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Bislang dürfen US-Bürger in fünf der 50 Bundesstaaten heiraten

Die Abgeordneten von Maryland könnten am Freitag die Ehe für Schwule und Lesben öffnen - christlich motivierte Aktivisten haben aber den Kampf gegen die Gleichstellung nicht aufgegeben: Eine Organisation will eine Million Dollar im Kampf gegen gleiche Rechte ausgeben, die katholische Kirche empfiehlt sogar Fasten gegen die Homo-Ehe.

Der parlamentarische Streit schwelt in dem rund sechs Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat bereits seit Monaten: Der Senat hat vor zwei Wochen mit 25 gegen 21 Stimmen für die Öffnung der Ehe gestimmt (queer.de berichtete). Zwar votierte das Abgeordnetenhaus eine Woche später knapp mit 14 zu 16 Stimmen dagegen - allerdings hoffen Homo-Aktivisten, die Abgeordneten noch überzeugen zu können.

Auch Homo-Gegner wollen Einfluss auf die Parlamentarier nehmen: So kündigte die National Organization of Marriage (NOM) an, dass man für den Ehe-Kampf in Maryland eine Million Dollar zur Verfügung stellen würde. NOM hat sich zum Ziel gesetzt, "die Ehe und den Glauben" zu verteidigen und wird vor allem von christlich-konservativen Aktivisten - Mormonen, Katholiken und evangelikalen Protestanten - unterstützt. NOM-Chef Brian Brown erklärte, er werde die Abgeordneten bei homofreundlichem Abstimmungsverhalten "zur Verantwortung ziehen". So würden Republikaner bestraft werden, die "gegen die Parteilinie stimmen" - bei Vorwahlen würde NOM also Geld an republikanische Homo-Gegner spenden. Auf der anderen Seite stellte er Demokraten Spenden in Aussicht, die gegen die Gleichstellung im Eherecht stimmen.


Erzbischof Edwin O´Brien fordert seine Schäfchen auf zu hungern.

Auch die katholische Kirche wehrt sich lautstark gegen die Öffnung der Ehe. Erzbischof Edwin O'Brien aus Baltimore forderte die Gläubigen auf, in einer Woche einen Tag lang zu fasten und Gott zu bitten, die Gleichbehandlung zu verhindern: "Die Institution der Ehe ist ausschließlich einem Mann und einer Frau vorenthalten, weil die Natur - nicht gesellschaftliche Vorurteile - dieser Beziehung die einzigartige Möglichkeit geschenkt hat, Kinder in die Welt zu setzen", sagte O'Brien. Er forderte die Abgeordneten auf, die Stimmen von "Gottes Volk" zu hören und die "grundlegendste Institution der Gesellschaft" zu erhalten.

Sollte das Abgeordnetenhaus der Ehe-Öffnung zustimmen, müsste der demokratische Gouverneur Martin O'Malley das Gesetz unterzeichnen. Vor wenigen Monaten hatte der Katholik O'Malley Schwulen und Lesben nur eingetragene Partnerschaften zubilligen wollen - inzwischen ist er aber zum Anhänger der vollständigen Gleichstellung geworden und hat versprochen, das Gesetz mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen. (dk)

Nachtrag: Am Freitag ist das Gesetz an die Ausschüsse zurückgeschickt worden, weil Befürworter eine Abstimmungsniederlage fürchteten. Über die Homo-Ehe wird daher voraussichtlich in diesem Jahr nicht mehr abgestimmt.



#1 jojoAnonym
  • 10.03.2011, 15:18h
  • "Die Institution der Ehe ist ausschließlich einem Mann und einer Frau vorenthalten, weil die Natur - nicht gesellschaftliche Vorurteile - dieser Beziehung die einzigartige Möglichkeit geschenkt hat, Kinder in die Welt zu setzen"

    ob sich irgendwann auch unter katholischen funktionären herumsprechen wird, dass kinder gar nicht durch glockengebimmel gezeugt werden? ich werde es wohl nicht mehr erleben.

    ich finde es immer wieder anrührend, wenn diese menschen, die allen ernstes jungfräuliche geburten, lebende tote, kannibalistische zauberspeisen und allerlei übernatürliche geistwesen für real halten, anderen erzählen wollen, wie die NATUR funktioniert.

    gäbe es nicht so erschreckend viele menschen, die denen auch noch zuhören und - schlimmer noch - denen ihr geld geben, könnte man sie einfach in entsprechende therapien stecken, und gut wär's.
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#2 jayAnonym
  • 10.03.2011, 15:27h
  • Die Gläubigen sollten 200 Tage hintereinander fasten, dann hat sich das Problem für alle erledigt.
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#3 carolo
  • 10.03.2011, 15:48h
  • "Auf der anderen Seite stellte er Demokraten Spenden in Aussicht, die gegen die Gleichstellung im Eherecht stimmen."

    So kriegen sie denn sprichwörtlich die beste Regierung, die man für Geld kaufen kann.

    Man kann garnicht mehr soviel Liebermann zitieren...
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#4 Gay EyeAnonym
  • 10.03.2011, 16:12h
  • Diese geleckten Fotos der Weltversteher aus dem gelobten Land sind immer wieder klasse. Das Purpur unterstreicht wunderbar den blässlichen Teint. Aber Silber und Gold gleichzeitig? Ts ts. Das hat Gott nicht gewollt, Mister O'Brien!
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#5 fast nachtAnonym
#7 FloAnonym
  • 10.03.2011, 16:46h
  • 1. Immer die Katholiken...

    2. Wenn ich mir so diesen feisten Erzbischof ansehe, täte dem ein wenig Fasten mal ganz gut.

    3. Wieso haben die immer ein Problem mit Demokratie?! Die können ja ruhig innerhalb ihrer Organisation so viel Faschismus verbreiten, wie sie wollen, aber aus demokratisch gefällten politischen Entscheidungen haben die sich raus zu halten. Aber die können es einfach nicht verwunden, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben, wo die Kirche herrschte und Leute nach Belieben drangsalieren und ausnehmen konnte.
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#8 FritzeAnonym
  • 10.03.2011, 17:16h
  • Auf dem Bild fehlt eigentlich nur ein hübscher Knabe auf dem Schoß des Erzbischofs!
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#9 lolAnonym
#10 TimonAnonym
  • 10.03.2011, 18:04h
  • Die religiösen Faschisten entwickeln sich immer mehr zur größten Bedrohung der Menschheit...
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