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Cemil İpekçi

Drei Polizisten in Zivil schützen den schwulen Modemacher Cemil İpekçi, nachdem Islamisten offenbar die Ermordung des 62-Jährigen planen.

İpekçi soll auf der Todesliste der türkischen Terrororganisation Hisbollah stehen, melden lokale Medien. Die "türkische Antwort auf Karl Lagerfeld" ("Spiegel") ist ein gern gesehener Gast im Fernsehen und gilt als bekanntester Homosexueller im Land.

Polizisten sind bei einer Razzia gegen Islamisten im osttürkischen Erzurum auf die Terrorpläne aufmerksam geworden. Am Freitag haben sie bei den mutmaßlichen Hisbollah-Mitgliedern Bilder des Modemachers gefunden sowie einen Grundriss seiner Wohnung in Istanbul. Es habe alles darauf hingedeutet, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstand, erklärten die Behörden. Die sunnitische Gruppe Hisbollah war insbesondere in den 1990er Jahren gefürchtet, als sie mehrere Morde an politisch gemäßigten Persönlichkeiten durchführte. Sie hat keine Verbindung mit der gleichnamigen schiitischen Terrorgruppe im Libanon.

Mehrere führende Hisbollah-Mitglieder sind erst im Januar aus der Haft entlassen worden. Das hat unter Sicherheitsexperten zur Befürchtung geführt, dass Terroranschläge wahrscheinlicher werden könnten.

İpekçi: Keine Angst vor Übergriffen

İpekçi befindet sich gerade im Urlaub im westtürkischen Ferienort Bodrum. In einem Interview mit der Zeitung "Radikal" erklärte er, er habe trotz der Drohungen keine Angst vor Übergriffen und wolle nicht über das Thema sprechen.

Trotz seiner Homosexualität hat sich İpekçi mit der islamisch-konservativen AKP-Regierung arrangiert und dadurch mehrere öffentliche Aufträge erhalten. Politisch verteidigte er einige im laizistischen Staat umstrittene Entscheidungen der AKP, wie etwa die geplante Aufhebung des Kopftuchverbotes an türkischen Universitäten. In den einheimischen Medien wird seine politische Haltung als "nationalkonservativ" bezeichnet. (dk)



#1 Linu86Profil
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 hwAnonym
  • 14.02.2011, 14:55h
  • Antwort auf #1 von Linu86
  • Oh, das interessiert mich aber schon.

    Ägyptens Kopten (Christen) haben sich jüngst durch die brutalen Anschläge "staatsnaher" Islamisten auch nicht blenden lassen.

    Und so kann es sich hier um eine Aktion des sog.
    "tiefen Staates" handeln.

    Wie im Artikel seriös informiert:

    "Die Hizbullah (Türkei) (Kurdisch: Hizbullahî Kurdî [1]) ist eine kurdische sunnitisch-islamistische Terrororganisation, die Anfang der achtziger Jahre in Diyarbakır gegründet wurde. Die kurdische Hizbullah strebt die Errichtung eines unabhängigen islamischen Staates nach iranischem Vorbild an. Sie wird auch "Kurdische Hisbollah" oder "Türkische Hisbollah"[2] genannt und darf nicht mit der libanesischen Hisbollah verwechselt werden."

    Hinweise auf Kooperation mit dem Staat
    (d.h. für heute, dem "Tiefen Staat")

    de.wikipedia.org/wiki/Hizbullah_(T%C3%BCrkei)#Hinweise_auf_K
    ooperation_mit_dem_Staat


    Der Begriff Tiefer Staat (derin devlet) wird in der Türkei in der Bedeutung von Staat im Staate verwendet. Er deutet auf die Verflechtung von Sicherheitskräften, Politik, Justiz, Verwaltung und organisiertem Verbrechen (insbesondere Killerkommandos) hin.

    de.wikipedia.org/wiki/Tiefer_Staat

    Vielleicht gibt es in anderen Staaten auch den "Tiefe Staat". Mit hochrangigen Offizieren, die Opus Dei - Mitglieder sind oder Evangelikale ?
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#4 hwAnonym
  • 14.02.2011, 15:04h
  • Antwort auf #3 von hw
  • Leider hat mein Link zu Hinweisen auf Kooperation mit dem Staat nicht funktioniert.
    Er verweist nicht auf die türkische Hizbullah.

