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Homo-Ikone mit zweifelhafter Herkunft: Kansas ist die Heimat von Dorothy in "Zauberer von Oz".

Obwohl das Sex-Verbot für Schwule und Lesben seit 2003 gegen die US-Verfassung verstößt, weigern sich Provinzpolitiker in Kansas, das regionale "Sodomy Law" abzuschaffen.

Von Dennis Klein

Die Demokratin Jan Pauls und der Republikaner Lance Kinzer setzen sich dafür ein, dass Homosexualität in Kansas weiterhin als Straftat gilt. Die beiden Abgeordneten haben am Montag eine Gesetzesanpassung in den Parlamentsausschüssen in Topeka gestoppt.

Praktische Auswirkungen wird das für Schwule und Lesben aber nicht haben, da der Supreme Court, der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, bereits vor acht Jahren Sex-Verbote für verfassungswidrig erklärt hatte. In Lawrence v. Texas entschieden die Höchstrichter mit sechs gegen drei Stimmen, dass das Verbot gegen das in der Verfassung garantierte Recht auf Privatsphäre verstößt. Zu diesem Zeitpunkt war gleichgeschlechtlicher Verkehr noch in 14 der 50 US-Bundesstaaten verboten.

Große Mehrheiten gegen Homo-Rechte


Lance Kinzer und Jan Pauls halten Schwule und Lesben für kriminell

In der US-Provinz sind jedoch viele Politiker und Bürger nicht mit der Vorgabe aus Washington einverstanden. Seit Mitte der 1990er Jahre äußerte sich dieses Unbehagen in Volksentscheiden, in denen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung - insbesondere in südlichen Bundesstaaten und im Mittleren Westen - Eheverboten in den Regionalverfassungen zustimmte. Diesen Mehrheiten wollen die Abgeordneten Pauls und Kinzer in Kansas nun Rechnung tragen.

Lance Kinzer hat in der Vergangenheit immer wieder vor den "radikalen Zielen" der Homo-Aktivisten gewarnt, die sich zum Ziel gesetzt hätten, "die Ehe, wie wir sie kennen" abzuschaffen. Homo-Gruppen kritisierten die beiden Parlamentarier scharf. So sollte insbesondere Jan Pauls als ehemalige Richterin wissen, dass es auch ihre Aufgabe sei, die US-Verfassung zu schützen.

Neben Kansas haben noch Oklahoma, Montana und Texas Homo-Verbote in ihren Gesetzesbüchern. Diese Weigerungshaltung ist allerdings nichts wirklich Neues, sondern wiederholt die ablehnende Haltung gegenüber interrassischen Hochzeiten, die noch vor wenigen Jahrzehnten im Süden der USA vorgeherrscht hatte. Erst 1967 erklärte der Supreme Court das rassistische Gesetz für verfassungswidrig. Dennoch brauchten einige Regionen Jahrzehnte, um ungültig gewordene Regionalgesetze aus der Zeit der Rassentrennung abzuschaffen - die letzten Staaten waren South Carolina (1998) und Alabama (2000). Beide führten damals - ganz basisdemokratisch - Volksentscheide durch, bei denen die Gegner von interrassischen Hochzeiten noch immer viele Wähler mobilisieren konnten: In South Carolina stimmten 38 Prozent für die Rassengesetze, in Alabama sogar 41 Prozent.



#1 FloAnonym
  • 09.03.2011, 17:15h
  • Kaum zu glauben: da verstößt ein Gesetz seit sieben Jahren gegen die US-Verfassung und so ein paar hasserfüllte Provinzpolitiker weigern sich einfach das abzuschaffen.

    Was ist das für ein Demokratieverständnis, seine eigene menschenverachtende Gesinnung über Recht und Gesetz (noch dazu die Verfassung) zu stellen...

    Kann die niemand zwingen, sich endlich an die Verfassung zu halten??

    Das zeigt wieder mal, dass es diesen Leuten nur darum geht, ihren Hass durchzusetzen. Dafür ist denen jedes Mittel recht, sogar die Missachtung der Verfassung. Aber Schwule dann als böse, gefährlich, kriminell oder sonstwas hinstellen. SIE sind die Kriminellen!!
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#2 alexander
#3 FloAnonym
  • 09.03.2011, 18:58h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • Richtig!

