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Zwei Polizisten in Kaiserlautern: Homosexuelle Kollegen haben nun endlich einen Ansprechpartner (Bild: U.S. Air Force by Airman 1st Class Caleb Pierce)

Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) bestellt Roland Kohn zum Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Polizei.

Von Carsten Weidemann

Die Berliner Polizei machte 1990 den Anfang und richtete als erste Behörde den Posten des "Ansprechpartners für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ein, der fünf Jahre lang mit dem bundesweit bekannten Kriminalhauptkommissar Heinz Uth besetzt war. Über zwanzig Jahre später folgt nun auch Rheinland-Pfalz: Nur wenige Monate vor den Landtagswahlen bestellte Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) den Ersten Polizeihauptkommissar Roland Kohn vom Wasserschutzpolizeiamt zum Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Polizei in dem Bundesland im Südwesten.

Vorausgegangen war der Abschluss einer Dienstvereinbarung mit dem Hauptpersonalrat Polizei. "Bereits im März 2009 haben wir mit einer Erklärung den Weg für ein Arbeitsumfeld in der Polizei geschaffen, das frei von Vorurteilen ist", heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Politikers. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von Geschlecht Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Mit der Einrichtung der Ansprechstelle beschreiten wir diesen Weg konsequent weiter", so Innenminister Bruch. Roland Kohn stehe den Mitarbeitern als Ansprechpartner bei allen innerdienstlichen Problemen zur Verfügung, die mit ihrer sexuellen Orientierung zu tun haben.


Im Jahr 2009 trafen sich erstmals 37 Ansprechpartner der Polizei für Schwule und Lesben aus verschiedenen Städten und Bundesländern in Berlin (Bild: Polizei Berlin)

Der Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) fordert seit langem die Schaffung von Ansprechpartnern für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Polizei in allen Bundesländern. "Die Ansprechpartner haben die wichtige Aufgabe, Vertrauen zu schaffen, sowohl bei den Gewaltopfern, aber auch bei unseren lesbischen und schwulen Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht trauen sich zu outen, weil sie befürchten, Mobbingopfer ihrer eigenen heterosexuellen Kolleginnen und Kollegen zu werden", erklärte VelsPol-Bundesvorstand Maik Exner-Lamnek.

In einer Reaktion freute sich VelsPol auf die Zusammenarbeit mit Roland Kohn, hatte aber auch eine konkrete Forderung: "Wir wünschen uns, dass der Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen hier mit den verschiedenen Projekten und Initiativen der Aufklärung, Beratung und Opferhilfe für Lesben, Schwule und transidentische Menschen in Kontakt tritt und zusammenarbeitet", sagte Vorstandsmitglied Marco Klingberg: "Nur so kann Vertrauen aufgebaut werden."

Bundesweit gibt es derzeit rund 40 Ansprechpartner für Schwule und Lesben bei den Landespolizeien, der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt. Auf Einladung des Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch und mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung trafen sich die meisten Kollegen im April 2009 erstmals zu einem Arbeitstreffen in der Hauptstadt. Schwerpunkte waren die Bestandsaufnahme in den Bundesländern und die Erarbeitung eines einheitlichen Konzeptes für die Stelle eines Ansprechpartners.

Der neue "Homo-Polizist" in Rheinland-Pfalz, Roland Kohn, übt die Funktion nur im Nebenamt aus. Über die Telefonnummer (06131) 65-8020 ist er zu den normalen Bürozeiten erreichbar.



#1 FloAnonym
  • 23.02.2011, 11:55h
  • Die guten Nachrichten kommen immer von SPD, Grünen oder Linkspartei, während die Diskriminierungen, Lügen und Betrügereien immer von Union und FDP kommen.

    Das muss doch langsam den Wählern auffallen.
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#2 goddamn. liberalAnonym
  • 23.02.2011, 12:21h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Aaaber....

    Vielleicht wollen viele Wähler ja aber auch von Edel- und Lebemännern verarscht werden...

    Von denen, die sich einfach mal so rausnehmen, was wir uns wie uns nie zu trauen wagten...

    Guttenberg ist unser Berlusconi!!!
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#3 fussnoteAnonym
#4 VolumeProProfil
  • 23.02.2011, 13:40hMönchengladbach
  • Eine sehr gute Enwicklung, die sich da vollzieht.

    Auch ist das ein Zeichen für die Modernisierung des Öffentlichen Dienstes.
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#5 alexander
#6 RabaukeAnonym
  • 24.02.2011, 11:55h
  • Ahhhh jaaa, richtig!!! Es ist ja mal wieder eine Wahl zu "schlagen". Hört, hört, "liebe" Wählerinnen und Wähler!!! Gebt fein Acht!!! Vor den Wahlen wird vieles "mitgemacht".
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