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Berlins Cruising-Treffpunkt Nummer eins: Löwenbrücke im Großen Tiergarten (Bild: Lienhard Schulz / CC-BY-SA-3.0)

Innerhalb von wenigen Tagen wurden zwei Männer im Großen Tiergarten von Unbekannten zusammengeschlagen und beraubt.

Von Carsten Weidemann

Die Welle von Gewalttaten mit möglicherweise homophoben Hintergrund in Berlin ebbt nicht ab: Am Mittwochabend wurde ein 33 Jahre alter Tourist aus Stendal im bekannten Cruisinggebiet des Berliner Tiergartens überfallen und schwer verletzt.

Drei unbekannte Täter tauchten plötzlich aus der Dunkelheit auf und schlugen dem Stendaler so brutal ins Gesicht, dass er vorübergehend das Bewusstsein verlor. Als er wieder zu sich kam, fehlten seine Tasche mit Mobiltelefon, Personalausweis und EC-Karte. Der Überfallene lief daraufhin zu einer "Burger King"-Filiale und bat dort die Angestellten um Hilfe. Der 33-Jährige wurde mit dem Notwagen in ein Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte einen Kieferbruch feststellten.

Polizei schweigt zu möglicherweise homophobem Hintergrund der Taten

Genau in derselben Gegend des Großen Tiergartens hatte sich bereits am Sonntagabend ein ähnlicher Überfall ereignet. Dabei wurde ein 61 Jahre alter Berliner von diesmal fünf unbekannten Tätern mehrfach geschlagen und getreten. Sie flüchteten mit seiner Laptop-Tasche, die persönliche Unterlagen enthielt.

Zu der Frage, ob die beiden Opfer schwul waren und genau aus diesem Grund überfallen wurden, wollte die Berliner Polizei keine Angaben gaben. Berlins schwules Anti-Gewalt-Projekt "Maneo" hält solche Ermittlungen jedoch für unabdingbar: "Auch, wenn die Tat erst einmal wie ein Raubüberfall aussieht, halten wir es für wichtig, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen immer auch schaut, in welchem Kontext die Tat passiert ist", sagte "Maneo"-Mitarbeiter Rudolf Hampel.

Mögliche weitere Gewalt- und Raubopfer werden gebeten, sich beim schwulen Überfalltelefon unter der Nummer (030) 216 33 36 zu melden.



#1 GeertAnonym
#2 BurgerBerlinProfil
  • 03.03.2011, 17:16hBerlin
  • Man sollte auch unbedingt nachts um 23.30 in LIchtenberg mit der Ubahn fahren - man sollte auch nachts unbedingt im Nollendorfkiez rumlaufen - man sollte auch unbedingt unter den Yorkbrücken spazieren gehen ( ist schon etwas her) geht´s noch, dieses Argument ist ja wohl selten dämlich. Vielleicht sollte sich die Berliner Polizei und Justiz mal überlegen, ob sie nicht entsprechende Strafen verhängt und keine Kuscheljustiz betreibt. Oder die Täter erst Monate später in Gerichtsverhandlungen zu lächerlichen Strafen verurteilt.
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#3 Adrian BorchertAnonym
#4 mezzoAnonym
  • 03.03.2011, 19:03h
  • Kein Familienvater geht doch erst nach Hause und sagt zur werten Gattin: Küsschen, ich geh jetzt cruisen ;-)
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#5 EnyyoAnonym
  • 03.03.2011, 19:10h
  • @1-3
    Meine Güte, Ihr habt Probleme! Es soll Menschen geben, die lange arbeiten und deshalb nach Feierabend noch mit dem Laptop unterwegs sind. Oder nach der Arbeit noch was unternommen haben, bevor sie zum Abschluss des Tages cruisen gehen - riskant ist's natürlich in jedem Fall, schlimm für die Überfallenen aber erst Recht!

    Meine Idee: viele Leute sind doch schon für z.B. CSDs mit Trillerpfeifen ausgestattet - warum diese nicht beim cruisen mit sich führen und im Fall einer Bedrohung pfeifen was die Lungen her geben?

    Vielleicht lassen sich manche Angreifer dadurch schon in die Flucht schlagen bzw. man macht andere Leute in der Gegend auf sich aufmerksam, und mit etwas Glück ist noch jemand unterwegs, der den Mumm hat, dem Opfer zu helfen, bevor die Sache eskaliert...
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 03.03.2011, 19:51h
  • Antwort auf #5 von Enyyo
  • Mich würde einmal interessieren, ob es wieder Täter mit Migrationshintergrund aus dem nordafrikanischen/türkischen Raum oder Nahen Osten waren.

    Aber diese Information wird bekanntlich immer bei solchen Nachrichten gern verschwiegen, damit keine Ausländerressentiments geschürt/bedient werden.

