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In Amerika geht man nicht zu Kaufhof oder Karstadt, sondern zu Target (Bild: j.reed / flickr / by-sa 2.0)

US-Sängerin Lady Gaga zwingt den zweitgrößten Einzelhändler Amerikas dazu, die Unterstützung von Gruppen zu beenden, die sich gegen Homo-Rechte aussprechen.

Die Target Corporation, die mit über 1.700 Geschäften in den USA nur von Walmart übertrumpft wird, ist in den vergangenen Monaten ins Fadenkreuz von Homo-Aktivisten geraten, weil sie homofeindliche Kandidaten im Wahlkampf unterstützt hatte. Besonders kritisiert wurde eine Spende in Höhe von 150.000 US-Dollar an eine Lobbygruppe, die dem republikanischen Gouverneurskandidaten Tom Emmer in Minnesota zugute kam. Emmer gehört zu den größten Homo-Gegnern in den USA. Er hat die Wahl im November 2010 mit nur 0,4 Prozent Rückstand gegen seinen demokratischen Widersacher verloren.

Mehrere Homo-Gruppen riefen deshalb schon seit längerem zum Boykott des in Minnesota ansässigen Konzerns auf. Diese Woche vollzieht das Kaufhaus nun eine Kehrtwendung, weil sich Lady Gaga als neue Target-Werbepartnerin über die Praxis beschwert hatte.

Lady Gaga: Harte Verhandlungen


Lady Gaga (hier bei einer Demo für Homo-Rechte in Washington)

Die 24-jährige Sängerin, die in Targets Läden eine Sonderedition ihrer neuen CD "Born That Way" herausbringen wird, forderte für ihr Engagement eine homofreundlichere Spendenpraxis. Target hat daraufhin beschlossen, Kandidaten mit homophober Agenda keine Spenden mehr zukommen zu lassen. Statt dessen sollen Homo-Gruppen unterstützt werden. Für 2011 versprach der Konzern Zuwendungen in Höhe von 500.000 Dollar an schwul-lesbische Organisationen. Insgesamt hat Target dieses Jahr ein Budget von 156 Millionen Dollar für Spenden an gemeinnützige Vereine.

"Das war eine der härtesten geschäftlichen Verhandlungen, die ich je geführt habe", erklärte Lady Gaga nach der Einigung. "Als Teil der Vereinbarung muss sich Target mit schwul-lesbischen Gruppen solidarisieren und Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen." Sie mache die Geschäftsbeziehungen mit dem Einzelhändler von diesem Punkt abhängig.

In einer Pressemitteilung hat Target bereits sein Bedauern über die bisherige Spendenpraxis zum Ausdruck gebracht. Der Konzern mit einem Umsatz von jährlich 65 Milliarden Dollar versprach, in Zukunft "rücksichtsvoller" mit seiner Verantwortung umzugehen. (dk)



#1 Frankyboy
  • 22.02.2011, 14:16h
  • Man(n) kann sagen was man will, aber sie setzt sich wenigstens für uns ein.

    Ich mag sie immer mehr... :-)
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#2 Gaga lo vultAnonym
  • 22.02.2011, 14:24h
  • "Statt dessen sollen Homo-Gruppen unterstützt werden.

    Für 2011 versprach der Konzern Zuwendungen in Höhe von 500.000 Dollar an schwul-lesbische Organisationen. "

    Ein guter Anfang.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.02.2011, 15:01h
  • Da muß Lady Gaga erst ein Machtwort sprechen, damit einer der größten US-Kaufhausketten für Schwule endlich zum Einkaufsparadies wird! Die Aktion von Lady Gaga war super!
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#4 anonymusAnonym
  • 22.02.2011, 15:14h
  • ... und wenn sie nicht mehr gefragt ist, wenn sie keinen Erfolg mehr hat und ein anderer kommt des Weges der oder die genauso erfolgreich ist wie jetzt Lady Gaga aber wieder eine konträre Einstellung hat, dann wird diese Kette flugs wieder "Fehler" einräumen und "Wiedergutmachungen" leisten.
    Das sind doch im wahrsten und schlimmsen Sinne des Wortes Hurensöhne u. Töchter ...
    Das erinnert mich an das Motzstraßenfest in häppy häppy Berlin. Was da für Standmieten verlangt werden ist teilweise "kurz vor kriminell" während Selbsthilfeprojekte wie Cafe Posithiv die ja auch Teil der Community sind kaum ´ne Chance haben bzw. nur mit der BAH zusammen dort sein können.
    Mein Wert und meine Daseinsberechtigung hängt also ab von ... aktuell erfolgreichen Künstlern die Millionen scheffeln ...
    nääh danke - auch wenn der eine oder andere Song von ihr ganz nett ist ...
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#5 act localAnonym
#6 FloAnonym
  • 22.02.2011, 17:22h

  • Gaga schnippt mit dem Finger und die Werbepartner haben gar keine andere Wahl, sich ihren Forderungen zu beugen. An der Frau hängt mittlerweile zu viel.

    Bravo, Gaga und vielen Dank! Weiter so.
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#7 Der andere FloAnonym
#8 MartinGay
  • 22.02.2011, 19:21h
  • Lady GaGa ist eine großartige Künstlerin. Ich mag ihre Musik, ihre ausgefallenen Outfits und ich finde es richtig Klasse, dass sie sich für Homo-Rechte einsetzt. Ich liebe ihr soziales Engagement und ihre Musik.
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#9 Nyggy
#10 jojoAnonym
  • 23.02.2011, 10:35h
  • ich spiele mal wieder die spaßbremse.

    1/2 mio bei insgesamt 156 mio sind jetzt rein prozentual auch nicht soooo viel...

    und eine andere frage sei auch erlaubt: um welche beträge geht es wohl bei der zusammenarbeit zwischen target und frau gaga?
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