Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13744

Welche Sehnsüchte, Klischees und Projektionen treiben den Regisseur und viele andere nach Kuba?

Jetzt auf DVD: Christians Liffers heimlich gefilmte Doku "Kuba und die Nacht - zwei Heimatländer".

Von Carsten Weidemann

Kuba und die Kubaner faszinieren seit langem schwule Männer aus Europa - trotz Unterdrückung und Verfolgung unter Fidel Castro. Der deutsche Regisseur Christian Liffers wollte wissen, wie Homosexuelle wirklich auf der sozialistischen Insel leben - und drehte einen spannenden Dokumentarfilm über die Entdeckung von Poesie, Liebe und Sehnsucht in einem System von Unterdrückung und Diskriminierung.

Auf zwei Recherchereisen begab sich Liffers 2004 und 2005 auf Spurensuche nach Kuba. Im Gepäck: Gedichte und Prosatexte des einst verfolgten kubanischen Autors Reinaldo Arenas. Texte, die die Sehnsucht nach Liebe, nach sexueller Entgrenztheit und die stolze unbeugsame Haltung im Kampf gegen Diskriminierung beschreiben. Christian Liffers fragte sich: Sind diese Sehnsüchte, sind diese Haltungen im heutigen Kuba noch zu finden? Und welche Sehnsüchte, Klischees und Projektionen treiben den Regisseur und viele andere nach Kuba?

Die Aufnahmen entstanden heimlich und ohne offizielle Drehgenehmigung. Hinzu kommt: Es gibt in ganz Kuba und selbst in der 3-Millionen-Stadt Havanna keine schwule Szene nach westlichem Vorbild. Es hat sich jedoch ein System von versteckten Treffpunkten ausgebildet. Dabei spielen vor allem die "fiestas particulares", privat organisierte Partys, eine wichtige Rolle, bei denen sich bis zu 300 Personen in Gärten privater Villen in den Vororten Havannas zu ausgelassenen Festen treffen - Christian Liffers war dabei. Daneben ist der sechs Kilometer lange Malecón, die Uferpromenade Havannas, wichtigster und zentraler Treffpunkt bei Nacht.

Gedichte und Prosatexte von Reinaldo Arenas sind der rote Faden der Dokumentation. Sie bilden die Bezugspunkte für die Protagonisten und ihre persönlichen Geschichten des heutigen Kuba. Insgesamt sechs Männer aus unterschiedlichen Zusammenhängen und unterschiedlichen Altersgruppen beschreiben ihr Leben, ihr Leid, ihre Sehnsüchte und ihre Freuden im heutigen Kuba.

Sechs queere Kubaner sprechen über Leben, Leid und Sehnsüchte

Allen gemeinsam ist ihre Homosexualität (mit Ausnahme der Transsexuellen Isabel) und ihre tägliche Auseinandersetzung mit der Ausgrenzung von Seiten der kubanischen Machismo-Gesellschaft und der kubanischen Regierung. Die sechs Männer unterscheiden sich jedoch stark hinsichtlich gesellschaftlicher Stellung und Haltung zum Thema.

Aus 35 Stunden Rohmaterial hat Christian Liffers knapp anderthalb Stunden zusammengeschnitten. Seine beeindruckende Doku ist eine eigene "Low-Budget-Produktion", die von niemandem gefördert wurde. Sämtliche Beteiligten verzichteten auf Gagen und Honorare.

Kuba und die Nacht - zwei Heimatländer. Geschichten von Sehnsucht und Liebe, Stolz und Kampf, Dokumentation, Deutschland 2007, Originaltitel: Dos patrias, Cuba y la noche / Two Homelands, Cuba and the night, Regie: Christian Liffers, Laufzeit: ca. 82 Min., FSK 6, Sprachen: Deutsch, Spanisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch (optional), Pro-Fun Media

Youtube | Offizieller deutscher Trailer


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.02.2011, 10:16h
  • Es wird Zeit, daß Fidel Castro auf Kuba endlich die Macht abgibt, damit Reformen stattfinden können und Homosexualität kein Stigma mehr ist. Es ist überhaupt ein Wunder, daß auf der Karibikinsel Homosexualität legal ist. Gerade in Diktaturen wie China, Nordkorea, Libyen, Venezuela und Iran ist das Leben als Schwuler bzw. Lesbe nicht gerade ein Zuckerschlecken!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Carlos223Anonym
#3 K. LiebknechtAnonym
  • 24.02.2011, 12:52h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Zuckerschlecken

    Der Feind steht im eigenen Land !

    Zucker schlecken....

    "Wegen Millionenbetrugs mit

    gefälschten

    HIV-Medikamenten ermitteln das Bundeskriminalamt (BKA) und mehrere Staatsanwaltschaften gegen Pharmagroßhändler. Eine BKA-Sprecherin bestätigte am Donnerstag in Wiesbaden einen entsprechenden Bericht von NDR Info. Mehrere Pharmagroßhändler sollen danach in großem Stil subventionierte HIV-Medikamente, die für Patienten in Afrika bestimmt waren, illegal nach Deutschland gebracht und hier mit großem Gewinn verkauft haben."

    www.stern.de/news2/aktuell/bka-und-justiz-ermitteln-wegen-mi
    llionenbetrugs-mit-hiv-medikamenten-1657333.html


    "..Eine rund 1.200 Mann starke medizinische Truppe ausgerechnet aus Kuba hat bis zu 40 Prozent aller Cholera-Kranken versorgt - und das vor allem in den abgelegenen Regionen der Insel..." (ORF, 26.12.2010)

    Mittlerweile über 4500 Cholera-Tote in Haiti.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 REINIBEARProfil
  • 24.02.2011, 16:57hFrankfurt
  • also bevor wieder alle "Fachleute" hier ihren Senf dazu abgeben:

    Wir werden uns den Film erstmal anschauen.
    Mein Lebenspartner ist vor 10 Jahren aus Kuba gekommen..

    Keiner der das Land nicht gut kennt oder dort gelebt hat, kann beurteilen, was da abgeht..
    auch gegenüber Schwulen... Trotz F. Castros Äußerung im Oliver Stone Film "Comandate".
    Das sein Bruder schwul ist, wissen die Kubaner - wir nicht.

    In Deutschland bekommen Kubaner generell kein
    Asyl- "ist ja ein recht freies Land, und nimmt selbst Asylanten aus" deshalb wird mal einfach abgelehnt und muss in Duldung leben...
    (infos. www.Proasyl.de )

    Also hier sind wir in bestimmten Dingen nicht weiter als in Kuba zum Beispiel.. Frau Merkel sei Dank....
  • Antworten » | Direktlink »
#5 HintergrundAnonym
#6 SpielerAnonym
#7 AgnostikerbaerAnonym