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Der Abgeordnete Mike Harmon will christlichen Jugendlichen erlauben, über ihre schwulen Mitschüler zu lästern.

Im Parlament von Kentucky wird derzeit über das neue Anti-Mobbing-Gesetz diskutiert - und ob es Christen weiterhin erlaubt sein soll, Homosexuelle aus religiöser Überzeugung mobben zu dürfen.

Das Gesetz, das die Ausschüsse bereits vor einer Woche passiert hat, sieht vor, dass Schüler und Studenten nicht wegen ihrer Religion, ihrer Rasse oder ihrer sexuellen Orientierung schikaniert werden dürfen. Es soll aber nach einem republikanische Vorschlag eine Ausnahmeregelung geben: Religiösen Menschen soll es weiter erlaubt sein, ihr Geringschätzung für Schwule und Lesben auszudrücken, solange dies religiös begründet wird. Der Abgeordnete Mike Harmon, ein Mitglied der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung, sieht nur so das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Religionsfreiheit verwirklicht. Er hat selbst bereits wiederholt erklärt, dass er Homosexuelle für Sünder hält.

"Wenn ein Kind in einem Gespräch sagt: 'Ich denke, Homosexualität ist eine Sünde', sollte dieses Kind nicht dafür bestraft werden, dass es eine bestimmte moralische oder religiöse Überzeugung hat", erklärte Harmon gegenüber dem Fernsehsender WHAS11. Christen dürfte nicht Mobbing vorgeworfen werden, nur weil sie die Bibel zitierten. Die Ausnahmeregelung soll nur für das Merkmal sexuelle Orientierung gelten, nicht für das Merkmal Rasse.

Direktlink | Bericht bei WHAS11

"Ein zynischer Vorschlag"

Politische Gegner Harmons erklärten, dass die Ausnahmeregelung Mobbing gegen Schwule und Lesben geradezu herausfordern würde: "Das ist ein sehr zynischer Vorschlag", sagte die demokratische Abgeordnete Mary Lou Marzian. "Ich frage Mike Harmon: Was würde Jesus tun? Würde er Leute so schikanieren? Ich denke nicht."

Derzeit ist unklar, ob und wie das Gesetz vom Repräsentantenhaus in Frankfort verabschiedet wird.

In den USA gab es in den letzten Monaten immer wieder Berichte über junge Schwule und Lesben, die nach andauerndem Mobbing durch Mitschüler oder Mitstudenten Selbstmord begingen. Daraufhin haben führende Prominente, unter ihnen auch US-Präsident Barack Obama, in Videos jungen Homosexuellen Mut zugesprochen (queer.de berichtete). Christliche Aktivisten haben jedoch davor gewarnt, dass Homo-Aktivisten versuchten, mit Hinweis auf die Selbstmorde eine "Gay-Agenda" an Schulen durchzusetzen (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 nicki122Ehemaliges Profil
#2 Iceman
#3 alexander
  • 03.03.2011, 12:06h
  • was würde jesus tun ??? ist letztlich abwegig !
    keiner kann seine existenz belegen !
    aber das christliche heten, die aufgrund ihres "glaubens",( glauben heisst nicht wissen), mitbürger mobben dürfen, nur weil sie "ungläubig" sind, darauf läuft es hinaus, denn es geht hier nicht nur um homos, sondern um die wegbereitung und ausgrenzung andersdenkender, kann nicht geduldet werden, zeigt es doch schon wieder, den kirchlichen einfluss auf demokratie !
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#4 BurgerBerlinProfil
  • 03.03.2011, 12:12hBerlin
  • Wenn man schon dabei ist, solch seltsame Ansichten zurecht anzuprangern – dann gleich noch drauf aufmerksam machen, dass dies in islamischen Ländern widerlicher Standard ist und zum Teil auch noch mit dem Tode bestraft wird !!
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#5 dummfugAnonym
  • 03.03.2011, 12:45h
  • Eine Ausnahmeregelung? So etwas darf es nicht geben. Dann sollte man doch alle anderen Dinge auch aus der Bibel erlauben. Dann haben wir ganz schnell Sodom und Gomorra.
    Aufruf für die Steinigung aufmüpfiger Kinder; Forderung, Lügnern die Zunge rauszuschneiden, das wäre doch dann alles legal. Gegen so einen Abgeordneten findet sich dann bestimmt auch was. Wenn man nur lange genug sucht und entsprechend interpretiert, wäre dann alles legal.
    Und welche Bibel nehmen wir? Gelten auch andere Bücher? Wie ist es mit dem Koran? Dürfen auch "gläubige" Neonazis aus "Mein Kampf" legale Gründe herauslesen für Mobbing?
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#6 alexander
  • 03.03.2011, 13:20h
  • Antwort auf #5 von dummfug
  • man nehme nur australien, die völlig verwüstete stadt "christ church" !
    was ist hier passiert ? wen hat gott gestraft ???
    wenn man den predigern glauben schenken darf, die schwule für "katrina" in new orleans verantwortlich machen ?