    Union und FDP sind auch keinen Deut besser.

    Die werden auch ständig vom Bundesverfassungsgericht oder vom Europäischen Gerichtshof korrigiert. Und obwohl das eigentlich ein Armutszeugnis ist und das totale Versagen von Union und FDP markiert, ist die FDP dann auch noch so dreist, das (erzwungene) Befolgen von Gerichtsurteilen als ihren Erfolg zu verkaufen.
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#4 KokolemleProfil
  • 09.03.2011, 23:27hHerschweiler
  • Ich fürchte das es die Idioten von Konservativen Politikern es auch dann in sehr ferner Zukunft nicht begreifen werden das sich eine Gesellschaft ändern wird und muß, selbst dann nicht wenn bereits die Sonne zu einen roten Riesen geworden ist.
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#5 Fred i.BKKAnonym
  • 10.03.2011, 06:26h
  • ....eher werden wir erleben,dass der Papst in seinem Papamobil,im Regenbogendecor ,an seiner Seite sein Schnucki Kardinal Tuttifruti im Brautkleid mit Schleppe am Christoffer Street Day in Koeln mitfahren ....als dass sich diese konservativen Idioten in unsrem Lande als auch anderswo in ihrem Denken und Handeln veraendern.....und das schlimme ist ...die sterben nicht aus ...unter den Jungen ist schon der Nachwuchs zu finden .....
    Seht mal den Jungpriester unter Youtub:

    www.youtube.com/watch?v=GAwTyGeFStM

    Venichtet die Homo-Seuche....

    Da kriegt man das kotzen...
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#6 jojoAnonym
  • 10.03.2011, 10:26h
  • Antwort auf #5 von Fred i.BKK
  • beim youtuben bitte poe's law beachten:
    "ohne blinzelndes smiley oder ein anderes offenkundiges zeichen der ironie ist es unmöglich, eine parodie von fundamentalismus zu schaffen, die nicht irgendjemand für echt halten wird."
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#7 KaiAnonym
  • 10.03.2011, 11:15h
  • Wenn die Gesetze formal für verfassungswidrig erklärt wurden, dann sind sie ja wohl ungültig. Es spielt praktisch gesehen keine Rolle, ob die Gesetze da sind oder nicht. Denn angewandt sollten sie dann nicht mehr können. Genauso wenig sollten es noch Prozesse in diese Richtung geben können.
    Ich gehe zumindest mal davon aus, dass es sich so darstellt. Falls das jemand liest, der Ahnung vom US-Rechtssystem hat, möge er mich eines Besseren belehren.
    Gleichwohl wäre es schön, wenn man auch den symbolischen Akt gehen würde, die Gesetze auch tatsächlich zu streichen.

    Ähnlich obskur ist ja auch, dass wohl in der Hessischen Verfassung immer noch die Todesstrafe enthalten ist. Aber auch das hat natürlich keine praktische Relevanz, weil das Grundgesetz (die Verfassung) dem entgegensteht.

    Auch ist die Situation in Deutschland natürlich eine andere. Zum einen sind die Diskriminierungen, die noch bestehen, bei Weitem nicht so krass, wie es ein Sexverbot ist. Zum anderen sind die Gesetze, die explizit für verfassungswidrig erklärt wurden, geändert worden oder in Änderung begriffen. Natürlich könnte man auch den Schritt weiter machen und auch den verbliebenen Rest von selbst ändern, da doch sowieso abzusehen ist, dass das Bundesverfassungsgericht es sonst erzwingen wird.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.03.2011, 12:40h
  • Dieses Schmierentheater in Kansas kommt mir so irgendwie bekannt vor: das sind ja Zustände wie in Baden-Württemberg!
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#9 pastorenschreckAnonym
#10 Fred i.BKKAnonym
  • 11.03.2011, 00:29h
  • ....ja das dachte ich auch....aber dann kamen die Beitrage dazu ...und der Bursche agierte da so..
    radikal gegen die Forumeintraege dass ich an der
    Parodie meine Zweifel bekam...
    ..und den Katholiban traue ich ja auch mal so einen echten Deppen zu......Ihr vieleicht nicht ????
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