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Die Liste der möglichen Beziehungen wird länger...

Bei Facebook haben Schwule und Lesben in einer Reihe von Ländern nun zwei weitere Möglichkeiten, ihren Beziehungsstatus anzuzeigen.

In mehreren Ländern, darunter die USA, Großbritannien und Australien, können Schwule und Lesben ihre Liaison mit dem oder der Liebsten künftig als "civil union" oder "domestic partnership" kennzeichnen. Beide Begriffe werden in englischsprachigen Ländern, insbesondere in den Vereinigten Staaten, für das Modell eingetragene Partnerschaft verwendet. Traditionell waren "domestic partnerships" mit weniger Rechten versehen, inzwischen bieten sie aber in einigen Staaten wie Kalifornien die gleichen Rechte wie eine Ehe.

Auf Facebook gibt es bereits jetzt Kategorien wie "verlobt", "verheiratet", "in einer offenen Beziehung" oder "es ist kompliziert". Firmensprecher Andrew Noyes erklärte, man reagiere mit der Änderung auf Kundenwünsche: "Wir wollen erreichen, dass die Optionen auf Facebook eine Beziehung möglichst genau und glaubwürdig abbildet."

Unterstützung von Homo-Gruppen

Die Änderungen beim Beziehungsstatus wurden in Abstimmung mit mehreren amerikanischen Homo-Gruppen durchgeführt, darunter die Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD), der Gay, Lesbian, and Straight Education Network (GLSEN) und die Human Rights Campaign (HRC). "Da Schwule und Lesben einen Flickenteppich mit einem Flickenteppich von Partnerschaftsgesetzen leben müssen, können sie jetzt ihre Beziehung genauer beschreiben", freut sich HRC-Sprecher Michael Cole-Schwartz. "Facebook hat als Firma immer versucht, die schwul-lesbische Community einzubinden, wie wir jetzt wieder gesehen haben."

Die in Kalifornien ansässige Firma Facebook hat erst vor zwei Monaten bekannt gegeben, dass sie für Steuernachteile ihrer schwulen und lesbischen Mitarbeiter aufkommen wird, die sie durch das Eheverbot in vielen US-Bundesstaaten erleiden (queer.de berichtete). Auch mit anderen Projekten ging das soziale Netzwerk auf Homo-Gruppen zu. So erklärte Facebook im Oktober, man werde künftig in Zusammenarbeit mit Aktivisten gezielt gegen Kommentare vorgehen, die Schwule und Lesben verunglimpfen (queer.de berichtete).

In Deutschland gibt es noch keine Option für "eingetragene Partnerschaften". Wem die Geschichte mit "civil unions" oder "domestic partnerships" zu kompliziert wird, kann seinen Partner auch schlicht als "married" anzeigen. Das ist auf Facebook weltweit möglich. (dk)

Umfrage zum Artikel

» Was hältst du vom neuen Facebook-Beziehungsstatus "eingetragene Partnerschaft"?
    Ergebnis der Umfrage vom 18.2.2011 bis 01.3.2011


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FloAnonym
  • 18.02.2011, 16:58h
  • Da das ein offzieller Stand ist, ist das ebenso selbstverständlich, wie verheiratet, geschieden, ledig, etc.

    Traurig genug, dass das jetzt erst geschieht.

    Und vor allem kann Facebook damit natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sonst oft genug eine extrem homophobe Linie fahren.
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#3 GeorgFalkenhagenProfil
  • 18.02.2011, 17:52hBremen
  • Das finde ich schön, erinnert es mich doch an meinen eigenen Werdegang. Insbesondere die Durchsetzung beim Berliner Urkundswesen, das für die Bescheinigung unseres Spezialpersonenstands zuständig war, erfreut mich immer wieder aufs Neue.

    Damals sprach wenigstens endlich ein echter Doktor, Ehrhart heißter, Recht und ein so genanntes Machtwort. Heutzutage, mein Gott! "Guter Zwerg, weiche!" würde ich als deutsche Homo-Kaiserin von der Brüstung des Ballastes der Republik brüllen.

    Frau Ferkel in der Waschmaschine wird diesen Schrei der Wahrhaftigkeit wohl eher nicht ereilen. Die hält an dem fest, meint mein Mann.

    Schön dumm, Lady. Aber Schwarzen widerspricht man wohl besser nicht.

    Am besten vergleicht man die Zukunft mit einer Verkehrsampel, bei der beim mittleren Licht die Birne durchgebrannt ist. Von der Mitte ins Abseits ist nur ein ganz kleiner Schritte!
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#4 MarekAnonym
  • 18.02.2011, 19:15h
  • Nach den Negativ-Nachrichten der letzten Monate braucht man wohl wieder mal einen netten Werbe-Gag.
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#5 chicAnonym
  • 18.02.2011, 21:11h

  • grundsätzlich ja: toll.

    wäre es nicht facebook, dessen intention sicher nicht homophiler natur ist sondern einzig der nutzerdatensammelwut geschuldet ist.
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#6 KasimirAnonym
#7 LukasAnonym
#8 SebiAnonym
  • 18.02.2011, 23:44h
  • Was sich erstmal nett anhört, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ganz anders.

    Der wahre Hintergrund ist der, dass Facebook (wie die meisten Internetunternehmen) sein Geld damit verdient, möglichst viel über seine Nutzer zu wissen und dieses Wissen einzusetzen (für Werbung, zum Weiterverkauf an andere Firmen, etc.).

    Wenn sie das fragen, dann nur deshalb, weil sie noch mehr über ihre Nutzer wissen wollen und noch genauere Profile erstellen wollen!

    Diese Angaben sind bares Geld wert und deshalb interessiert sich Facebook dafür!!!
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#9 no big brotherAnonym
  • 19.02.2011, 00:00h
  • Na, da können wir ja froh sein, dass Menschen und BürgerInnen zweiter Klasse auch bei Facebook endlich als solche erkennbar sind.

    Bleibt weiterhin die Frage, was Menschen dazu treibt, ihr Leben für alle sichtbar im Web auszubreiten, Facebook & Co. intimste Details für deren kommerziellen Zwecke zu liefern und sich einer noch nie dagewesenen sozialen Kontrolle zu unterwerfen.

    Das Schlimme ist ja, dass Kinder und Jugendliche es schon gar nicht mehr anders kennen. Und die beständigen schwulenfeindlichen Ausfälle bei Facebook gerade dort, wo diese Altersgruppe aktiv ist, wären wohl ein sehr viel wichtigeres Handlungsfeld als die Aussonderung von Schwulen und Lesben in Beziehungsfragen.
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#10 Tobi CologneAnonym
  • 19.02.2011, 19:28h
  • Die Datensammelwut von Internetunternehmen kennt kein Ende...

    Facebook will sogar wissen, ob man nur getrennt oder schon geschieden ist. Und ob man in einer "domestic partnership" oder "civil union" lebt. Und ob man nur zusammen ist, oder schon verlobt oder verheiratet. Oder ob die Partnerschaft offen ist. Und und und...

    Diese Sammelwut scheint echt kein Ende mehr zu nehmen, weil es den Internetunternehmen massig Geld bringt! Privatsphäre und Datenschutz scheinen heute nicht mehr viel zu zählen.

    Ansonsten stimme ich auch einem meiner Vorredner zu:
    eigentlich sollte man (auch bei Behörden-Fragebögen) nur angeben, ob man ledig (egal ob immer schon oder geschieden) oder verheiratet/verpartnert ist. Und hoffentlich fällt dann bald auch die Trennung zwischen verheiratet und verpartnert weg.
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