    gott liebt die ungläubigen, denn sie wissen nicht was sie tun !!!!!
    im gegensatz zu den gläubigen ! denn die wissen um ihre schweinereien im zeichen der nächstenliebe, auch die dackel !
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#7 FloAnonym
  • 03.03.2011, 13:31h
  • Das wäre dann exakt die Situation wie hier in Deutschland.

    Hier haben wir auch dank CDU/CSU ein Antidiskriminierungsgesetz, das eine Pervertierung des Namens ist, weil es Kirchen explizit Diskriminierung erlaubt.
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#8 alexander
  • 03.03.2011, 13:41h
  • Antwort auf #7 von Flo
  • aber wehe man beleidigt öffentlich den beelzebub in rom !
    eine kriminelle vereinigung, die auch noch eine lobby hat, unterläuft gesetze wie sie will !
    schau dir nur unsere politker an, im bezug auf den papstbesuch in berlin !
    und sage mir keiner, dass der "heilige stuhl(gang)" nichts von den machenschaften seiner organisation weiss ?????
    ich frage mich jeden tag auf´s neue, wie sich unser gesetzt der trennung von staat und kirche, eigentlich definiert ???
    wird hier permanent gesetz gebrochen ? wissentlich ?
    oder bin ich einfach nur zu blöd ?????
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#9 KaiAnonym
#10 eMANcipation*Anonym
  • 03.03.2011, 13:56h
  • Durchaus passend: Manche Leute kommen sich so "alternativ" vor, dass sie meinen, auch reaktionärsten Positionen, die eklatante Probleme mit einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat erkennen lassen, eine Plattform bieten zu können / zu müssen.

    Und da wird dann schon wieder "Homosexualität" als solche zur Diskussion gestellt, ohne anschließend auch nur mit einem Wort auf das einzugehen, was eigentlich Gegenstand einer politischen Debatte über Schwule und Lesben sein sollte: nämlich die massive staatliche und Diskriminierung, die wir weiterhin erfahren!

    Wenn dann jemand kritisch nachfragt, weshalb in einer angeblich demokratischen Diskussion nicht auch auf dieser Basis diskutiert und argumentiert wurde (sondern Urteile auf Basis der Bibel propagiert werden), bekommt man die Antwort, dass man ja nicht 20 Minuten "über Homosexualität" (sic!) hätte sprechen können.

    Wie man sieht: Auch und gerade dort, wo man es mitunter am wenigsten vermutet, werden reaktionäre, menschenverachtende und -feindliche Positionen wieder salonfähig gemacht und die journalistisch Verantwortlichen ziehen sich mit inhaltsleeren Phrasen aus der Verantwortung!

    vimeo.com/20558989

    ab 07:35 geht's los
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