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Für drei Monate darf ein Schwulenhasser nachts nicht mehr auf die Straße

Weil er ein schwules Paar beschimpft hatte, wurde ein Brite von einem Londoner Gericht zu einer Ausgangssperre verurteilt.

Für drei Monate darf Dean Orrow seine Wohnung im Stadtteil King's Cross nicht mehr zwischen 22 und 6 Uhr verlassen, urteilte das Bezirksgericht Stratford bereits am 24. Februar. Außerdem muss er für sechs Monate eine Fußfessel tragen, ein Jahr lang gemeinnützige Arbeit leisten sowie jeweils 100 Pfund (ca. 115 Euro) an das schwule Paar und an das Gericht zahlen.

Das Urteil wurde erst jetzt durch ein Bericht der Islington Gazette bekannt. Demnach hatten Dean Orrow und ein weiterer Mann die beiden Schwulen im Juli des vergangenen Jahres an einer Döner-Bude grundlos belästigt, beschimpft und bedroht. Der Verurteile folgte dem Paar anschließend sogar bis nach Hause, ohne dabei mit den Beleidigungen aufzuhören.

Das schwule Paar gab vor Gericht an, bereits zuvor einmal von Orrow belästigt worden zu sein. Als sie den homophoben Mann zu einem späteren Zeitpunkt zufällig in einem Auto sitzen sahen, fotografierten sie das Nummernschild und zeigten ihn an. Am 13. August 2010 wurde Dean Orrow daraufhin von der Polzei festgenommen.

"Homophobe Beschimpfungen sind heutzutage nicht mehr akzeptabel. Wir nehmen diese Form des Verbrechens sehr ernst", sagte Constable Kevin Johansen von der Polizei in Islington gegenüber der Islington Gazette. (cw)



#1 alexander
#2 CheAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.03.2011, 17:17h
  • Die Strafe geht voll in Ordnung, nur das Bußgeld hätte etwas höher sein können! Dem Typen muß das richtig weh tun!
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#4 SebiAnonym
  • 04.03.2011, 17:18h
  • Sehr gut!

    Es muss endlich klar werden, dass Hassverbrechen nicht mehr geduldet werden.

    Leider ist Deutschland da (wie so oft) extrem rückständig. Wer hier gegen Schwule und Lesben wettert, wird sogar eingeladen vor dem Bundestag seine Propaganda zu verbreiten (Stichwort Papst).

    Und Union und FDP sind immer noch der Meinung, Schwule müssten nicht gleichgestellt werden.
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#5 daVinci6667
  • 04.03.2011, 18:33h

  • Hut ab vor der konsequenten Umsetzung der britischen Antidiskriminierungs-Gesetze! Genau so müsste es überall sein! Langsam mustert sich UK zu einem Vorbild in Sachen GLBT-Rights. Leider fehlt zur Zeit noch die gleichgeschlechtliche Ehe. Aber auch die könnte dort bald Realität werden.

    Ich kann mich noch an Maggy Thatchers Zeiten erinnern. Danals durfte die britische Boulevard-Presse noch straflos ausgesprochen bösartig gegen uns hetzen! Close 28 war damals in Diskussion und offen lebende Schwule haben um die Insel einen Riesenbogen gemacht!
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#6 stromboliProfil
  • 04.03.2011, 19:47hberlin
  • Antwort auf #1 von alexander
  • ja, auch die zusammenfassung verschiedener maßnahmen..
    fussfessel, geldstrafe und die länge der gemeinnützigen arbeit.. ; das überzeugt mich als rechtssprechung .. was anderes als 250,00 € almosen in diesem unseren lande...
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 04.03.2011, 20:26h
  • Diese kreative Kombinations-Strafe dürfte dem Täter mehr wehtun als irgendeine der üblichen 0815-Strafen. Allerdings: Die offenbarte Homophobie deutet auf unterdrückte Homosexualität hin. Deshalb könnte der feige Heuchler den Schmerz zwischen 22 und 06 Uhr im stillen Kämmerlein durch Schwulenpornos-Schauen zu lindern versuchen. Hoffentlich lernt er was dabei.
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#8 sebastian2000Anonym
  • 14.03.2011, 20:51h
  • Finde ich ehrlich gesagt zu krass.

    Ich bin da eher "amerikanisch" eingestellt. Freie Rede, freie Meinungsäußerungen...bei Bedrohung hört es natürlich auf, aber wenn einer sagt: "Schwule sind nicht normal" muss ich das in einer offenen Gesellschaft akzeptieren.

    Bedenkt: Jedes Gesetz kann irgendwann einmal gegen einen selbst verwendet werden, wenn sich Machtverhältnisse ändern.

    Justiz ist nicht fest: Früher wurde man belangt, wenn man keinen Hitlergruss machte, heute wird man belangt, weil man es macht.

    Aus diesem Grund bin ich auch gegen die Wehrpflicht.

    Meiner Meinung nach haben die Insel-Affen echt nen Schatten.

    Sondergesetze, auch der 130er, gehören abgeschafft.

    Den Leuten das klarzumachen ist allerdings schon schwerer.
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