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Mit Medikamenten kann man dem Gehirn künstlich auf die Sprünge helfen (Bild: Digital Shotgun / flickr / by-nd 2.0)

Auch Schwule versuchen, ihre Gehirnleistung mit Pillen anzukurbeln. Die Community sollte über Chancen und Risiken von "Neuro Enhancement" diskutieren.

Von Bernd Kaiser

Es ist seit Jahren bekannt: Viele Medikamente, die zur Linderung von Gehirn-Erkrankungen entwickelt wurden, wirken auch bei gesunden Menschen: Pillen können die Stimmung heben und die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern. "Neuro Enhancement" nennen Wissenschaftler das – eine Art Doping fürs Gehirn.

Auch in der Gay Community scheint Neuro Enhancement der neue Trend. Viele Schwule steigern ihre Leistungsfähigkeit nicht mehr allein durch Nikotin, Koffein oder Alkohol, sondern greifen zu den künstlichen Stimmungsaufhellern. Nicht nur Studenten und Manager versuchen mit kleinen Pillen wie Ritalin ihren Examens- oder Vorstands-Stress zu bewältigen. Genaue Zahlen gibt es nicht, in den USA gehen Experten jedoch von Hunderttausenden von Konsumenten aus.

Die Nebenwirkungen wurden kaum untersucht

Experten raten zur Vorsicht, denn die Doping-Pillen fürs Gehirn können wie andere Drogen abhängig machen. Zudem fehlen Langzeitstudien, die gesundheitliche Schäden eines regelmäßigen Neuro Enhancements offenbaren könnten. Auch der Einfluss der Medikamente auf die Persönlichkeit ist umstritten: "Es ist schon möglich, dass solche Mittel einen Menschen weniger authentisch machen", meint etwa Bettina Schöne-Seifert vom Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin: "Wir wissen einfach noch viel zu wenig darüber."

Dennoch ist abzusehen, dass Forscher eines Tages Arzneien entwickeln werden, mit denen wir sicher und gezielt auf unsere psychischen Eigenschaften einwirken können. Damit stellen sich jedoch etliche Fragen: Sollten diese Präparate dann frei erhältlich sein? Und falls nicht, welche Gründe sprechen dagegen? Mit solchen Überlegungen beschäftigt sich eine neue wissenschaftliche Disziplin – die Neuroethik.

Auch die Gay Community sollte sich mit diesen Fragen beschäftigen, ehe durch die große Nachfrage immer mehr Fakten geschaffen werden. Bettina Schöne-Seifert: "Die Pharmaunternehmen wittern da mit Recht einen Riesenmarkt."



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.02.2011, 16:49h
  • Pimp your brain - damit sollten die Politiker und Prominenten gleich einmal anfangen! Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!
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#2 RobbieAnonym
  • 12.02.2011, 17:25h
  • Die Geschichte ist ja keineswegs neu, neu ist nur das es mittlerweile immer ausgefeiltere Präparate der Pharmaindustrie gibt.
    Mein Vater weiß noch aus seiner Studienzeit vom Joint der ruhiger machen soll vor Klausuren oder zugekoksten Nasen während Diplomarbeits- oder Dissertationsphasen.
    Bei mir war es dann schon Ritalin und andere Medikamente an denen ich mich aber nie wegen der unbekannten Nebenwirkungen versucht habe.
    Von meinem Freund weiß ich nur das die Mediziner und Pharmazeutiker experimentiert haben und er das probiert hat. Leider ist der davon nicht fit geworden wie erwartet sondern hat 24 Std. durchgeschlafen.

    Klar ist auch das es in Zeiten von hohen Leistunganforderungen immer die Suche gibt den eigenen Streßlevel durch kleine Helferlein zu senken. Persönlich greife ich auch ab und an mal zur blauen Dose die Flügel verleiht aber in der Regel versuche ich / wir dem Stress durch andere Aktionen abzubauen z.b. Sport, Sauna, oder einfach nur mal relaxen.

    Das dieser Markt in den nächsten Jahren boomen wird davon bin ich überzeugt vor 15 Jahren dachte auch noch wirklich daran das Diätprodukte aus der Apotheke zu einem wahnsinnigen Wirtschaftsfaktor werden würden.

    Aber was kommt als nächstes ? Jugendwahn, Diätwahn jetzt Gehirnleistungswahn

    Schuster bleib bei deinem Leisten und aus Dreck kann man auch keine Zwerge bauen. Tabletten machen aus einem Analphabeten noch lange keinen Quantenphysiker.
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#3 daVinci6667
  • 12.02.2011, 22:47h

  • Solange die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen nicht eindeutig erforscht sind, sollte jeder die Finger davon lassen.! Neben der psychischen Abhängigkeit könnte es nämlich gut sein, dass auf Dauer das Gegenteil eintritt: Hochgradige Dummheit, nur merkt man das dann ja wohl gar nicht mehr...

    Auf jeden Fall sollten diese Medikamente nur in begründeten Einzelfällen und natürlich nur auf Rezept erhältlich sein.

    Außerdem graut mir vor der Vorstellung, dass es in Zukunft vom Geldbeutel abhängig sein wird, ob einer ein leistungsfähiges oder "dummes" Hirn hat! Daher sorry, ich hoffe die Wissenschaft findet bald happige Nebenwirkungen! Ansonsten könnten sich beim heutigen Konkurenzdruck bald alle genötigt fühlen, zu diesen Pillen zu greifen!
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#4 marley
  • 13.02.2011, 20:27h
  • Wer sich solche chemiecocktails reinschmeißt hat vermutlich wirklich eine steigerung der gehirnleistung nötig.solange die nebenwirkungen noch nicht bekannt sind,sollte man sich lieber mal nen joint rauchen,der ist auch geisteserweiternd,und seit jahrhunderten bewährt
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#5 marley
  • 14.02.2011, 11:37h
  • Mal ehrlich,dass ist doch nur ein weiterer Schritt der Pharma-Industrie um ihr Drogenmonopol auszubauen
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#6 maaaartinAnonym
#7 marley
#8 maaaartinAnonym