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In kaum einem anderen Bereich ist ein Coming-out so schwierig wie im Fußball (Bild: vince42 / flickr / by-nd 2.0)

In Großbritannien haben sich die Football Association (FA) und andere Sportverbände einer von der Regierung angeregten Charta angeschlossen, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet.

Auch Profiverbände für die Sportarten Cricket, Tennis und Rugby sowie das Organisationskomitee für die olympischen Spiele 2012 in London haben das Papier unterschrieben. Die Charta besagt, dass der Sport für jeden offen sein und den Geist von Fairness und Gleichberechtigung ausstrahlen müsse. So heißt es darin: "Wir verpflichten uns, diese Werte für lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Menschen durchzusetzen. Wir werden zusammen und als Einzelne daran arbeiten, den Sport von Homophobie und Transphobie zu befreien."

FA-Generalsekretär Alex Horne erklärte, dass sich im britischen Fußball in den vergangenen Jahrzehnten viel getan habe: "Wir wollen sicherstellen, dass die Fußballstadien für alle offen sind, egal ob Familien oder Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle". Er verglich die Homofeindlichkeit mit dem Rassismus, der in der Vergangenheit in Stadien virulent gewesen sei. "Wir arbeiten weiter daran, alle Formen von Diskriminierung, auch Homophobie, aus dem Spiel zu verbannen", versprach Horne.


Staatssekretärin Lynne Featherstone (Bild: UK Home Office)

Die neue konservativ-liberale Regierung hat bereits in ihrer im Dezember veröffentlichten "Equality Strategy" angekündigt, mehr für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Sport tun zu wollen. Letzte Woche hat die liberaldemokratische Staatssekretärin für Gleichberechtigung, Lynne Featherstone, im Unterhaus angekündigt, dass die Regierung den Fußballverband in die Pflicht nehmen wolle: "Es ist offensichtlich sehr wichtig, mit der FA zusammen zu arbeiten, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der Fußballer problemlos ihr Coming-out meistern können, wenn sie das wünschen", erklärte die 59-Jährige. "Das ist nicht nur wichtig für die Liga, sondern auch für all die Jugendlichen im ganzen Land. Ihnen sollte jede Sportart offen stehen, ohne dass sie sich Sorgen vor Diskriminierung machen müssen."

In England wie auch in Deutschland gibt es gegenwärtig keinen einzigen Profispieler, der offen zu seiner Homosexualität steht. Erst letzte Woche sorgte das erste Coming-out eines schwedischen Fußballers für Aufregung (queer.de berichtete). Der 20-jährige Anton Hysén nannte es empörend, dass bislang niemand den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FloAnonym
  • 14.03.2011, 19:19h
  • Bravo!

    Ich würde mir wünschen, dass das auch in Deutschland und vielen anderen Ländern endlich geschieht.

    Homophobe Hassrufe und Beleidigungen müssen in den Stadien genauso hart und unerbittlich bestraft werden, wie rassistische!!

    Es kann nicht sein, dass Homophobie weniger schlimm sein soll als Rassismus! Aber das ist ja dank Union und FDP schon im deutschen Grundgesetz der Fall!!
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