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In den Lokalnachrichten ist die Geschichte auf ein großes Echo gestoßen (Bild: KTXL)

Aufregung an einer US-Grundschule: Ein Elfjähriger ist über ein Jahr lang als "Schwuchtel" beschimpft worden - als er sich verbal gegen seine Angreifer wehrte, klickten die Handschellen.

In Kalifornien ist Brenton Peraita nach TV-Auftritten inzwischen ein bekanntes Gesicht. Der Schüler wurde vergangene Woche verhaftet, nachdem er anderen Kindern offenbar damit gedroht hatte, eine Waffe in den Unterricht mitzubringen. Kurze Zeit später wurde er von Polizeibeamten verhaftet und erkennungsdienstlich erfasst. Sein Vater beklagt nun, dass Brenton eineinhalb Jahren von seinen Mitschülern homophob gemobbt worden sei - und die Schule nichts dagegen unternommen habe, obwohl er sich rund 50 Mal über die Behandlung seines Sohnes beschwert hatte.

Im Lokalfernsehen erzählt Brenton von seiner Tortur: "Die haben mich 'Brentina', 'Homo' oder 'Schwuchtel' genannt", sagte der Elfjährige. Außerdem hätten die Schüler ihn körperlich bedrängt - so zerbrachen sie einmal Brentons Brille.

Sein Vater Jose Peraita ist empört über die Reaktion der Schule und Polizei: "Jetzt hat er sich einmal gewehrt und gesagt: 'Ich bin nicht weiter das Opfer' - und als Belohnung haben Polizisten ihn abgeführt." Brentons Drohung sei ohnehin nicht ernst gemeint gewesen, da die Familie überhaupt keine Schusswaffen besitzt.

 Direktlink | Bericht bei KTXL Fox 40 aus Sacramento

Schule weist Vorwürfe zurück

Die Schule ist sich keiner Schuld bewusst und zieht die Angaben von Brentons Vater in Zweifel: "Wir verstehen, dass es [Mobbing] gibt. Aber lassen Sie uns realistisch sein. Als ich hörte, dass das seit eineinhalb Jahren so gehen und es 50 Beschwerden gegeben haben soll, kann ich Ihnen sagen: Das ist vollkommen übertrieben", erklärte Schulsprecher Bruce Morton gegenüber örtlichen Medien.

Das Thema Schulmobbing gegen mutmaßliche Schwule wird in den USA nach einer Reihe von Selbstmorden schwuler Schüler und Studenten kontrovers diskutiert. Mehrere Staaten haben strenge Gesetze gegen das Mobbing erlassen, allerdings gibt es keinen Konsens im Land: So schlugen Parlamentarier aus Kentucky etwa vor, dass Schüler homosexuelle Klassenkameraden weiter schikanieren dürfen sollten, sofern die Herabsetzung religiös begründet wird. Homosexualität, so der Abgeordnete Mike Harmon, sei immerhin eine Sünde (queer.de berichtete). (dk)



#1 FloAnonym
  • 10.03.2011, 13:14h
  • Das zeigt wieder mal, wie degeneriert weite Teile der Welt sind (sowas ähnliches könnte auch in Deutschland passieren):

    da wird ein Kind dauerhaft gemobbt und keiner unternimmt was dagegen, obwohl es in letzter Zeit genug Selbstmorde in ähnlichen Fällen gab. Und wenn das Opfer sich dann endlich mal wehrt, ist er plötzlich der Böse...

    Wie müssen noch aktiver für unsere Gleichstellung und gegen Homophobie kämpfen - weltweit!
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#2 JulioAnonym
  • 10.03.2011, 14:58h
  • Irgendwann wird wieder eines der jahrelangen Mobbingopfer austicken und wirklich eine Waffe mit in die Schule nehmen. Danach fragen sich wieder alle wie das passieren konnte.
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#3 Peter FAnonym
  • 10.03.2011, 14:59h
  • Dass das Mobbing keinesfalls in Ordnung ist, wird, braucht nicht mal diskutiert werden und die Schule hätte darauf reagieren müssen.

    Allerdings muss die Schule genauso reagieren, wenn ein Schüler damit droht eine Waffe mitzunehmen um andere Schüler zu erschießen. Auch das ist schon passiert, es gibt es genug Negativbeispiele.

