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Gemeinsames Durstlöschen in einer Pfütze vor dem Jeep: eine Löwin mit ihren fünf Jungen

Der Addo Elephant National Park bietet nicht nur die "Big 5", sondern mit der "Lemon3Lodge" auch ein schwul geführtes Resort

Von Micha Schulze

Es gibt sie, die schwulen Südafrika-Touristen, die ihren gesamten Urlaub ausschließlich in Cape Town verbringen. Keine Frage, die Stadt unterm Tafelberg gehört zu den besten Gay-Destinationen weltweit. Doch (mindestens) drei Tage und Nächte lang sollte man dem Szeneviertel De Waterkant schon mal den Rücken kehren, sich einen Mietwagen schnappen, um entlang der so genannten Garden Route die Weite und Natur dieses wunderschönen Landes zu entdecken (eilige Menschen wie der Autor können natürlich auch den lustigen Billigflieger Kulula nach Port Elizabeth nehmen.)

Eine lange Tagesfahrt von Cape Town entfernt (bzw. nur eine unterhaltsame Flugstunde mit Kulula) liegt im Sundays River Valley der Addo Elephant National Park, der einmal der drittgrößte Südafrikas werden soll. Schon jetzt misst er über 1.640 Quadratkilometer. Seit 1993, als die Behörden einige Löwen ansiedelten, sind hier die "Big 5" zu Hause (neben Löwen also auch Elefanten, Nashörner, Büffel und Leoparden). An der Küste des Eastern Capes kann man zudem Wale und den weißen Hai beobachten - weshalb die Tourismusleute mittlerweile gerne mit den "Big 7" auftrumpfen.

Die schwule Oase am Rande des Nationalparks


Sechs Zimmer und ein Pool: Die Lemon3Lodge liegt inmitten eines Hains von Zitronen- und Orangenbäumen

Auf eine gayfriendly Unterkunft muss man im Addo Elephant National Park nicht verzichten: Lemon3Lodge heißt das kleine, schnuckelige Resort von Diederik Wismeijer und Oscar Broekhoff. Das schwule Ehepaar aus den Niederlanden hat am Stadtrand von Kirkwood eine kleine Oase mit sechs Zimmern und einem großen Pool errichtet - mitten in einem Hain von Zitronen- und Orangenbäumen. Die beiden gebürtigen Holländer sind hervorragend in den Ort integriert, betreiben im benachbarten Township ein Kochprojekt, kümmern sich um HIV-positive Kinder und schaffen es trotzdem, ihre Gäste zu verwöhnen.

Diederik gab auch den Tipp für die mit 1.320 Rand (knapp 140 Euro) auf den ersten Blick recht teure Safari, die einen Besuch des Addo Elephant National Parks mit einer Jeep-Tour durch ein privates Game Reserve verbindet - zwei Mahlzeiten waren immerhin dabei. Der 13-stündige Ausflug hat nicht nur ordentlich geschlaucht, sondern sich auch mehr als gelohnt, wie die kleine Fotogalerie unten zeigt. Nicht nur kopulierende Giraffen und Straußenvögel standen am Wegesrand, eine Löwin kackte genau vor den Jeep und ein wild gewordenes Nashorn versuchte, den Wagen umzukippen. Der Versuch misslang glücklicherweise, so dass es zum Ende der Tour dann doch noch Kudo-Gulasch am Lagerfeuer gab.

Die Eröffnung der "Lemon3Lodge" vor knapp drei Jahren war für Diederik Wismeijer und Oscar Broekhoff ein doppeltes Abenteuer: Sie haben sicb nicht einfach nur selbstständig gemacht, sondern sind damals aus den Niederlanden ausgewandert. Der Wunsch nach besserem Wetter und mehr Natur gab den Ausschlag. "Jetzt leben wir im Paradies", grinst Oscar - und man sieht ihm an, dass er es ernst meint. Aber ist es in Kirkwood nicht auf die Dauer zu eintönig? Diederik verneint: "Wenn uns nach Party ist, fliegen wir halt nach Kapstadt."



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Frankyboy
#3 Ilovelife
  • 11.03.2011, 02:55h
  • Zebras sind, genau wie Giraffen und Erdmännchen, Botschafter des Weltfriedens. Daher muss jede/r, der sich für pazifistisch hält, dort einmal gewesen sein. Falls die Kohle nicht reicht, z.B. bei Hartz4, ist auch der örtliche Zoo gemeint. Viel Spaß bei den bevorstehenden inneren Wanderungen!
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