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Der Fürst hatte bereits in einer evangelikalen Zeitschrift zum Widerstand gegen die Öffnung der Kirche gegenüber Schwulen und Lesben aufgerufen. (Bild: Screenshot)

Albrecht Fürst zu Castell-Castell spricht Schwulen generell die Befähigung ab, als evangelische Pfarrer zu arbeiten.

Im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" erklärte der Chef des ältesten protestantischen Adelsgeschlechts in Bayern, dass ein "praktizierender Homo" niemals "Hirte" im Pfarrhaus sein könnte: "Stellen Sie sich vor, ein Homopaar im Pfarrhaus gibt Konfirmandenunterricht, Lebenskunde, spricht mit verlobten oder verliebten Paaren. Das geht nicht", so Castell-Castell. Der 85-Jährige ist Zeit seines Lebens in der evangelischen Kirche aktiv und durfte früher als Patronatsherr sogar Pfarrer auswählen - oder ablehnen.

Castell-Castell hatte bereits zuvor die Entscheidung der bayerischen Landeskirche kritisiert, gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Pfarrhaus anzuerkennen. Gegen Homosexualität in seiner Kirche kündigte er "Widerstand wie im Dritten Reich" an - als Vorbild für die homofreie Kirche nannte er die Hitler-Gegner der Bekennenden Kirche (queer.de berichtete).

Im neuen Interview bezeichnete der Fürst diesen Vergleich als "unvorsichtig gefundene Formulierung", die Lage sei aber heute sehr ernst. Er erkenne zwar an, dass die bayerischen Protestanten beim Leitbild der (heterosexuellen) Ehe blieben. Allerdings sei das nicht konsequent: Die Kirche "stellt dieses Leitbild hin und lebt etwas anderes", kritisiert der Unternehmer, der vor allem im Bankensektor 300 Menschen beschäftigt.

Fürst wirbt für Homo-"Heilung"

Der überzeugte Christ wiederholte auch die Ansicht, dass Schwule und Lesben von ihrer Homosexualität "geheilt" werden können. So habe die Offensive Junger Christen - ein seelsorgerischer Fachverband innerhalb der evangelischen Kirche - Erfahrungen mit der Heterosexualisierung von Schwulen und Lesben gesammelt. Er verschweigt, dass Psychologenverbände weltweit die "Heilung" von Homosexuellen kritisieren, weil die Konversionstherapie vor allem junge Menschen in den Selbstmord treibt.

Nicht nur mit Schwulen an der Spitze von Kirchengemeinden hat der Fürst Probleme, auch Frauen als Bischöfinnen seien eine Fehlentwicklung, gerade in "Not-, Kriegs- und Gefahrenzeiten": "Wir dürfen es einer Frau nicht zumuten, sich im Ernstfall vor die Gemeinde zu stellen und ihre Kinder verlassen zu müssen." Die Geschlechterrollen sieht der Fürst klar verteilt: "Der Mann ist für den Kampf, für den Broterwerb geschaffen und die Frau ist primär für die Familie geschaffen." (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Nyggy
  • 02.03.2011, 12:57h
  • Antiquierte, menschenverachtende Statements sind gefährlich, nicht Homosexualität!

    Btw:
    Wir kriegen euch alle!!!

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#2 Knueppel
  • 02.03.2011, 13:03h
  • Junge, Junge ..., was weht da für ein bornierter und verstaubter Geist aus den Worten des Fürsten!

    Wie gut, dass (theoretisch) in Deutschland der Adel abgeschafft wurde und seine Privilegien verloren hat (wie gesagt, theoretisch ..., denn Bild-Zeitungsleser sehnen sich scheinbar stark nach Monarchie und Lügenbaronen, wie von und weg Guttenberg )

    Nun, dieser Mann, der ja in einem Alter ist, in dem etwa 85 % der Menschen bereits an Alzheimer oder Demenz leiden, wird uns wohl nicht mehr allzu lange auf die Nerven gehen und seine abstrusen Behauptungen ordne ich ebenfalls als "altersbedingten Starrsinn" ein, der bei mir nur ein hämisches Grinsen verursacht.

    Deshalb erspare ich mir auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit seinen kruden Vorstellungen von Gesellschaft, Partnerschaft und Seelsorge:

    '(...) Nicht nur mit Schwulen an der Spitze von Kirchengemeinde hat der Fürst Probleme, auch Frauen als Bischöfinnen seien eine Fehlentwicklung, gerade in "Not-, Kriegs- und Gefahrenzeiten": "Wir dürfen es einer Frau nicht zumuten, sich im Ernstfall vor die Gemeinde zu stellen und ihre Kinder verlassen zu müssen." Die Geschlechterrollen sieht der Fürst klar verteilt: "Der Mann ist für den Kampf, für den Broterwerb geschaffen und die Frau ist primär für die Familie geschaffen" ...'

