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Michael Steinhorst und Johannes Brinkmann spielen das schwule Ehepaar Gunnar und Sven, Richard Wilke übernimmt die Rolle des Adoptivsohns Patrick (Bild: Frank Vinken)

Die Studio-Bühne Essen inszeniert das schwule Adoptions-Stück "Patrick Anderthalb": Statt des erwarteten anderthalbjährigen Babys schickt die Behörde einen kriminellen 15-Jährigen.

Von Carsten Weidemann

Die elterliche Vorfreude des schwulen Ehepaares Gunnar und Sven ist riesig, der Kinderwagen steht parat, die Windeln liegen bereit, auch das Fläschchen ist gewärmt. Doch aufgrund eines Fehlers des Sozialamts kommt statt des erwarteten Babys Patrick, anderthalb Jahre, ein schwererziehbarer Fünfzehnjähriger mit ausgesprochen krimineller Vergangenheit.

Unweigerlich prallen da Welten aufeinander. Aber es ist ausgerechnet Gründonnerstag, die Behörde ist über die Feiertage nicht besetzt - und Patrick einfach vor die Tür und auf die Straße zu setzen, das bringt der fürsorgliche Gunnar dann doch nicht über das Herz.

Spielen mit Klischees über Homosexualität

Das Theaterstück "Patrick Anderthalb" des schwedischen Autors Michael Druker ist eine turbulente Komödie, die mit herkömmlichen Klischees von Homosexualität spielt und althergebrachte Ressentiments genüsslich aufs Korn nimmt. Der Behördenfehler wird zum Auslöser nicht nur für komische Situationen und Verwicklungen sondern auch für wichtige Veränderungen im Leben aller Drei. "Patrick Anderthalb" ist Drukers bislang erfolgreichstes Stück und wurde seit seiner Uraufführung 1994 von zahlreichen skandinavischen Theatern nachgespielt.

Ab dem 12. März ist das Stück auch in der Studio-Bühne Essen zu sehen - nach der deutschen Erstaufführung im Thalia Theater Halle in 2007, gefolgt vom Leipziger Theater der Jungen Welt in 2009. Die Filmadaption "Patrik 1,5" war 2008 der zweiterfolgreichste Film in Schweden. Im Oktober 2010 brachte ihn die Edition Salzgeber im Original mit Untertiteln auch in einige deutsche Kinos (queer.de berichtete).

Die Premiere am 12. März ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen am 18. und 19. März, 20. und 21. Mai, 17. und 18. Juni sowie 8. und 9. Juli 2011, jeweils um 20 Uhr in der Studio-Bühne Essen, Korumhöhe 11, 45307 Essen-Kray.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 tettaAnonym
#3 der BastiAnonym
  • 10.03.2011, 18:17h
  • Ich habe den Film auf DVD gesehen. Die Idee hinter der Story ist gut und hat wirklich Potential. Die Schauspieler sind ebenfalls gut und der ganze Film macht den Eindruck einer professionellen Produktion.
    Ein großes Manko ist, dass die Entwicklung einiger Charakteren mit dem Holzhammer geschnitzt wurde und leider vollkommen unglaubwürdig wirkt - insbesondere die des machomässigeren Teiles der Paares (Sven?). Wer das verbockt hat, Schauspieler, Regisseur oder Drehbuchschreiber, hat leider dieses schönen Film ruiniert. Ich würde da man 3 von 5 Sternen geben und mir wünschen, dass das Theaterstück das besser macht.
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#4 XDAAnonym
#5 XDAAnonym