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Staatssekretärin Gudrun Kopp (FDP) will Malawi zu Zugeständnissen zwingen (Bild: Deutscher Bundestag)

Wegen homofeindlicher Gesetze weigert sich eine deutsche Staatssekretärin, nach Malawi zu reisen - das afrikanische Land will sich aber nicht "eine unmoralische Kultur" vom Westen aufzwingen lassen.

Gudrun Kopp, FDP-Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, sagte ihre geplante Reise kurzfristig ab, weil es bei Menschenrechtsfragen keine Bewegung auf Seiten der malawischen Regierung gegeben habe. Als Hauptgrund nannte sie die beschlossene Ausweitung der Strafbarkeit von Homosexualität auf Frauen. "Unnatürliches Verhalten" kann mit Gefängnisstrafen bis zu 14 Jahren geahndet werden. Des weiteren kritisierte Kopp die Einschränkung der Pressefreiheit im Land und politischen Einfluss auf die Justiz.

Zwar attestierte Kopp Malawi, in den letzten Jahren Fortschritte bei der Demokratisierung gemacht zu haben. Allerdings beklagt sie eine "mangelnde Bereitschaft der malawischen Regierung zu einem konstruktiven Dialog über verschiedene Gesetze".

Deutschland und die USA halten Hilfsgelder zurück

Bereits vor zwei Wochen hat das Entwicklungsministerium angekündigt, Hilfsgelder an das bitterarme Land zu kürzen (queer.de berichtete). Derzeit hält Deutschland für 2010 zugesagte 2,5 Millionen Euro Budgethilfe zurück. Weitere fünf Millionen Euro, die für dieses Jahr zugesagt wurden, liegen ebenfalls auf Eis. Diese würden erst ausgezahlt werden, wenn der Demokratisierungsprozess positiv verlaufe, so Kopp.

Neben Deutschland haben auch die USA Hilfsgelder vorläufig gesperrt. Die Obama-Regierung stoppte vorläufig bereits unter George W. Bush geplante Kraftwerksprojekte, die die Energieknappheit im Land beseitigen sollten. Die Hilfe im Gesamtwert von 350 Millionen Dollar sei "auf Eis gelegt worden, bis uns die Regierung über geplante Änderungen in der Gesetzgebung aufklärt", wie ein Sprecher der Regierung mitteilte.

Minister: Malawi ist ein gottesfürchtiges Land


Justiziminister George Chaponda sieht Homosexualität als große Gefahr für Malawi an.

Die Regierung von Malawi beharrt dagegen auf ihrer Souveränität und lehnt jegliche Gesetzesänderung auf Druck von Außen ab: "Wir passen keine Gesetze auf Wunsch von Geberländern an", erklärte Justizminister George Chaponda. Malawi sei ein gottesfürchtiges Land mit eigenen Traditionen und Werten. Deshalb könnte die Regierung Homosexualität nicht legalisieren: "Würden Sie sich wünschen, dass ihre Kinder schwul werden?", fragte Chaponda bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Lilongwe. "Es ist absurd, dass uns manche Länder mit Geld dazu zwingen wollen, eine unmoralische Kultur zu akzeptieren."

Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Hälfte der 14 Millionen, überwiegend christlichen Einwohner lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. (dk)



#1 Leonardo D.Anonym
  • 15.02.2011, 12:57h
  • Ich würde mir wünschen, auch einmal eine Reaktion unseres schwulen "Aussenministers" hier zum Thema zu lesen !

    Aber wahrscheinlich weilt dieser z.Zt. wieder einmal irgendwo mit seinem Lebenspartner auf "Geschäftsreise" ?
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#2 Nyggy
  • 15.02.2011, 13:07h
  • Antwort auf #1 von Leonardo D.
  • Urlaub in Ägypten fällt ja erstmal flach...

    Zum Thema:
    Richtig so!
    Wenn sie Geld aus dem Westen wollen, dann sollten sie auch auf dessen Forderungen eingehen. Zumal es hierbei um Menschenrechte geht und nicht um irgendwelche wirtschaftlichen Interessen...
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#3 schwulenaktivist
  • 15.02.2011, 13:25h
  • Ich sehe nicht ein, warum "unser" schwuler Aussenminister laufend Stellung nehmen sollte. Heteros sind nicht weniger gefordert, Stellung zu beziehen, sogar Frau Merkel!!
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#4 Leonardo D.Anonym
#5 loellieEhemaliges Profil
  • 15.02.2011, 14:20h
  • Die gute Frau sollte lieber mal die "mangelnde Bereitschaft der deutschen Regierung zu einem konstruktiven Dialog über verschiedene Gesetze" beklagen und sich weigern nach Berlin zu reisen, anstatt, wie der Rest dieser bigotten Meschpuche, gegen alles zu stimmen, was nach Gleichstellung, Emanzipation oder der Verbesserung der Lebenssituation Queerer Menschen in der BRD riecht.

    Wäre Obambi, dem Revolutionsverschlafer, tatsächlich an einer Verbesserung der Lebenssituation Homosexueller in Afrika gelegen, könnter er einfach der Milliarden Dollar schweren Hassindustrie im eigenen Land die finanzielle Grundlage für deren überaus erfolgreichen Export ihres "Produktes" entziehen, anstatt die ärmsten der Armen fröhlich weiter im Dreck sitzen zu lassen.
    Dass Elend und Armut Hass auf Fremde und "Andere" gebiert ist eine Binse, die auch schon im Weissen Haus angekommen sein könnte. Nunja, er ist zZt wohl zu beschäftigt damit, den ärmsten im eigenen Land die Heizung abzudrehen.
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#6 lacimaciAnonym
  • 15.02.2011, 15:11h
  • Gesetze gegen männliche Homosexualität stören sie, wie zu erwarten, offensichtlich nicht.
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#7 seb1983
  • 15.02.2011, 15:18h
  • Leute... die Frau ist bei der FDP, da muss euch doch noch mehr einfallen, vielleicht ihre Frisur oder so?? Bis jetzt bin ich da schwer enttäuscht von den Schwestern hier was die Lästerei angeht...

    Aber stimmt, solange Deutschland weiterhin Schwule diskriminiert haben wir ja nun sowas von kein Recht andere zu kritisieren, also bitte das Geld einfach freigeben und schon ist man aus der Schusslinie der "Community"
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#8 das bonnbonnAnonym
  • 15.02.2011, 15:56h
  • Antwort auf #7 von seb1983
  • vielleicht angst? wie ihr boss.
    das macht unflexibel

    in bonn geboren
    in bonn zur schule gegangen
    in bonn das abitur gemacht
    in bonn studiert, was der vater studierte
    in bonn in die kanzelei seines vaters gegangen
    in bonn zur politik gekommen
    in bonn eine eingetragene partnerschaft als heirat, hochzeit, ehe, trauung verkauft.

    (geklaut, sushi- requiem)
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.02.2011, 16:11h
  • Ich kann die Entscheidung der Frau gut verstehen! Ich würde dort auch nicht hinreisen!
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#10 FloAnonym
  • 15.02.2011, 16:28h
  • Sie wollen sich keine (angeblich) "unmoralische Kultur vom Westen aufzwingen lassen", aber unser Geld nehmen sie gerne! Auch das von Schwulen!!

    Solchen Staaten sollte man sofort jede finanzielle Hilfe streichen und auch jegliche wirtschaftliche Zusammenarbeit beenden. Sowas kommt eh nie der Bevölkerng zugute, sondern nur solchen Despoten, die sich so noch länger im Amt halten können!
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