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Ausschnitt aus dem Bericht

Eien regionale indische Nachrichtensendung hat über die "grassierende Gay Culture in Hyderabad" berichtet - und damit Schwule geoutet. Der Sender zeigte sowohl heimlich gefilmte Szenen aus einem Tanz-Club als auch Bilder aus Gayromeo-Profilen. Verpixelt wurden in dem Film nur die Geschlechtsteile.

Die "investigative" Reportage berichtet, wie über 6.500 Personen aus der Region ein Profil bei planetromeo.com hätten und damit dieser "Gay-Kultur zum Opfer" fielen. Zu sehen ist, wie ein Reporter nach einer Kontaktaufnahme über das Netzwerk telefonischen Kontakt zu zwei Männern aufnimmt, um sie bloßzustellen. So wird ein "Student, der auf dem Campus der JNTU Universität" lebt, in ein Gespräch über sexuelle Vorlieben verwickelt. Eine andere Person arbeite in einer "bekannten Softwarefirma" und lebe in Miyapur, wird berichtet. Die ganze Zeit über ist ihr Probilbild samt Gesicht abgebildet.

Eine Menge von Männern würden "Sklaven eines Lifestyles" werden, der gegen die Natur sei, erzählt die Reporterin weiter, damit würden sich die Personen erpressbar machen. Zuletzt wird ein User mit Bild vorgestellt, der als Gelegenheitsjobs die anderen Männer angeblich erpressen soll.

Sechs Minuten über Gayromeo


Ausschnitt aus dem Bericht (Pixel von Queer.de)

Der Sechs-Minuten-Beitrag hat für Empörung in Indien gesorgt, wo Homosexualität längst nicht mehr strafbar ist. Die indische Homo-Webseite gaysi forderte ihre Nutzer auf, sich beim Sender zu beschweren. TV9 solle das Video von seinem Account bei Youtube entfernen (was getan wurde, es taucht aber immer wieder im Netz auf). Zudem solle sich der Sender öffentlich erklären und seine Mitarbeiter über Homosexualität aufklären. TV9 solle sich zudem an Verfassung, Gesetze und Senderichtlinien halten.

Der Sender NDTV berichtet, ein junger Mann, der in dem TV-Beitrag zu sehen war, habe versucht, sich das Leben zu nehmen. Seine Eltern könnten den TV-Beitrag gesehen haben. (nb)



#1 daVinci6667
  • 24.02.2011, 18:27h

  • Einem TV-Sender der absichtlich und vorsätzlich die Profile dieser User veröffentlicht und so Selbstmorde und Gewalttate provoziert gehört die Sendelizenz entzogen und natürlich angeklagt!
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#2 MatainaAnonym
  • 24.02.2011, 18:58h
  • Na, gut finde ich das natürlich auch nicht. Andererseits ist es die allerbeste Werbung für Gayromeo - wahrscheinlich werden dort in nächster Zeit aber nur noch kopflose oder verpixelte Mitglieder zu sehen sein. Doch insgesamt ist der Fortschritt, wenn ihn man denn so nennen will, nicht aufzuhalten.

    Das Problem ist allerdings kein spezifisch indisches: jeder, der sich wie auch immer im Internet präsentiert muss davon ausgehen, dass andere Leute dies mitlesen - aus welchen Gründen auch immer. Bei uns ist es meist ein wirtschaftliches Interesse - oder wieso bekomme ich plötzlich ständig Autowerbung bei Facebook und Co. wenn ich mich mal via Google bei Autoscout24 eingeloggt habe, um mich nach Autos umzusehen???

    Das war früher die rosa Listen waren, sind heute die "pink profiles", die von dir angelegt werden. Mit jedem Click erweiterst du dein Online-Profil und woher willst du wissen, dass das nicht irgendwann auch mal gegen dich verwandt wird. Nur subtiler und manipulativer!

    Aber zuviel Angst hab ich auch nicht davor. Solange du registrierst, was da passiert und solange ich mich zur Wehr setzen kann, lebe ich mein Online-Leben erst mal einigermassen unbeschwert. Und wenns mal hart auf hart kommen sollte, dann kann man immer noch abtauchen. Doch davon sind wir zum Glück meilenweit entfernt.
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#3 Albaboy
#4 Nyggy
  • 25.02.2011, 07:35h
  • Antwort auf #2 von Mataina
  • Das sehe ich genauso.
    Sobald man sich auf Netzwerken, egal welcher Art, registriert, muss man damit rechnen, dass nicht nur Community-Mitglieder das Profil sehen, sondern dass theoretisch jeder auf der Welt Zugang dazu hat.
    Schade, dass das auch gegen einen verwendet werden kann, doch leider tickt die Menschheit nun mal so. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren und wirklich nur das von sich preisgeben, was man auch im "normalen" Leben rauslassen würde.

    Was natürlich nicht heißt, dass diejenigen, die solche Aktionen starten wie diese indische Nachrichtensendung, sich von jeglicher Verantwortung freisprechen können. Nur weil ein User sich im www aufhält, heißt das noch lange nicht, dass man mit ihm alles machen kann, nur um seine Quote zu erfüllen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.02.2011, 09:46h
  • Ich hoffe, daß der Sender mit Beschwerden nur so zugeschüttet wird! Medienfreiheit hin und her, das von TV9 geht jedoch entschieden zu weit!
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#6 FloAnonym
#7 ClockedAnonym
  • 25.02.2011, 11:47h
  • Auch in Deutschland sollte sich überlegen ob es sinnvoll ist alles, inklusive Nacktbilder, von sich preis zu geben.
    Es gibt Personalabteilungen die bei neuen Mitarbeitern fleißig das Internet durchstöbern. Bilder auf denen man vollbesoffen bei einer Party, nackt mit erigiertem Schwanz oder beim Sex zu sehen ist kommen bei den meisten Chefs nicht gut an. Die Firma hat ihren Ruf zu verlieren.
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#8 schwulenaktivist
  • 25.02.2011, 11:49h
  • Antwort auf #3 von Albaboy
  • @Albaboy: Das Schweizer fernsehen hat niemanden über Gayromeo geotet. Es handelt sich da um eine seriöse Reportage über balkanische schwule Männer. Ihnen wurde in dem Beitrag auch die Anonymität gewährt! In dem Beitrag aus der Balkanszene waren einige Männer zu sehen, aber sie tanzten neben anderen Frauen, nicht solche die als Schwule bezeichnet worden sind.
    Die Journalisten vom Schweizer Fernsehen wissen, dass sie das nicht tun dürfen!! Also bitte nicht alles durcheinander bringen!
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#9 Albaboy
#10 Sunbear
  • 27.02.2011, 09:32h
  • Also merkt Euch alle die im Internet sind:

    "Jeder kann jedes lesen und kopieren. Das ist kein privater Raum. Also überlegt Euch was ihr veröffentlicht!!!!!"

    Das kann man nicht oft genug sagen!
    Also seid wachsam und vorsichtig.

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