    Daher ist die Reaktion auf die Waffen-Drohung in Ordnung, die Nicht-Reaktion auf das Mobbing dagegen gar nicht.
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#4 IchAnonym
  • 10.03.2011, 14:59h
  • Erstens: Ein Mobbingopfer wurde die Unterstützung versagt...grandioses Versagen der Schule. Gehört aufgeklärt und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Gerade, da dieses Problem und seine Auswirkungen nicht unbekannt ist.
    Zweitens: Ein Schüler hat damit gedroht, Waffen (!) mit in die Schule zu bringen. Sofortiges Eingreifen erforderlich!!! (gut, daß die Amis da immer etwas übertreiben und auch nicht an Ursachenforschung interessiert sind, liegt an der dortigen Gesellschaft).
    Diese drohung kann wohl eher als verzweifelter Hilferuf gewertet werden, denn als "verbales Verteidigen". Insgesamt also ein Versagen der Schule im Vorfeld, ein nötiges Eingreifen der Behörden nach Gewaltdrohung, erneutes grandioses Versagen der Behörden bei der Aufklärung.
    Man hätte den Artikel auch etwas sachlicher schreiben können, gerade bei so ernsten Themen, aber das Bild-Volk braucht ja Schlagzeilen.
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#5 Iceman
  • 10.03.2011, 16:56h
  • Für mich zeigt dieser Fall wieder einmal, dass die Wurzel allen Übels die schlechte Erziehung der Eltern ist. Heute überlassen es die meisten Erziehungsberechtigten der Schule, ihre Kinder zu erziehen. Die dortigen Lehrer sind natürlich zuweilen total überfordert, angesichts dieser Doppelbelastung. Es ist dann auch nicht verwunderlich, wenn Kinder in diesem Alter schon solche Sachen sagen und andere sich in ihrer Verzweiflung dazu genötigt sehen, ihren Peinigern zu drohen, um diese abzuschrecken.

    Ich sage nicht, dass es legitim ist, jemand anderem zu drohen, eine Waffe mit zu bringen, aber ich sehe es als durchaus legitim an, jemandem zu drohen, wenn dieser versucht einen permanent, seelisch und auch physisch zu misshandeln. Niemand muss es sich gefallen lassen, dass er beschimpft oder geprügelt wird. Auch muss man sich nicht gefallen lassen, wenn persönliche, materielle Dinge zerstört oder beschädigt werden.

    Wie schon am Anfang erwähnt, habe ich gesagt, dass die Erziehung der eigenen Kinder an erster Stelle eines jeden Elternteils stehen sollte. Jedoch kann man nicht verlangen, dass die Eltern auch in der Schule präsent sind. Hier liegt die Aufsichtspflicht bei der Schule, welche in diesem Fall kläglich versagt hat und die vielen Beschwerden einfach ignoriert hat - sei es aus Unwillen sich mit einem solchen Fall auseinander setzen zu wollen oder aus dem einfachen Grund heraus, weil man so etwas für eine "Lappalie" gehalten hat.

    Ich kann eine solche Vorgehensweise seitens der Schulleitung in keinem Falle nachvollziehen - egal ob der Kleine jetzt von unserem Ufer kommt oder nicht.
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#6 beobachter-2Anonym
  • 10.03.2011, 17:30h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • "Wie müssen noch aktiver für unsere Gleichstellung und gegen Homophobie kämpfen - weltweit!"

    Das nützt solchen Mobbing-Opfern aber gar nichts, wenn wir uns weiterhin raushalten (lassen) dort, wo das Mobbing geschieht. In Schulen, Chören, Sportvereinen, im sonstigen Freizeitbereich muß jedes Kind, jeder Jugendliche wissen können, wo er sofort einen schwulen Erwachsenen findet, der couragiert, glaub- und vertrauenswürdig genug ist, ihm konkret beizustehen, für ihn erreichbar zu bleiben und vort allem sich nicht zu drücken aus Angst, für pädosexuell gehalten zu werden.
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#7 RalfAnonym
  • 10.03.2011, 18:49h
  • Das Interessanteste an dem Artikel ist der Hinweis darauf, dass Religiöse wie üblich für sich das Sondervorrecht in Anspruch nehmen, ihren aus ihrem Glauben geschöpften Hass über die Menschenwürde ihrer Hassobjekte zu stellen.
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#8 MarekAnonym
  • 10.03.2011, 19:30h
  • Wie immer:
    irgendwelche totalitären Fanatiker dürfen wild hetzen und berufen sich immer auf ihre angebliche Religion. Aber wehe man zahlt es ihnen mal mit gleicher Münze zurück...

    Diese religiösen und auch anderen Homohasser kotzen mich immer mehr an!
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#9 GeorgFalkenhagenProfil
  • 10.03.2011, 20:11hBremen
  • Ich möchte nicht wissen, wieviele Schüler-Amokläufe aus genau diesen oder ähnlichen Gründen passieren. Nicht nur in Amerika!
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.03.2011, 22:23h
  • Ein Skandal, wie sich die Verantwortlichen dieser Schule verhalten! Der Schulsprecher sollte sofort fristlos entlassen und vor Gericht gestellt werden!
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