    Wundern würde es mich jedenfalls nicht, wenn es türkische/arabische junge Männer waren, wie so oft bei solchen Vorfällen in unseren Grosstädten. Fast nie sind es Schweden, Norweger, Schweizer, Spanier, Österreicher oder Dänen .... aber das darf man bekanntlich auch hier im Forum bei Queer nicht sagen, da dann sofort unsere linken Atheisten a la alexander/stromboli und Co auf der Matte stehen und einem vorwerfen, man sei ausländerfeindlich;

    und dabei habe ich jede Menge gute Freunde aus den Niederlanden, USA, Schweden und Spanien: sind aber alles Atheisten, Agnostiker oder Christen verschiedener Konfession und halt keine "heilsbringenden Islamisten". Achso ich vergass, ich bin ja gar nicht ausländerfeindlich, sondern ich bin islamophob ....
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#7 FloAnonym
  • 03.03.2011, 20:29h
  • Politik, Polizei und Justiz tun viel zu wenig gegen homophobe Gewalt.

    Wieso auch:
    wenn wir schon per Grundgesetz (Art. 3) Menschen 2. Klasse sind, und Politik und Kirchen uns munter weiter diskriminieren, dann passiert sowas halt.
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#8 LorenProfil
  • 03.03.2011, 21:22hGreifswald
  • Antwort auf #6 von Timm Johannes
  • Falls du dich noch erinnerst. Ist ja gar nicht so lang her:

    www.queer.de/detail.php?article_id=13670

    Was ich damit sagen will: So, wie du deinen Kommentar anlegst und ohne im Artikel geäußerte Hinweise eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe in den Fokus nimmst, spiegelt sich in ihm nach meiner Wahrnehmung in der Tat eine tendenziell islamophobe Grundhaltung, die geeignet ist, den gesellschaftlichen Frieden (so vorhanden) empfindlich zu stören und Menschen ohne Ansehen der Person gegeneinander zu hetzen.
    Jeder Schwule, der geschichtlich einigermaßen bewandert ist, weiß, wo solche Hetze hinführen kann. Schwule gehörten und gehören zu den gesellschaftlichen Gruppen, die Opfer solcher Denkweisen waren und sind und daher m.E. besonders sensibel sein sollten, wenn Menschen nicht als Individuen gesehen und beurteilt, sondern als Angehörige einer Gruppe stigmatisiert und bekämpft werden.

    P.S.
    Es ist ja durchaus leidlich unterhaltsam, wenn user sich aufeinander einschießen und Sachargumente und persönliche Animositäten miteinander vermischen. Ob es von persönlicher Reife und Souveränität zeugt, steht aber auf einem anderen Blatt.
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 03.03.2011, 22:16h
  • @Loren
    Genauso wie Du es formulierst, so habe ich auch schon vor Jahren einmal gedacht.

    Wer nach den Hintergründen solcher Taten fragt oder allgemein einen kritischen Blick auf islamische Einwanderung nach Europa wirft und hinterfragt, der kann nur islamophob sein oder noch schlimmer ist ausländerfeindlich generell.

    Heute mit den Jahren älter geworden und einfach zu viele islamisch geprägte Vorfälle, Angriffe, Atacken, Anschläge und Tote, die durch islamische Menschen verursacht und verübt wurden, habe ich meine liberale Wahrnehmung und Meinung vom Islam ein wenig geändert.

    Wieviele Opfer, angespuckte homosexuelle Menschen, verprügelte schwule Paare, usw. muss man/frau als homosexueller Mann einfach hinnehmen, ohne nicht zu der Auffassung zu gelangen, dass es doch sehr massiv und in Wahrheit mit den Inhalten und Auswirkungen des Islams zu schaffen hat, liebe Loren.

    Ganz so leicht, mache ich es Dir bei dieser offenen Frage nicht; und wie gesagt ich verfüge über viele gute Freunde aus Schweden, Niederlande, USA, Spanien und bin sicherlich nicht ausländerfeindlich und ein sehr liberal eingestellter Mann, der seit Jahrzehnten Bürgerrechtsparteien wie FDP und Grüne wählt und Mitglied im LSVD ist.

    Es ist nicht so leicht in heutiger Zeit, nicht islamophob zu werden: dafür erreichen einen täglich zu viele negative Schlagzeilen von islamischen Attentätern, Jugendbanden, Hassimamen, usw.

    Wo ist die Grenze, wo ich das als liberaler, homosexueller Mann noch unbeantwortet hinnehmen muß ? Und wo ist die Antwort darauf, warum es oftmals islamisch geprägte Täter bei homophoben Taten sind ?

    Was antwortest du der Mutter, dessen homosexueller Sohn von einem Islamisten erschlagen wurde, Loren ?
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#10 gavros