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  • 21. Februar 2011, noch kein Kommentar

Bahnbrechende Erkenntnisse über den Darm vom deutschen Pionier der Umweltmedizin

Neuer Ratgeber aus dem Südwest Verlag: "Der Darm denkt mit" von Klaus-Dietrich Runow.

Von Carsten Weidemann

Allein in Deutschland leiden etwa sieben Millionen Menschen an "Reizdarmsyndrom" und 2,2 Millionen haben Colitis ulcerosa und Crohn-Krankheit. Immer stärker nehmen chronische Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verdauungsstörungen und auch psychische Erkrankungen in den zivilisierten Ländern zu und immer häufiger treten neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer auf und - die Patienten werden immer jünger.

Noch ist der organische Auslöser für das "Reizdarmsyndrom" unentdeckt. Oftmals wird die Erkrankung als psychosomatisch "abgestempelt". Entsprechend enttäuschend sind Therapieansätze. Auch weil wenig bekannt ist, wie eng Nervenzellen im Darm (auch als Bauchhirn bezeichnet) mit dem Immunsystem und sogar direkt mit dem Gehirn kommunizieren.

Eine schleichende Vergiftung über den Darm schädigt unser ganzes Stoffwechselsystem. Etwa 30 Tonnen Speisen, 50.000 Liter Flüssiges, kiloweise Schadstoffe und Umweltgifte, Erreger und Bakterien reisen während eines 75-jährigen Lebens durch den Darm. Trotzdem wird das Organ viel zu wenig beachtet. Fakt aber ist, das unser Immunsystem und Stoffwechsel sehr eng mit dem Zustand des Darms verknüpft sind. Entsprechend können Infekte, Allergien, Schlafstörungen, Depressionen oder Gelenkbeschwerden ihre Ursache im Darm haben.


2006 mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis ausgezeichnet: Klaus-Dietrich Runow

Das neue Buch "Der Darm denkt mit. Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen" möchte besonders die Fernwirkung des Darms auf unser zentrales Nervensystem, das Gehirn, beleuchten und mögliche pathophysiologische Erklärungen für viele chronische Erkrankungen liefern, deren Ursachen bislang unbekannt waren.

Autor ist Klaus-Dietrich Runow. Der Umweltmediziner, Jahrgang 1955, behandelt seit über 25 Jahren Patienten mit Allergien und ausgeprägten Überempfindlichkeitsreaktionen auf Chemikalien. Mit seinem 1989 erbauten, ersten Institut für Umweltkrankheiten (IFU) ist er einer der Pioniere der Umweltmedizin in Deutschland.

Das Buch gibt Antworten auf folgende 10 Fragen:
1. Gibt es tatsächlich eine Darm-Hirn-Verbindung?
2. Können Gifte und Nahrungsmittel vom Darm direkt ins Gehirn gelangen?
3. Wodurch entsteht eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (Leaky Gut)?
4. Können Nahrungsmittel und Zusatzstoffe Depressionen, Autismus, Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen (ADHS) oder auch Geisteskrankheiten verursachen?
5. Können Probleme im Magen-Darm-Trakt für meine chronischen Entzündungen verantwortlich sein?
6. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Schilddrüsen- und Gelenkerkrankungen?
7. Welche körpereigenen Substanzen, Probiotika (freundliche Darmbakterien) und Nährstoffe können die Darmökologie verbessern?
8. Können pflanzliche Stoffe wie Oregano, Knoblauch und Brokkoli antibiotisch wirken und die Entgiftung fördern?
9. Welche neuen umweltmedizinischen Untersuchungsmethoden können für mich hilfreich sein?
10. Welche Vorteile gegenüber herkömmlichen Untersuchungen bieten die neuen genetischen Stuhltests bei der Auffindung von schädlichen Bakterien, Pilzen und Parasiten?

Klaus-Dietrich Runow: Der Darm denkt mit. Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen, Sachbuch, 176 Seiten, 15 s/w Abbildungen, Südwest Verlag, München 2011, 14,99 €