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Bester Spielfilm: In "Ausente" verliebt sich ein Schüler in seinen Schwimmlehrer

"Ausente" wurde am Freitagabend als bester lesbisch-schwuler Spielfilm ausgezeichnet - Rosa von Prauheim ging leer aus.

Von Carsten Weidemann

Mit einer großen Gala in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wurde am Freitagabend in Berlin der 25. Geburtstag des Teddy Awards gefeiert.

Als bester lesbisch-schwuler Spielfilm der 61. Berlinale wurde in der einstigen Abfertigungshalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof von der international besetzten Fachjury "Ausente" des Argentiniers Marco Berger ausgezeichnet. Die Jury lobte die "innovative Geschichte" und "erotische Bildsprache" dieses Dramas um einem Schüler, der sich in seinen Schwimmlehrer verliebt: "Die einzigartige Kombination des Films aus homoerotischem Begehren, Ungewissheit und dramatischer Spannung reflektiert das feine Verständnis der Genre-Konventionen und der kinematographischen Sprache des Regisseurs. Als der fesselndste, topaktuelle Film in der Auswahl, befindet die Jury, dass ‚Ausente' den Geist des Teddy Award zelebriert."

Youtube | Original-Trailer zu "Ausente"

Die transformativen Kräfte von Liebe und Kunst


Beste Doku: "The Ballad of Genesis and Lady Jaye" über eine queere Liebe

Den Teddy für den besten Dokumentarfilm erhielt nicht Rosa von Praunheim für seinen vieldiskutierten Film "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" (queer.de berichtete), sondern die Französin Marie Losier für die queere Liebesgeschichte "The Ballad of Genesis and Lady Jaye". Aus der Urteilsbegründung der Jury: "Ein Portrait zweier Leben, die die transformativen Kräfte von Liebe und Kunst illustrieren. In warmen und intimen Bilder erschafft Losier ein mise-en-scene Labyrinth aus Interviews, Heimvideos und Filmmaterial von Auftritten."

Der Teddy für den besten Kurzfilm wurde gleich zweimal verliehen - allerdings an dieselbe Regisseurin: Die amerikanische Experimentalfilmerin Barbara Hammer wurde für ihre beiden experimentellen Werke "May Deren's Sink" und "Generations" geehrt. Letzterer ist ein Film darüber, die Tradition des persönlichen, experimentellen Filmmachens weiterzugeben. Barbara Hammer, 70 Jahre alt, gibt ihre Kamera an Gina Carducci, eine junge queere Filmmacherin.

Youtube | Original-Trailer zu "The Ballad of Genesis and Lady Jaye"

Die Berlinale als Plattform für Menschenrechte


Leserpreis der Siegessäule: "Stadt Land Fluss" über eine schwule Liebe in Brandenburg

Der Spezialpreis der Jury erhielt der französische Spielfilm "Tomboy" von Céline Sciamma über ein zehnjähriges, jungenhaftes Mädchen und ihre Identitätsprobleme. Pieter-Dirk Uys erhält einen Special Teddy Award für sein Engagement bei der HIV-Aufklärung in südafrikanischen Schulen und für sein Bühnen-Alter-Ego Evita Bezuidenhoud, die "berühmteste weiße Frau Südafrikas", wie sie von Nelson Mandela genannt wurde. Der Leserpreis des queeren Stadtmagazins "Siegessäule" ging an den Debütfilm "Stadt Land Fluss" von Benjamin Cantu über eine schwule Liebe in der brandenburgischen Provinz.

Wieland Speck, Leiter der Berlinale-Sektion Panorama und Mitbegründer des Teddy Awards, erinnerte auf der Gala daran, dass es zehn Jahre gebraucht habe, bis der damalige Festivaldirektor Moritz de Hadeln erstmals an einer Teddy-Verleihung teilgenommen und den Preis damit zu einem offiziellen Teil des Filmfestivals gemacht habe. Die Berlinale sei immer schon eine Plattform für den Kampf für Demokratie, Menschenrechte und Gleichberechtung in allen Teilen der Welt gewesen, erklärte der Klaus Wowereit. Der weltweite Kampf gegen Homophobie und Gewalt sei heute wichtiger denn je, das zeige nicht zuletzt die zunehmende Zahl an Gewaltattacken gegenüber Schwulen und Lesben.

Eine Aufzeichnung der Teddy Award Gala wird am Sonntag, den 20. Februar ab 23:50 Uhr auf Arte ausgestrahlt. Der rbb zeigt die Höhepunkte in derselben Nacht um 00:45 Uhr.

