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Christina ist tot, lang lebe Christopher! (Bild: Screenshot)

Nach Protesten aus der Community wird der CSD München dieses Jahr doch nicht in Christina Street Day umbenannt.

Die CSD-Organisatoren hatten vor zwei Wochen die Namensänderung angekündigt, die nur 2011 gelten sollte (queer.de berichtete). Sie wollten damit in Kombination mit dem Motto "Gemeinsam für uns alle" auf die fehlende Sichtbarkeit von Lesben aufmerksam machen. Das führte zu teils heftiger Kritik aus der Community - den Organisatoren wurde unter anderem "Geschichtsklitterung" vorgeworfen (queer.de berichtete).

Am Freitag gaben die Veranstalter bekannt, dass nach den Protesten die einmalige Namensänderung zurückgezogen wird. "Wir haben unterschätzt, wie identitätsstiftend die Bezeichnung Christopher Street Day ist", erklärte CSD-Sprecher Thomas Niederbühl gegenüber queer.de. Damit solle zur Versachlichung der Debatte beigetragen werden. "Es ergibt keinen Sinn, sich weiter um einen Namen zu streiten, Grabenkämpfe zu führen und die Szene zu entzweien", so Niederbühl.


Thomas Niederbühl (Bild: Rosa Liste)

In einer Pressemitteilung beklagen die Organisatoren, dass sie von der "bedenklichen Aggressivität, vor allem auf Facebook und auf queer.de" erschreckt worden seien. Bislang habe es noch nie eine derartige Auseinandersetzung um Namen und Symbole gegeben.

Niederbühl sieht jedoch auch Positives in der Debatte. Immerhin seien nun die historischen Stonewall-Unruhen wieder in aller Munde. An seinem Ziel eines gemeinsamen Kampfes für gleiche Rechte will er jedoch festhalten: "Wir wollen nicht nur für Eigeninteressen eintreten, sondern durch ein solidarisches Miteinander gesellschaftliche Gleichstellung und Fortschritte erreichen, die Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gemeinsam betreffen", so Niederbühl weiter. Er appelliert an die Szene, trotz der "sozialen Unterschiede zwischen Schwulen und Lesben" an diesem Ziel festzuhalten. (dk)



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#1 FloAnonym
  • 11.03.2011, 15:47h
  • BRAVO!!

    Das wäre wirklich ein Skandal gewesen...

    ----------------

    "Wir haben unterschätzt, wie identitätsstiftend die Bezeichnung Christopher Street Day ist"

    Ach, man verfälscht die Geschichte und ahnt nicht, dass das vielleicht nicht gerade unseren Zielen dienlich ist? Wenn die das wirklich glauben, gehören die Organisatoren dringend durch andere ersetzt.

    ----------------

    "(...)und die Szene zu entzweien"

    Was sie ganz alleine zu verantworten haben.

    ---------------------

    "In einer Pressemitteilung beklagen die Organisatoren, dass sie von der "bedenklichen Aggressivität, vor allem auf Facebook und auf queer.de" erschreckt worden seien. "

    WIE BITTE?????????

    Hier wurden dutzendfach Gegenargumente sachlich vorgetragen!! Auf KEIN EINZIGES Argument haben die Verwantwortlichen reagiert, geschweige denn, es entkräften können. Stattdessen sind sie schmollend untergetaucht!!

    Ist man jetzt schon aggressiv, wenn man Leuten aufzeigt, dass sie falsch liegen und dass sie das Gegenteil des Intendierten erreichen?

    -----------------

    "Immerhin seien nun die historischen Stonewall-Unruhen wieder in aller Munde."

    Die wollten doch die historischen Fakten in den Dreck ziehen, nicht wir!! Dank uns sind die Fakten wieder in aller Munde....

    ----------------

    "Wir wollen nicht nur für Eigeninteressen eintreten, sondern durch ein solidarisches Miteinander gesellschaftliche Gleichstellung und Fortschritte erreichen, die Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gemeinsam betreffen"

    Das ist selbstverständlich!!

    Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, etc. gehören alle zusammen und wir sollten alle gemeinsam für unser aller volle Gleichstellung kämpfen!!

    Das erreicht man aber nicht, wen man peinliche Namen wählt, Geschichte verfälscht und einen Keil zwischen uns zu treiben versucht...

    -------------------

    Fazit:
    Mich freut unser Erfolg, aber es ärgert mich, dass die Verantwortlichen sich jetzt als arme Opfer einer aggressiven Kampagne hinstellen. Das Gegenteil ist der Fall!

    Können die nicht einfach mal eingestehen, dass sie nicht gut genug nachgedacht haben und dass sie sich geirrt haben. Und dass sie genau das Gegenteil dessen bewirkt haben, was wie wollten...
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#2 callboyAnonym
  • 11.03.2011, 15:48h
  • die hatten wohl angst das die konsumfreudigen schwulen wegbleiben wa.
    lesben sind erstens zahlmäßig weniger auf den csd als schwule und lesben geben weniger geld für trinken und für sex aus während und nach dem csd
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#3 MarekAnonym
  • 11.03.2011, 16:00h
  • Sehr geehrter Herr Niederbühl,

    wir haben hier zig Argumente gegen ihre Pläne aufgeführt. Wir haben gezeigt, dass es geschichtsverfälschend wäre und unseren Zielen schaden würde. Wir haben gesagt, dass das ein Straßenname und kein Name eines Mannes ist. Wir haben gesagt, es sei dumm, eine etablierte Marke zu beschädigen. Wir haben gesagt, dass das nicht Schwule und Lesben zusammenbringt, sondern einen Keil zwischen sie treibt und die Gräben der feministischen Mahnmaldebatte noch verstärken würde. Wir haben sogar Alternativen vorgeschlagen, wenn wirklich manche Leute nicht verstehen, dass das ein Straßenname ist (z.B. Munich Pride).

