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Protestaktion vor dem Justizministerium in Minsk (Bild: gay.by)

Ein Dutzend Homo-Aktivisten haben sich in der weißrussischen Hauptstadt Minsk am Montag zur ersten genehmigten schwul-lesbischen Demonstration in der Geschichte des Landes zusammengefunden.

Die Teilnehmer forderten vor dem Justizministerium ein Ende der staatlich tolerierten Homophobie in Weißrussland und gleiche Rechte für Schwule und Lesben. Dabei hielten sie Schilder mit Aufschriften wie: "Liebe, wen du willst" oder "Homophobie = Faschismus" und skandierten "Gleiche Rechte ohne Kompromisse".

Organisator Sergey Praded wertete die Aktion gegenüber "GayRussia" als Erfolg: "Zum ersten Mal haben wir nicht die Polizei oder die Hooligans zu fürchten, sondern nur die Kälte", erklärte der Aktivist bei -15 Grad. Er hoffe nun, dass beim nächsten Mal mehr Schwule und Lesben den Mut finden werden, an einer solchen Protestaktion teilzunehmen. Die Behörden hatten die Demonstration am Freitag überraschend gestattet.

Aleksejew: "Historische" Demo macht Hoffnung auf Mehr

Der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew bezeichnete die Demonstration in Minsk als "historisch" und einen möglichen Wendepunkt für die schwul-lesbische Bewegung im Land: "Das weißrussische Regime will sich Europa annähern. Wir hoffen, dass die Regierung dann Zugeständnisse macht", erklärte Aleksejew.

In Weißrussland ist Homosexualität zwar seit 1994 legal, gilt allerdings als Tabu-Thema. Der von Präsident Alexander Lukaschenko autoritär regierte Staat ist in den vergangenen Jahren immer gegen schwul-lesbische Proteste vorgegangen. So wurde der CSD 2010 unter fadenscheinigen Argumenten verboten und Demonstranten, die sich trotzdem an der Parade beteiligten, festgenommen (queer.de berichtete). Sie wurden später gegen Zahlung einer Geldstrafe wieder freigelassen. Organisator Praded wurde erst im Oktober 2010 bei einer Protestaktion verhaftet (queer.de berichtete). (dk)



#1 FloAnonym
  • 15.02.2011, 09:24h
  • Eine sehr gute Nachricht!!

    Ich hoffe, dass dieser Demo noch viele weitere folgen werden und dass es von Mal zu Mal mehr werden. Und dass es irgendwann so viele sind, dass Politik und Öffentlichkeit sie nicht mehr ignorieren können.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.02.2011, 09:44h
  • Es ist schon eine Überraschung, daß diese Demo in einem Staat genehmigt wurde, das von einem der fiesesten und egozentrischsten Demagogen dieser Zeit regiert wird! Es wird Zeit, daß in Weißrußland ägyptische, tunesische und algerische Verhältnisse einziehen und Herr Lukaschenko gestürzt wird! Er und der "Irre aus Teheran" (Irans Staatspräsident Ahmadinedschad) und Simbabwes Staatspräsident Mugabe sind die Menschenrechtsverletzer erster Klasse!
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#3 CGastAnonym