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Finden die Liedzeile "Don´t be a drag" beleidigend: Travestie-Stars Raquel Redd, Detox Icunt und Ms. Luna

Mit ihrem neuen Hit "Born This Way" hat sich die US-Sängerin auch Feinde in der Szene gemacht.

Von Carsten Weidemann

Sie setzt sich ein für Homorechte, wird von Schwulen, Lesben und Trans.Personen in aller Welt abgöttisch geliebt - doch nun hat die vereinte Verehrung für Lady Gaga erste Risse bekommen: In Los Angeles haben drei Drag Queens während einer Performance ein Lady-Gaga-Plakat auf der Bühne zerrissen.

Raquel Redd, Detox Icunt und Ms. Luna, die regelmäßig in "Sheddy's Public Parlour" auftreten, wollten damit gegen den aktuellen Hit "Born This Way" protestieren. Obwohl die US-Sängerin den Song als queere Hymne versteht, empfinden die Drag Queens die Liedzeile "Don't be a drag, just be a queen" als anmaßend und beleidigend.

In der Show am 1. März zeigte Ms. Luna deshalb erst ein Plakat mit den Worten "Born This Way? Don't be a drag! Oh really Gaga?" ins Publikum, dann drehte sie es um, so dass "Lady Gaga... why???" zu lesen war. Anschließend zerrissen die drei Drag Queens das Poster gemeinsam - so wie einst Sinead O'Connor ein Papst-Foto in einer Late-Night-Show zerstörte. Die überwiegende Mehrheit des Publikums applaudierte.

Zweideutige Songzeile: Sind Langweiler oder Tunten gemeint?

Die mehrfach wiederholte Songzeile "Don't be a drag, just be a queen" ist im Englischen jedoch zweideutig - so kann sie auch mit "Sei kein Langweiler, sei eine Königin" übersetzt werden. An einer anderen Stelle erwähnt Lady Gaga alle Mitglieder der queeren Familie: "No matter gay, straight or bi / Lesbian, transgendered life / I'm on the right track, baby". Der schwule Blogger Perez Hiltom urteilte denn auch, der Song "richte sich an alle Außenseiter, an alle Freaks, die fühlen, dass sie anders sind".

Unterdessen räumt Lady Gaga mit "Born This Way" international ab. Der Track eroberte nur wenige Stunden nach dem Release am 11. Februar die Spitze der internationalen iTunes-Charts. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden landete der Song an der Spitze der Download-Hitliste.

Die Single steht offiziell ab dem 11. März in den Plattenläden, das gleichnamige, zweite Studioalbum soll am 23. Mai bei Universal Music erscheinen.



#1 EnyyoAnonym
  • 05.03.2011, 16:40h
  • ... was zeigt, dass stutenbissige "Weiber" auch unter Schwanzmädchen zu finden sind.

    "Frau" kann sich wirklich über alles aufregen, ob's Sinn macht oder nicht!

    Dass das überhaupt als Medienmeldung um die Welt geht und hier gleich einen prominenten Platz bekommen hat...
    *Kopfschüttel*

    Weiter so Lady GaGa!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.03.2011, 18:00h
  • So ist das halt mit den Songtexten: es ist alles eine Auslegungssache! Wenn die drei Grazien meinen, sie müßten dagegen protestieren, bitteschön! Es gilt die Meinungsfreiheit!
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#3 Ilovelife
  • 05.03.2011, 21:57h
  • @Enyyo

    Wenn man Britney's "One more time" rückwärts laufen lässt, hört sich das merkwürdig nach "Sleep with me, I'm not too young" an. Haben gewisse Staatspräsidenten südlicher Länder wohl etwas zu wörtlich genommen... immer diese Songtexte.

    Bilder zerreissen hat immer was lustiges, obwohl die drei Drags lieber den Papst als die Gaga hätten nehmen sollen, denn der und seine Gruselkirche haben nun wirklich etwas gegen LGBT- Personen, was ich bei der Gaga letztlich doch arg bezweifeln würde...
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#4 michael.Anonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.03.2011, 10:50h
  • Gestern wurde in der 2. Mottoshow von DSDS der Song mit der umstrittenen Textpassage von Zazou Mall gesungen und sie kam eine Runde weiter (das Motto hieß Après-Ski-Hits und ich wunderte mich, daß dieser Song schon abseits der Skipisten dazu gehört).
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 XDAAnonym
  • 14.03.2011, 22:35h
  • Na wieso, man solle sich nicht selbst im Weg stehen, i.S.v. Widerstand / Hemmung etc. Verstehe nicht, dass die Dreck-Queens das nicht verstehen. Die wollen halt nur selbst ein bissl vom Ruhm abhaben ... [penisneid]
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