    Sie sind auf kein einziges dieser Argumente eingegangen!! Sie haben kein einziges Gegenargument bringen können!!

    Finden Sie es jetzt nicht etwas billig und peinlich, uns Aggressivität vorzuwerfen?

    Ist das Nennen von Fakten schon aggressiv, nur weil es nicht ihrer Meinung entspricht? Ein seltsames Weltbild wäre das. Oder können sie einfach nicht ihren Fehler eingestehen und müssen sich deshalb als Opfer einer angeblichen Verleumdungskampagne hinstellen?

    Haben sie es wirklich nötig, sich selbst dermaßen zu demontieren?

    Fakt ist:
    alles, was ihrer Meinung nach für die Umbenennung sprach, war nicht der Fall oder verkehrte sich sogar ins Gegenteil!! Es gab dutzende Gegenargumente, die weder Sie noch andere entkräften konnten.

    Aufgrund dieser Faktenlage waren hunderte Schwule und Lesben dagegen!! Wir haben gemeinsam unser Recht genutzt, dagegen zu argumentieren, so wie unsere Vorgänger in der Christopher Street auch ihr Recht genutzt haben.

    Sehen Sie das endlich ein! Und hören Sie auf, uns Aggressivität vorzuwerfen, nur weil die Mehrheit die Dinge anders sieht als sie (und Sie die Fakten und Argumente auch nicht entkräften konnten). Wenn Sie jetzt noch versuchen, dennoch eine Schmutzkampagne gegen uns zu fahren und sich als armes Opfer darzustellen, geben Sie sich endgültig der Lächerlichkeit preis!!

    Man kann nicht 2 Wochen untertauchen, auf keine Kritik reagieren und dann im Nachhinein versuchen, sachliche Argumente und Fakten als aggressiv hinzustellen und sich selbst als Opfer zu positionieren!!

    Akzeptieren Sie die Fakten und die Mehrheitsmeinung! Und dann können wir alle gemeinsam hoffentlich weiter für unsere Rechte kämpfen.

    Jetzt wo dieser Blödsinn, der uns allen geschadet hatte, abgewendet ist können wir hoffentlich gemeinsam für unsere Ziele kämpfen. Das geht aber nur, wenn sie nicht ständig nachtreten und diese Debatte die wirklichen Ziele aller Schwulen, Lesben (!), etc. überschattet!!
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#4 Felix-ACAnonym
  • 11.03.2011, 16:10h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Dem kann ich mich nur anschließen!!

    Nur weil die Mehrheit anders denkt als Herr Niederbühl, sind wir noch lange nicht aggressiv!!

    Und nur weil wir nicht sowas Dummes, was uns allen geschadet hätte, unterstützen wollten, sind wir auch nicht aggressiv!

    Und im Gegensatz zu Niederbühl & Co konnten wir unsere Position mit Fakten und Argumenten belegen, die weder Herr Niederbühl noch sonstwer widerlegen konnte.

    Was ist daran aggressiv?

    Auf keinerlei Kritik einzugehen (weil man merkt, dass man falsch lag und sich in was verrannt hat) und sich dann auch noch als Opfer hinzustellen, ist verdammt schlechter Stil!!
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#5 SarahAnonym
  • 11.03.2011, 16:19h
  • Antwort auf #4 von Felix-AC
  • Weg mit diesem Niederbühl...

    Er hat in Zeiten,in denen die Gewalt gegen Schwule unerträgliche Ausmaße annimmt, versucht den Fokus auf die Ausgrenzung von Lesben zu lenken.
    Das ist infarm. Das ist unsensibel. Das ist eine Schande für den CSD in München.
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#6 CarstenFfm
  • 11.03.2011, 16:27h
  • Sehr gut!
    Na also!

    Da hat der Protest doch gewirkt.
    Darum auch ein dickes Dankeschön an queer.de!
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#7 Tjalf ausMünchenAnonym
  • 11.03.2011, 16:29h
  • Jeder kann sich mal irren und in etwas falsches verrennen.

    Aber dass man dann im Nachhinein auch noch das Opfer spielt, das vorgibt, aus Angst vor der angeblichen Aggressivität anderer, zurückgesteckt zu haben, ist wirklich peinlich!

    Gegenargumente sind NICHT aggressiv!! Er hätte ja darauf reagieren können, wenn er meint, die hunderte anderen lägen falsch.

    Peinlich peinlich peinlich. Manche sind wohl schon so lange dabei, dass sie betriebsblind geworden sind und ihnen eine Pause ganz gut täte.
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#8 SebAnonym
  • 11.03.2011, 16:30h
  • Thomas !
    Aggressiv war die Diskussion nicht, eher überwiegend emotional. Das ist der Unterschied. Wie auch schon bei Deinem queer.de-Interview eierst Du, auch jetzt wieder, ganz schön herum. Hat etwa Herr Ude ein Machtwort gesprochen ? Proteste während Demo und Kundgebung hätten dem OB sicher nicht gefallen.
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#9 SebiAnonym
  • 11.03.2011, 16:36h
  • Die (gut und sachlich begründete) Opposition vieler ist nicht automatisch Aggressivität! Auch nicht, wenn man diese Lüge noch so oft wiederholt!

    Das scheint Herr Niederbühl immer noch nicht zu verstehen.
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#10 eieieieiAnonym
  • 11.03.2011, 16:36h
  • Eine Schande Eine Schande!

    Verfälschungen über Verfälschungen und Geschichtsfälschungen dazu.
    Auch die Schwulenszene hat ihren Guttenberg.

    looool

    Ich bin für München stürmen und besetzen. Und dann den Reichstag
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