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Heißes Eisen: das erste umfassende Buch über Homosexualität und Fußball

In ihrem Buch "Seitenwechsel - Coming-Out im Fußball" beleuchtet Tanja Walther-Ahrens das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

Von Carsten Weidemann

Was würde passieren, wenn eine Fußballspielerin oder ein Fußballspieler aus der deutschen Profiliga trotzdem die Entscheidung zum Outing trifft: Diskriminierungen? Ausschluss aus dem Team? Karriere-Ende? Schmähgesänge auf den Rängen? Die wilde Hatz der Medien? Oder einfach - gar nichts?

Ein öffentliches Outing ist immer mit Überwindung verbunden, im Sport - speziell im Fußball - scheint es nahezu unmöglich. Diese Männerdomäne schlechthin ist einer der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft: absolut fortschrittsresistent, von der Norm abweichende Lebensformen finden hier keinen Platz. Tanja Walther-Ahrens beleuchtet in ihrem neuen Buch "Seitenwechsel" das Thema Homosexualität im Fußball aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die Autorin schafft Sensibilität für ein absolutes Tabuthema im beliebtesten Sport der Deutschen und zeigt, wie nötig ein solches Coming-out der Spitzensportler wäre, um mithilfe dieser positiven Vorbildern die Vorurteile abzubauen und Akzeptanz auf der Tribüne zu schaffen.

Tanja Walther-Ahrens, geboren 1970, ist Sportwissenschaftlerin und ehemalige Spielerin von Turbine Potsdam. Sie engagiert sich beim Frauen- und Lesbensportverein "Seitenwechsel" sowie der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) für die Belange von Schwulen und Lesben im Sport. Hauptberuflich arbeitet sie als Lehrerin in Berlin. 2008 erhielt sie zusammen mit Fußballprofi Philip Lahm und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger den Tolerantia-Preis (queer.de berichtete). Der deutsch-französisch-polnische Preis wird seit 2006 jährlich von der Initiativgruppe Schwules Weimarer Dreieck an herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland, Frankreich und Polen vergeben, die sich gegen Homophobie und für Toleranz eingesetzt haben.

Tanja Walther-Ahrens: Seitenwechsel - Coming-Out im Fußball, 176 Seiten, Paperback, Gütersloher Verlagshaus, 2011, Gütersloh 2011, 14,99 €



#1 herve64Profil
  • 18.02.2011, 08:52hMünchen
  • Also, sorry, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass Damenfußball in erster Linie von Lesben betrieben wird. Insofern ist das Buch kalter Kaffee.

    Spannender hätte ich gefunden, wenn ein schwuler Bundesliga-Fußballer ein Buch über Coming Out im Fußball verfasst hätte und dieses dann verlost würde, denn das wäre mal eine Sensation.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 IchAnonym