#4 NameAnonym
#5 TurbojugendAnonym
#6 Ikaiko
  • 12.02.2011, 13:33h
  • Nicht mein Fall: Bridge schlecht, Refrain miserabel, Hookline uneingängig.

    Klingt, als habe Madonna den Song seinerzeit schon als Füllmaterial für ihr Album abgelehnt.
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#7 WhoareyouAnonym
  • 12.02.2011, 19:03h
  • Die Kopie einer Kopie sichert sich ihre Altersrente als Live-Act bei den CSDs 2020-2040. Von den Bären ('paws in the air') bis zu den Transgendern wird das Spektrum zielführend abgedeckt - survive, fairies, I am what I am and will express yourself. Man merkt die Absicht und man ist genervt.
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