Youtube | Special Teddy Award für Pieter-Dirk Uys alias Evita Bezuidenhoud, hier in einem Grußwort an das schwul-lesbische Festival "OutInAfrica"


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Peter JanAnonym
  • 19.02.2011, 18:33h
  • Was haben sich die Veranstalter eigentlich dabei gedacht, das Publikum permanent mit gleisenden Scheinwerfern anzustrahlen?
    Warum mussten auch Reden von Leuten, deren Muttersprache Deutsch ist, auf Englisch gehalten werden?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AliAnonym
#4 stromboliProfil
  • 20.02.2011, 21:16hberlin
  • was mir in einem forum wie hier fehlt, ist die präsenz und aktualität bei so herausragenden events wie berlinale und insbesonder den teddy ..
    kein wort über die insgesamt gelaufenen filme für die (offensichtlich^^) zwei drei , nicht in berlin wohnenden schwul-lesbisch-transsexuellen gender; kein vip-gezwitscher .. nada!
    Was bleibt ist ein nachruf!

    vieleicht sollten die berliner, die sich die filme angucken, die arbeit der redaktion übernehmen und vor ort uns in einer dauerkolumne berichten..

    Ausente ist ein ungemein langweiliger, vorhersehbarer rückschritt im schwulen filmemachen!
    Zähe einstellungen, die die beziehung nicht fordern und fördern, wobei der junge der fordernde, sogar etwas hintertrieben part ist, der lehrer mit bedeutungsvollen blicken sein nichtstun auszudrücken sucht.. was man auch schlechtes schauspielen nennen könnte!
    fazit: und sie fanden nicht zueinander..
    Das schwule sich gefallen in der opferrolle der verpassten gelegenheiten.
    Brockback Mountain hat uns den mainstream maßstab gesetzt, was sicher für eine populäre darstellung schwuler gefühle wichtig ist! Aber der schwule film, die inhalte müssen sich weiterentwickeln!
    Hier bleib es beim drama im kleinformat; eher kleines fernsehspiel!

    Hingegen der siegessäule-zuschauerpreisträger
    "Stadt Land Fluss" , ein ebenso stiller wie erfrischender film!
    Zwei darsteller, die in jeder minute der rollenanforderung gerecht werden und ein bemerkenswert locker-frisches laien-ensemble
    eines brandenburger bauerngehöfts,auf dem die anbahnende sich aufbaut...
    blick für blick stimmig; kleiner film auf, für schwule selbstfindung, großem niveau!
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#5 stromboliProfil
#6 xdaAnonym
#7 LucyAnonym
  • 21.02.2011, 09:48h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • “ps.. die party? grottenschlecht ...”

    ach was! was erwartest du denn von einer party, auf der schlechte musik gespielt wird, die leute sehr übel angezogen sind und in diesem fall wohl der altersdurchschnitt bei 55 liegt?!!
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#8 stromboliProfil
  • 21.02.2011, 10:53hberlin
  • Antwort auf #7 von Lucy
  • gut, dass ich mit meiner abwesenheit nicht den demoskopischen faktor der überalterung angehoben habe...
    du könntest ja sonst einen altersschock bekommen!

    vieleicht mal auf den veranstaltungsort blicken, auf die lieblosigkeit, mit der das ganze präsentiert wird.
    Schon als ich hörte das wieder im tempelhof "gefeiert" wird, war meine entscheidung klar: spar mir das eintrittsgeld für ein nettes essen mit freunden.

    Es ist einfach ein problem der logistik eine halle bar jedem "charmes" mit fun zu füllen.
    Die -arm aber sexy -parole zieht hier nicht, weil nicht mal der trash-faktor richtig eingesetzt ist!

    Hinzu kommt, der versuch hollywoods oskar- präsentation auf berliner bühnen bringen zu wollen, funktioniert so nicht.. da fehlt es an spektakulärem personal! Das hat auch was mit dem schielen hin zu arte und deren fernsehübertragung zu tun.. bis hin zur artepräsentator/in, die auch nichts neues oder erfrischendes einbringt.. zudem der off-kommentar in der glotze einfach unmöglich war!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ZobleAnonym
  • 21.02.2011, 14:53h
  • Rosa von Praunheims Film konnte auch gar nicht gewinnen, da er nie für den Dokumentarfilm-Award nominiert war. Der Artikel ist nicht sehr gut recherchiert.
  • Antworten » | Direktlink »