    Vielleicht als Zitat:

    Hinweise auf Kooperation mit dem Staat [Bearbeiten]

    Der Politiker und ehemalige Minister Fikri Sağlar sagte in einem Interview mit der Zeitschrift Siyah-Beyaz (Schwarz-Weiß), dass die Armee die Hizbullah nicht nur benutzte, sondern sie gründete und förderte. Er behauptete, dass 1985 ein entsprechender Beschluss gefasst wurde.[10] Der damalige Gouverneur für das Gebiet unter Ausnahmezustand, Ünal Erkan sagte der Tageszeitung Milliyet, dass sie nicht beabsichtigten, militante Organisationen aufzulösen, so lange die PKK nicht beseitigt sei.[11]
    Die Zeitschrift "2000'e Doğru" vom 16. Februar 1992 berichtete, dass nach Aussagen von Augenzeugen und Sympathisanten der Hizbullah, Mitglieder der Organisation in Diyarbakır in der Zentrale der schnellen Eingreiftruppe ausgebildet wurden. Nach Aussagen eines Wachpostens kamen einige Personen mit Bärten und den typischen Pluderhosen gegen Mitternacht in die Zentrale der Schnellen Eingreiftruppe und hielten dort eine Versammlung ab. Zwei Tage nach dem Erscheinen dieses Artikels wurde der Verfasser Halit Güngen durch Unbekannte ermordet.[12]
    Namık Tarancı, der für die Wochenzeitschrift Gerçek in Diyarbakır arbeitete, wurde am 20. November 1992 erschossen. In der Ausgabe von Gerçek vor seinem Tod waren Berichte zur Verquickung von Staat und Hizbullah erschienen.[13] Hafız Akdemir, Journalist von Özgür Gündem wurde am 8. Juni 1992 in Diyarbakır erschossen. Er hatte berichtet, dass ein des Mordes im Auftrag der Hizbullah verdächtigter Mann nach sechs Wochen freigelassen wurde, ohne vor Gericht zu erscheinen.
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#5 nachtragAnonym
  • 14.02.2011, 15:29h
  • Antwort auf #4 von hw
  • Jetzt wird es in der Türkei noch mal hochspannend.

    s.u..

    Aber zuerst:

    "Police previously discovered that a hand grenade used by Hizbullah in a terrorist attack in 1999 in Şırnak had the same batch number as one of the 27 hand grenades found along with other explosives and weapons in a dilapidated house in Ümraniye on June 11, 2007, a discovery which led to the opening of the Ergenekon investigation."

    Die Polizei entdeckte zuvor, dass eine von der Hizbullah benutzte Handgranate bei einem Terroranschlag 1999 in Şırnak die gleiche Chargennummer hatte wie die, neben anderen Waffen und Sprengstoff, gefundenen in einem baufälligem Haus in Ümraniye am 11. Juni 2007. Eine Entdeckung, die zur Eröffnung der Ergenekon-Ermittlungen führte.

    www.zaman.com.tr/haber.do?haberno=715451

    de.wikipedia.org/wiki/Ergenekon

    Vor einer Stunde im STERN !

    Mutmaßlicher Putschistenchef in Türkei stellt sich der Justiz

    In der Türkei hat sich der mutmaßliche Chef einer Putschisten-Gruppe innerhalb der Armee hat am Montag [heute] der Justiz gestellt.

    www.stern.de/news2/aktuell/mutmasslicher-putschistenchef-in-
    tuerkei-stellt-sich-der-justiz-1653870.html
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#6 jojoAnonym