    Ansonsten empfehle ich dieses hier:

    www.youtube.com/watch?v=a5F46vNf1rU&feature=player_embedded

    www.youtube.com/watch?v=HpJAucyX7RE&feature=player_embedded
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#3 Timm JohannesAnonym
  • 02.03.2011, 13:11h
  • Antwort auf #1 von Nyggy
  • Jahrgang 1925...

    Mit 85 Jahren ist derin einigen Jahren schon verschwunden; er gehört halt zu den letzten Restbeständen der nationalsozialistischen Prägung in Deutschland, denn 1945 war der Mann bereits 20 Jahre alt.

    Viel Einfluss hat er gottseidank aber nicht mehr. Er gehört halt zur Fraktion Endstufe im Altenheim.
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#4 Kristian
  • 02.03.2011, 13:12h
  • Diese Rückständigkeit, die man in letzter Zeit meistens in konservativen Kreisen beobachten muss, bedrückt mich. Ob diese Leute wohl irgendwann begreifen werden wie unmenschlich und moralisch falsch ihr Denken und Handeln ist?
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#5 Iceman
  • 02.03.2011, 13:30h
  • Och nee.. net schon wieder der alte S...
    der geht einem einfach nur auf den Zeiger..

    Genau wie die Zeitungen, die ihm immer wieder gerne die Möglichkeit zu einem Interview geben..
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#6 REINIBEARProfil
  • 02.03.2011, 13:31hFrankfurt
  • ich denke auch, was Durchlaucht da von sich gibt interessiert nur noch die ewig Gestrigen. Die "Kirche" selbst ist da (immerhin ) schon viel weitere. Einige meiner Studienkollegen wohnen längst mit Ihrem "Mann" im Pfarrhaus.. und die Gemeinden lieben sie..
    Im Dritten Reich wäre Castell-Castell bestimmt kein Mitglied der Bekennenden Kirche geworden.
    Und wie unsäglich die damaligen evangl. und kath. Amtkirche versagt hat und ebenfalls den Nazis und ihrem Gedankengut verfallen waren, kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen.

    Die Hetze eines Greisen braucht trotzdem kein Mensch.. - ab in die Gruft..
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#7 Timm JohannesAnonym
  • 02.03.2011, 13:44h
  • Antwort auf #5 von Iceman
  • @Iceman
    Genauso ist es. Der Typ ist ein alter S...

    Warum Zeitungen noch gross von ihm berichten, obgleich er schon über 85 Jahre ist und längst im Altenheim lebt, ist mir allerdings auch ein Rätzel.

    Seine Zeit ist abgelaufen und sein Gedankengut stirbt hoffentlich nunmehr mit der letzten Generation nationalsozialistischer Prägung auch in Deutschland aus. Die Generation nach ihm, die jetzt ins Altenheim wandert (78 bis 85 Jahre), war bereits "nur noch Kind" unter Hitlerzeiten. Immerhin ist der Zweite Weltkrieg mittlerweile gottseidank 66 Jahre vorbei in diesem Jahr.
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#8 maaaaartinAnonym
  • 02.03.2011, 13:58h
  • "Der Mann ist für den Kampf, für den Broterwerb geschaffen und die Frau ist primär für die Familie geschaffen."....

    wow, wo graben die fundis nur immer solche zombies aus? man muss nicht mal 2011-85 rechnen um rauszufinden, wann der durchgeknallte oppa aufgewachsen ist.
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#9 stromboliProfil
  • 02.03.2011, 13:58hberlin
  • Antwort auf #3 von Timm Johannes
  • schatzerl, dein altersheim einsitzender erhebt die selben moralischen ansprüche wie du selbst:
    ("Bewahrung der Schöpfung") so zitierbar aus dem beitrag unseres evangelischen koalitionspropheten und steuergerechtkämpfer.. in:
    Steuer-Gleichstellung nicht auf Karlsruher Agenda
    beitrag #36...
    man sieht, auch (fehlendes) alter schützt vor dummheit nicht !
    Hoffen wir nur, das du den status "endstufe" früh erreichst, um so dem knilch gesellschaft leisten zu können.. politisch bist du ohnehin altersheim!

    vorab seist du mit einem schuh beworfen und als getroffen betrachet!
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#10 FloAnonym
  • 02.03.2011, 14:02h
  • Der schon wieder...

    Übrigens:
    ich habe was gegen "praktizierende Menschenhasser", die Liebe verachten und Hass verbreiten...

    Und hätte er nur ein wenig Ahnung, dann wüsste er, dass die von ihm unterstützte sogenannte "Homo-Heilung" nicht möglich ist. Man kann weder die sexuelle Entwicklung bei Kindern beeinflussen noch die sexuelle Orientierung Erwachsener ändern. Das ist Gehirnwäsche, die schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursacht. Aber genau das will er vermutlich.
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