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Sergei Sobjanin

Der neue Bürgermeister Moskaus, Sergei (Semjonowitsch) Sobjanin, hat in einem Interview mit dem Radiosender Echo Moskau gesagt, dass er nicht mit einer Erlaubnis für CSD-Demos in seiner Stadt rechne.

Auf die Frage, ob eine entsprechende Demonstration in diesem Jahr genehmigt werde, antwortete der 52-Jährige: "Das bezweifle ich." Der Nachfolger des entlassenen Juri Luschkow, der mehrfach CSD-Demonstrationen verbieten ließ, sagte in dem Interview weiter: "Ich habe dazu meine eigene Meinung. Moskau braucht so etwas absolut nicht und ich bin nicht dafür." Auf die Anmerkung, dass eine "unnötig"-Argumentation nicht in der Verfassung vorkomme, sagte Sobjanin: "Ja, Aber sie haben nach meiner Meinung gefragt - und ich entscheide."

Im letzten Oktober hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte geurteilt, dass das seit 2006 jedes Jahr in der Hauptstadt ausgesprochen CSD-Verbot gegen das Recht auf Versammlungsfreiheit, das Recht auf wirksame Beschwerde und das Diskriminierungsverbot verstoßen habe (queer.de berichtete). Die Entscheidung fiel einstimmig - auch mit der Stimme eines russischen Richters. Russland hat gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt.

Ostblockliebe


Nikolai Aleksejew

Menschenrechtsgruppierungen kritisierten die Interview-Äußerung und deuteten sie als eine Verbotsdrohung. International auf sie aufmerksam gemacht hat der Aktivist und CSD-Mitorganisator Nikolai Aleksejew, der bei den verbotenen Demonstrationen mehrfach verhaftet wurde - und im letzten Herbst gar für mehrere Tage verschwand (queer.de berichtete).

Aleksejew hält sich gerade in der deutschen Hauptstadt zur Berlinale auf, wo der Film "East Bloc Love" Premiere hat. Der Filmemacher Logan Mucha begleitete Aktivisten aus ganz Europa bei ihren Versuchen, im letzten Jahr eine CSD-Demonstration durchzuführen. Der nächste CSD in Moskau ist für den 28. Mai geplant. (nb)

Vimeo | Der Trailer zu "East Bloc Love"


Online-Abstimmung über Potsdamer CSD-Motto

Auf der Homepage des CSD Potsdam können User aus elf Motto-Vorschlägen ihren Favoriten auswählen.
Serbien: Homophober Politiker verurteilt

Ein Gericht in Belgrad hat einen nationalistischen Politiker wegen diskriminierender Äußerungen gegen Homosexuelle schuldig gesprochen.
Der innere Kampf gegen Konfuzius

In Taipeh fand am Samstag Asiens größte Schwulen- und Lesbenparade statt. Viele Teilnehmer leiden unter den traditionellen Wertvorstellungen in Taiwan.
#1 MarekAnonym
#2 Mister_Jackpot
  • 17.02.2011, 22:42h
  • Also langsam glaub ich Russland ist zu keinerlei Fortschritt in der Lage. Und so langsam werden mir die Russen als Volk immer suspekter. Sind wirklich alle Russen so konservativ? Ich sehe schon wieder die russischen Polizeiknüppel auf unschuldigen Schwulen und Lesben, die für wenigstens ein bisschen mehr Anerkennung auf die Strasse gehen ... warum können Menschen so grausam sein. Ob nun in der arabischen, in der russischen, in der afrikanischen Welt oder sogar in einigen Teilen Amerikas....Homophobie nimmt einfach nicht ab. Ich weiss nicht obs am Ende wirklich nur die drei monotheistischen Weltreligionen schuld sind, aber wenns so sind so eint diese drei Religionen zumindest eins, nämlich die grundsätzliche Ablehnung gegen uns.
    Ich hoffe aber auf eine wirkliche höhere Gerechtigkeit irgendwann einmal.....ich sage es immer wieder..wir bewegen uns in einem konservativen Roll Back und in einem Verfall des in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erreichten.
    Und ich sehe diese Ebtwicklung sogar unterschwellig wieder imemr mehr bei uns, auch wenn einige die Augen davor verschliessen. Seht euch doch mal an wie sehr Heterosexualität als das Non Plus Ultra dargestellt wird...überall...in den Medien, in der Kirche, unter Jugendlichen (egal ob Deutsche oder ausländische) etc. Allein dass Schwulsein immer noch als Makel angesehen wird (siehe die Jay Khan Dschungelstory) zeigt dies überdeutlich. Solang sich Schwule im TV zum Affen machen sind sie als Witzfiguren beliebt. Aber wehe jemand will Rechte für sich einklagen oder will ohne blöde Blicke oder Sprüche mit seinem Freund draussen knutschen..d.ann ist es auch hierzulande schnell vorbei mit der Toleranz.
    Das war jetzt ein kleiner Exkurs, aber den musste ich mal los werden, da ich mich mir ständig, ob nun in den Medien oder draussen im realen Leben, immer haufenweise knutschende Heten angucken darf und gleichzeitig weiss ich wie es mir ergehen würde, wenn ich dasselbe mit einem Mann in aller Öffentlichkeit machen würde. Ein Freund von mir wurde in einer Hetero Gasstätte in Köln zuletzt darum gebeten seinen Freund nicht zu küssen...und zwar von der Kellnerin..es hätten sich "Gäste" beschwert!!! Das muss man sich mal vorstellen...wenn sowas schon in Köln passiert, dann weiss ich wirklich nicht wo wir uns bald noch frei bewegen können....
    PS: Der neue russische OB ist natülrich ein AR*****CH....
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#3 I.Ramos GarciaAnonym
  • 17.02.2011, 23:46h
  • warum solche Feindseligkeit gegen "Gay Pride Parade"? Es ist ja ein Zirkus, aber der bringt Geld! Allerdings, die Probleme in den slawischen Nationen sind viel tiefer & schwieriger: Verpruegelungen, Inhaftierungen, Verachtung & Diskriminierung, Mobbing ans Werk & im Rest des Lebens
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#4 FloAnonym
  • 18.02.2011, 10:18h
  • Wollte unser Außenminister Guido Westerwelle in solchen Fällen nicht "deutliche Worte" im Namen Deutschlands aussprechen?

    Aber der FDP glaubt eh kein denkender Mensch noch irgendwas...

    Und zu Moskau:
    Da habe ich nichts anderes von erwartet.
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#5 alexander
  • 18.02.2011, 12:16h
  • in diesem land kommt doch keiner in eine position, der nicht dem "tiger im manne"-syndrom von putin entspricht !
    ich habe schon immer vor kleinen männern gewarnt, die geschichte beweist es !
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.02.2011, 13:07h
  • Dieses Herumgeeiere von Herrn Sobjanin ist doch einfach unerträglich! Jetzt ist dieser debile Bonze Luschkow endlich weg und es hat sich in Sachen CSD und Homorechte rein gar nichts geändert!
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