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Für den nationalistischen Metropolit Amfilohije Radović sind Schwule Gegner des serbischen Volkes

Die serbische Antidiskriminierungsbehörde fordert den serbisch-orthodoxen Geistlichen Amfilohije Radović auf, sich für homophobe Ausfälle zu entschuldigen.

Radović, der Metropolit von Montenegro und Erzbischof von Cetinje, hatte im vergangenen Jahr den CSD in Belgrad als "Gestank und Gift" bezeichnet, der die serbische Haupstadt verschmutzte. Er machte die Homo-Aktivisten auch für die Gewalt beim CSD verantwortlich. Nationalisten hatten im Oktober 2010 die CSD-Besucher mit Steinen und Brandbomben beworfen und dabei Slogans wie "Tod den Schwulen" geschrien (queer.de berichtete).

Die Chefin der neu geschaffenen Antidiskriminierungsbehörde hat am Wochenende die Aussagen des Metropoliten in einem Fernseh-Interview scharf kritisiert und eine Entschuldigung gefordert. Nevena Petrušić erklärte, es seien mehrere Anzeigen gegen das Kirchenoberhaupt in ihrer Behörde eingegangen. Sie stellte klar, dass das Antidiskriminierungsgesetz Aussagen verbietet, die zu Diskriminierung, Hass und Gewalt anstacheln könnten. Dem Geistlichen schlug sie vor, sich mit Homo-Aktivisten zu treffen und über deren Diskriminierungserfahrungen zu sprechen. Sollte der Metropolit sich nicht binnen 30 Tagen entschuldigen, könne Anklage gegen ihn erhoben werden.

Das serbische Parlament verabschiedete 2009 auf Druck der Europäischen Union ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz, das auch das Merkmal "sexuelle Orientierung" mit einschließt (queer.de berichtete). Minderheitenschutz ist eine der Voraussetzungen für Serbien, EU-Mitglied zu werden. Die serbisch-orthodoxe Kirche hat damals lautstark gegen das Gesetz protestiert, weil es zur Diskriminierung von Christen führen würde. Radović hat sich wiederholt gegen westliche Reformen ausgesprochen und lehnt die EU-Mitgliedschaft Serbiens kategorisch ab.

Die Mehrheit der serbischen Bevölkerung teilt die kirchliche Abneigung gegenüber sexuellen Minderheiten: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hält Schwule und Lesben für eine Gefahr, zwei Drittel erklärten, Homosexualität sei eine Krankheit (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 ToniAnonym
  • 08.03.2011, 15:29h
  • Hinterweltler ... Naja, bei uns in Deutschland ist es ja auch nicht besser. Gut, man wird aufm CSD bei uns nicht mit Rauchbomben oder ähnlichem beschmissen, aber trotzdem sind wir auch in Deutschland nicht in allen Ebenen gleichgestellt. Das ist für mich Diskriminierung pur! In Deutschland kriegen es Erbischöfe auch hin Schwule und Lesben zu beschimpfen ... Nur irgendwie droht ihnen keiner mit einer Anzeige. Komisch ...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.03.2011, 15:30h
  • Die orthodoxe Kirche steht der katholischen auch in nichts nach. Einfach widerlich und ich hoffe, daß sich dieser Pfaffe auch entschuldigt!
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#3 FloAnonym
  • 08.03.2011, 15:32h
  • Das ist wieder mal ein lebender Beweis, dass Antidiskriminierungsgesetze sehr wohl nötig sind. Auch wenn z.B. Parteien wie CDU/CSU und FDP das immer ablehnen. Es regelt eben nicht immer alles der Markt! Dieses neoliberale Geschwafel vom Markt ist längst widerlegt.
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#4 Ilovelife
  • 08.03.2011, 16:18h
  • Jo, der alte Mann mit dem Rauschebart. Wird uns als Kinder nicht schon immer eingehämmert, dass so der liebe Gott aussieht? Enttäuschend, dass der so ein Geschwafel von sich gibt... gut, dass ich in keiner Kirche mehr bin...
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#5 schwulenaktivist
  • 08.03.2011, 17:30h
  • Es sollte rechtlich möglich sein, dass die Kirche Homosexualität als Sünde bezeichnet. Dies entspricht ihrer Ideologie. Allerdings hat Jesus eine andere Einstellung gegenüber Sündern gezeigt, als die gesamte christlich-abendländische Kultur!

    Homosexuelle als minderwertig oder anderweitig abwertend zu bezeichnen ist weltlicher Natur und da herrscht und frauscht ein anderes Verständnis. Grundsätzlich haben alle Strafbeurteilten den gleichen Anspruch auf Würde, egal ob sie Kinder"schänder" oder Mörder sind. Diese Ethik ist auch den wenigsten Normalbürgern vertraut!
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#6 Katrin
  • 08.03.2011, 17:32h
  • Unter seinem Freund Tito in Jugoslavien hat es so etwas wie einen CSD nie gegeben. Da hatte man noch eine einheitliche Front gegen Minderheiten. Klar, dass der alte Mann mit dem Gesichtsbiotop traurig ist. Da soll er doch nach Deutschland kommen. Da herrschen noch Zeiten gegen Minderheiten wie bei Stalin und Hitler.
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#7 MarcAnonym
  • 08.03.2011, 19:31h
  • Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?!

    Und solche Hassprediger mit menschenverachtender Gesinnung genießen dann auch noch bei vielen besonderes Ansehen als angebliche moralische Instanz. Dabei haben sie NICHTS mit Moral oder Nächstenliebe zu tun!!
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#8 alexander
#9 I.Ramos GarciaAnonym
  • 08.03.2011, 20:46h
  • na, der Mensch hat natuerlich seine Glauben & Weltanschauung, aber das bedeutet nicht, dass diese Idealen die korrekte & wahre seien
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#10 GeertAnonym
  • 09.03.2011, 08:15h
  • Antwort auf #7 von Marc
  • In einigen Zuschriften hier wird gefragt, was das für ein Mensch ist, der die "Liebe" verachtet. Eine gute und richtige Frage! Allerdings sollten wir Schwulen auch ehrlich sein: Der Bischof hat zunächst einmal den CSD verurteilt. Und wir müssen, wenn wir ehrlich sind, uns einmal selbst fragen, was ein CSD mit Transvestiten in Stöckelschuhen, Lederleuten in Chaps und Leuten mit Hundemaske mit "Liebe" zu tun hat?
    Ein orthodoxer Bischof fühlt sich für das Wohl der Gesamtgesellschaft zuständig. Wenn er diese Parade von Absonderlichkeiten kritisiert, sollte das auch einmal ein Anstoß für die Schwulen sein, sich selbst zu fragen, ob es in einem Land wie Serbien nicht kontraproduktiv ist, wenn Schwule aus Berlin und Frankfurt anreisen kommen, um die "Gays" in Serbien zu emanzipieren....
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