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Lady Gaga hat wiederholt die Gleichstellung von Schwulen und Lesben gefordert. (Bild: Domain Barnyard / flickr / by 2.0)

US-Sängerin Lady Gaga hat Medienberichten zufolge ihren Vertrag mit dem Einzelhändler Target beendet, weil der Konzern homophobe Politiker unterstützt.

Die 24-Jährige hat sich erst vor wenigen Wochen mit der Target Corporation auf einen Werbevertrag verständigt. Bei dem Einzelhändler, die landesweit 1.700 Geschäfte betreibt, sollte eine Sonderedition der im Mai erscheinenden Gaga-CD "Born This Way" verkauft werden - im Gegenzug forderte die Künstlerin eine homofreundlichere Spendenpraxis. Hintergrund: Target hatte mehrere homofeindliche Politiker im Wahlkampf unterstützt, versprach aber nach Bekanntgabe des Werbevertrags vor zwei Wochen, diese Praxis einzustellen und statt dessen mindestens eine halbe Million Dollar pro Jahr an schwul-lesbische Organisationen zu spenden (queer.de berichtete).

Diese Vereinbarung war offenbar zu viel für den Konzern aus Minnesota. "[Lady Gaga] konnte sich mit Target nicht auf eine neue Regelung für politische Spenden einigen, die Einfluss auf die schwul-lesbische Community haben", zitiert das Homo-Magazin "The Advocate" eine Quelle im Umfeld der Sängerin. Auch "Metro Weekly" meldete unter Berufung auf anonyme Quellen ein Ende der Zusammenarbeit.


Viele Homo-Aktivisten haben zum Boykott der landesweit zweitgrößten Einzelhändler-Kette (nach Wal-Mart) aufgerufen. (Bild: j.reed / flickr / by-sa 2.0)

Die Auflösung des Vertrags ist für Insider kein große Überraschung: Bob Witeck von der Marketingagentur Witeck-Combs Communications, dass der Deal von Anfang an auf der Kippe stand. Er begrüßte, wie sehr sich Lady Gaga dabei für die Community eingesetzt habe: "Ich bin wirklich beeindruckt von ihr", sagte Witeck.

In Blogs und Leserbriefen zeigten sich in den letzten Wochen viele Schwule überrascht über den Vertrag zwischen Target und Lady Gaga. Der Einzelhändler ist wegen seiner Spendenpraxis bereits seit Jahren in der Kritik.

Target hat bislang nicht auf Berichte über das Scheitern des Werbevertrags reagiert. Es ist unklar, ob sich der Konzern die Zugeständnisse an Lady Gaga gebunden fühlt und die versprochenen Spenden an schwul-lesbische Organisationen überweist. Mehrere Homo-Aktivisten rufen gegenwärtig noch immer zum Boykott von Target auf. (dk)



#1 UweBerlinProfil
#2 VolumeProProfil
  • 09.03.2011, 16:21hMönchengladbach
  • Eine Geschäftsfrau wie Lady Gaga wird hinter ihrem Engagement doch irgendein Motiv Geschäftsmotiv haben.
    Ich trau dem Braten nicht.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.03.2011, 16:23h
  • Ich begrüße die Entscheidung von Lady Gaga! Auch ich würde mich für eine so homophobe Bunch wie Target niemals als Werbeikone einspannen!
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#4 FloAnonym
  • 09.03.2011, 16:28h
  • Toll!

    Dass diese Frau sogar auf Geld verzichtet, um für unsere Gleichstellung zu kämpfen, ist bewundernswert!

    Eine absolut integere Persönlichkeit und ein Vorbild an Moral! Diese Frau hat mehr Moral und Anstand im kleinen Zeh als diese bigotten Homohasser, die immer was von Moral faseln, aber in Wirklichkeit aufs Äußerste verdorben sind.

    Alleine schon diese Meldung kann viel bewirken...
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#5 jojoAnonym
  • 09.03.2011, 16:36h
  • Antwort auf #2 von VolumePro
  • ich muss zugeben, dass ich an sowas auch dachte: wieso wird erst so eine absprache verkündet, wenn sie anscheinend gar keine gültigkeit hatte? ist das ein abgekarteter pr-trick, um mit dem titel möglichst oft für neue schlagzeilen zu sorgen, solange er noch neu ist?

    aber vermutlich bin ich paranoid...

    das ehrliche engagement nehme ich frau gaga nämlich ab. dass sie das mit kommerziellem erfolg verbindet, ist ja an sich auch nichts schlechtes. und die frage, welche der beiden fliegen, die sie da mit derselben klappe schlägt, für sie die wichtigere ist, ist vielleicht auch nicht so wirklich fair.
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#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 09.03.2011, 17:48h
  • BRAVO! so eine konsequenz wünscht man sich mal von deutschen promis und politikern.
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#7 chrisProfil
  • 09.03.2011, 22:11hDortmund
  • Das coole an der Gaga ist, dass sie mit Absicht den Eindruck einer "verrückten", ausgeflippten Diva erweckt, es aber eigentlich gar nicht ist. Aber sie kann sich dadurch fast alles erlauben. Ich kann mich nur wiederholen. Die Frau ist kreativer und talentierter als die meisten andere Musiker und macht obendrein auch noch fast alles dabei selbst. Ich persönlich denke, so oberflächlich wie sie immer wirkt, so tiefgründig ist sie in Wirklichkeit.
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#8 vingtans
  • 09.03.2011, 23:12h
  • ich find ihre musik immernoch lausig und ertrag ihr nerviges ,durch und durch künstliches image nicht.

    wer weiß schon was sie macht um ami-eltern zu provozieren und wo engament anfängt.
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#9 Flo 2Anonym
  • 09.03.2011, 23:18h

  • Gute Aktion. Da hat sie sich was in den Kopf gesetzt und arbeitet zielstrebig darauf zu. So ein Engagement ist lobenswert. Weiter so + danke!
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#10 MinkAnonym
  • 10.03.2011, 07:22h

  • Welcher Fan oder auch nur Bewunderer ihres polit. Statesments ist Mitglied in einer Schwulen/Lesbenorganisation (LSVD, ...)?
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