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Wicket-Keeper Steven Davies ist der erste offen schwule Cricket-Profi

Mit dem Engländer Steven Davies hat sich erstmals ein Cricket-Profi als schwul geoutet - mit der Unterstützung seines Trainers und seiner Teamkollegen.

Der 24-jährige Nationalspieler erklärte in einem Interview mit dem "Daily Telegraph" (Montagsausgabe), dass er nicht länger bei Fragen zu seinem Privatleben lügen wolle. "Das ist etwas, mit dem ich eine lange Zeit gelebt habe. Obwohl ich denke, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, bin ich sehr nervös", so Davies. "Das ist die größte Entscheidung, die ich treffen musste - und bei weitem die schwerste. Sogar schwerer als gegen [den australischen Cricketspieler] Brett Lee anzutreten."

Davies, der für den Surrey County Cricket Club und seit 2009 für die Nationalmannschaft spielt, hatte seiner Familie bereits vor fünf Jahren von seiner Homosexualität erzählt. Er habe aber sehr unter seinem Doppelleben gelitten, so Davies in seinem Interview. Vergangenen Monat offenbarte er sich dann dem Coach der englischen Nationalmannschaft, Andy Flower, vor einem Länderspiel in Australien. Flower sicherte ihm volle Unterstützung zu. Gemeinsam mit dem Mannschaftskapitän Andrew Strauss informierte der Trainer das gesamte Team: "Ich bin den Beiden etwas schuldig. Sie standen zu 100 Prozent hinter mir und haben mir das Gefühl gegeben, dass alles in Ordnung ist", sagte Davies.

Seltenes Coming-out

Cricket ist vor allem in Ländern des Commonwealth populär. In Großbritannien gilt das auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Spiel nach Fußball und Rugby als drittbeliebtester Sport.

Ein Coming-out in Mannschaftssportarten ist unter männlichen noch aktiven Sportlern äußerst selten. Davies erklärte, die Offenheit des walisischen Rugby-Spielers Gareth Thomas habe ihm den Mut gegeben, sich zu öffnen. Thomas hat 2009 im Alter von 35 Jahren erstmals über seine Homosexualität gesprochen (queer.de berichtete). Als abschreckendes Beispiel gilt dagegen das Coming-out des Fußballers Justin Fashanu im Jahre 1990. Einst als Hoffnungsträger gefeiert, beendete das Coming-out praktisch seine Karriere. 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Seither hat sich in Europa kein weiterer Profifußballer mehr geoutet. (dk)

Youtube | Steven Davies zu Englands Chancen im Cricket (Januar 2011)


#1 XDAAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.02.2011, 15:17h
  • Dieser Mann hat viel Mut bewiesen und wünsche ihm noch viel Erfolg in seiner aktiven Laufbahn!

    Ohne Schirmmütze sieht er viel süßer aus!
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#3 Leo20mal6Anonym
#4 FloAnonym
#5 UlliBerlinAnonym
  • 28.02.2011, 19:59h
  • Antwort auf #3 von Leo20mal6
  • klar das du als bisexueller, der es in diesem forum nicht satt wird zu betonen das er mehr den frauen zugetan ist und männer nur für geilen sex zwischendurch will, die teils schwierigen coming out situationen schwuler männer ins lächerliche ziehst.
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#6 Leo20mal6Anonym
#7 VolumeProProfil
  • 01.03.2011, 08:38hMönchengladbach
  • Da Cricket in England sehr populär ist, kann das für die Jugend auch ein wenig helfen, mit dem Thema unbefangener umzugehen.

    Aber die Berichterstattung finde ich etwas übertrieben, denn CNN International hat direkt nach den Berichten über Libyen darüber berichtet. Finde das etwas aufgebauscht.
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 01.03.2011, 11:02h
  • Antwort auf #7 von VolumePro
  • Also ich finde das auch gut und dies freut mich.

    ---
    Mir fällt auf, dass es längst viele geoutete schwule Profisportler in Einzelsportarten (Tennis, Golf, Turmspringen, Eiskunstlauf, Schwimmen, Radsport, Reiten) gibt; gerade aber bei Mannschaftssportarten gibt es das aber nicht so oft im Profibereich.

    Es scheint anscheinend leichter zu sein, sich als homosexueller Einzelsportler zu outen und dort erfolgreich zu sein, als dies bei Mannschaftssportlern der Fall ist.

    Oder liegt es daran, dass sich homosexuelle Menschen in Einzelsportarten sicherer und wohler fühlen als in einer Mannschaftssportart ?
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#9 VolumeProProfil
#10 XDAAnonym