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Lieber nen Neuen oder nochmal den Alten knutschen?

Wann lohnt es sich, die alte Liebe wieder neu aufzufrischen? Happy Together- Die queer.de-Beziehungsserie, Teil 6

Von Carsten Weidmann

Die Taschen sind gepackt, die Tür zum bislang gemeinsamen Heim ist von außen zugezogen. Es ist Aus, endgültig! Beziehungen enden irgendwann, viele zumindest. Mal früher nach ein paar Monaten, mal später nach ein paar Jahrzehnten. Die Gründe dafür sind so vielfältig, wie die zuvor geführten Beziehungsformen. Nach der ersten Phase der Verliebtheit merken die Partner, wie wenig sie im Alltag miteinander verbindet. Nach dem jahrelangen Wandel auf gemeinsamen Pfaden hat man sich von den Interessen her zu weit auseinander entwickelt. Man ist gelangweilt oder genervt von der Zweisamkeit. Manche gehen im Streit, andere haben resigniert.

Was immer auch die Gründe für die Trennung gewesen sein mögen, mit einer Partnerschaft einfach so abzuschließen, das fällt vielen schwer. Doch lohnt es sich, der Beziehung eine zweite Chance zu geben, wo man sich doch bereits offiziell getrennt hat? Wie immer in Beziehungsfragen lautet die Antwort: Das kommt darauf an.

Eines vorab: Ein ernsthafter Neustart ist nicht weniger arbeitsintensiv oder weniger schmerzhaft als eine ernsthafte Trennung. Einfach so wieder zusammenzukommen, weil das Einsam sein dann nicht mehr so wehtut, oder die Kränkung durch das Verlassen werden nicht mehr so das Ego ankratzt, das wird nicht gut gehen. Auf beiden Seiten muss der ernsthafte Wille bestehen und es muss gute Gründe geben, eine verschüttete Beziehung wieder auszugraben. Nur dann kann aus der Krise eine Chance werden, an der Beziehung zu wachsen, statt in ihr zu scheitern.

Fünf Check-Punkte für das Projekt Neustart

1. Soll sich mein Partner in bestimmten Dingen ändern oder will er, dass ich mich in bestimmten Punkten anders verhalte? Vorsicht: Die eigene Persönlichkeit mit ihren speziellen Macken lässt sich kaum umbauen. Beide können nur ihre Toleranz und ihr Verständnis für das "So sein" des anderen ausbauen.

2. Sind die Ansprüche an die Beziehung realistisch? Eine Partnerschaft ist etwas hoch Dynamisches. Die Absprachen und Übereinkünfte von gestern müssen deshalb von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand und nötigenfalls neu definiert werden.

3. Vorwürfe helfen nicht weiter, wenn man sich darüber klar werden will, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Wesentlich besser ist es, seine eigenen Bedürfnisse zu formulieren: "Ich würde gern mehr Zeit mit dir verbringen."

4. Wie viele Zugeständnisse machst du, um den Partner an dich zu binden? Wer seine eigene Persönlichkeit verschüttet, nur um es dem Partner vermeintlich Recht zu machen, der geht bereits zu viele Kompromisse ein. Die eigenen Freiräume aber auch die des Anderen müssen gewahrt bleiben, damit die Beziehung nicht die eigene Persönlichkeit erstickt.

5. Wenn der Neustart nicht gelingen will, ist es keine Schande. Wenn das zuvor erwähnte ernsthafte Bestreben vorhanden und für beide spürbar war, dann kann es keinen "Schuldigen" geben. Es gibt manchmal einfach auch gute Gründe, eine Beziehung nicht weiterzuführen.

Die Entspannung nach dem Aus

Übrigens: Paare, die sich einvernehmlich getrennt haben, berichten häufig von dem erstaunlichen Phänomen, dass sie sich auf einmal mit dem Ex wesentlich besser verstehen als all die Monate zuvor.

Diese Entspannung nach dem Aus hängt vor allem damit zusammen, dass die Entscheidung zur Trennung viel Druck rausnimmt. Man muss nicht mehr um Positionen streiten, Erwartungshaltungen an den Anderen sind weg. Man fühlt sich freier, ungebundener eben. All das nährt ebenfalls den Wunsch, es noch einmal zu versuchen. Die neue Harmonie sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vorher Probleme im Miteinander gegeben hat, die noch aufzuarbeiten sind.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.03.2011, 10:00h
  • Wie war das noch "Kein Sex mit dem Ex"? Könnte aber heute überholt sein, denn bei den Heten gibt es das ja auch! Dennoch dürfte es nur sehr wenige geben, die in ihre(n) Expartner(in) noch verliebt sind und wieder zurückhaben wollen.
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