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Der rumänische Mittelfeldspieler Meril Radoi spielt seit 2009 in der saudischen Liga.

Ein rumänischer Fußballprofi ist in Saudi-Arabien zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.800 Euro verurteilt worden, weil er einen anderen Spieler abwertend als schwul bezeichnet hatte.

Wie "Emirates 24/7" meldet, hat der Mittelfeldspieler Meril Radoi den saudischen Fußballer Hussein Abdul Ghani diffamiert, als er im Interview mit einem internationalen Fernsehsender sagte: "Ich weiß nicht, warum er mir überall hin folgt und mir während den Spielen immer auf den Geist geht. Er fasst mich an wie ein Mädchen, ich weiß nicht warum. Vielleicht mag er keine Frauen, sondern Männer." Saudische Zeitungen erklärten, diese Aussagen seien "rassistisch".

Die Geldstrafe in Höhe von 40.000 Saudi-Rial wurde vom saudischen Fußballverband ausgesprochen. Radoi ist außerdem für zwei Ligaspiele gesperrt.

Der 29-jährige Radoi spielt seit 2009 für Al-Hilal, einen Erstligaclub aus der Hauptstadt Riad. Mit Al-Hilal wurde er 2010 saudischer Meister. Zuvor war er fast ein Jahrzehnt für den mehrmaligen rumänischen Meister Steaua Bukarest gespielt und stand insgesamt 67 Mal für die rumänische Nationalmannschaft auf dem Platz.

In Saudi-Arabien steht auf Homosexualität im schlimmsten Fall die Todesstrafe. In den letzten Jahren ist für diese "Straftat" keine Vollstreckung der Höchststrafe bekannt, es gibt aber immer wieder Berichte über Massenverhaftungen und Auspeitschungen. So wurde im November 2010 ein Mann unter anderem zu 500 Peitschenhieben verurteilt (queer.de berichtete). Grundlage für die Verfolgung Schwuler ist eine rigide Auslegung der islamischen Scharia.

Es ist nicht bekannt, ob im Land eine schwul-lesbische Subkultur existiert, da das gesellschaftliche Leben aufgrund rigider Religionsvorschriften stark eingeschränkt ist. So sind Bars, Nachtclubs und Kinos sind illegal. Eine islamische Religionspolizei, das so genannte "Komitee für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern", überwacht das gesellschaftliche Leben. (dk)



#1 Sebastian2000Anonym
  • 14.03.2011, 16:35h
  • Die Frage ist nur hier: War das gut oder schlecht, dass er bestraft wurde?

    Denn im Gegensatz zu Ländern in der EU hat die Strafe eine andere Bedeutung

    .
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#2 gatopardo
  • 14.03.2011, 16:35h
  • Natürlich wird der Rumäne wissen was er sagt und man kann sich vorstellen, dass er als attraktiver europäischer Sportler gut und gerne mal einem arabischen schwulen Kollegen gefallen dürfte. Die offizielle saudische Reaktion auf "rassistische" Äusserungen und die homophobe Beschränktheit des rumänischen Spielers sprechen dagegen die gleiche Sprache.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 habs_asProfil
  • 14.03.2011, 20:23hBasel
  • Bestrafen? Wofür? Da sollten wir aufpassen, dass wir anderen den Mund nicht verbieten; zumindest so, wie die Aussage hier zitiert ist, ist ja wohl nichts abschätziges dran, wenn sich jemand derat darüber empört zeigt, dass jemand anders nervt... Sensibilität im Umgang sollten wir nicht nur uns selbst gegenüber einfordern...
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#5 BurgerBerlinProfil
  • 14.03.2011, 20:25hBerlin
  • Man ist fast geneigt zu sagen „minus mal minus gibt plus“ - aber so ist es leider nicht. Dies geschah in einem islamistischen Land in dem das Gesetz der Scharia gilt. Dazu gehört unter anderem ja auch die Todesstrafe oder sonstiges menschenverachtendes Zeugs. Es verwundert nur, wie groß die Auslegungsfähigkeit dieser sonderbare Gesetzgebung ist. Menschenverachtend und Demokratie-unfähig bleibt diese Glaube trotzdem und dies nicht nur in Saudi-Arabien.
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#6 XDAAnonym
#7 ArthasAnonym
#8 gatopardo
  • 14.03.2011, 22:04h
  • Antwort auf #6 von XDA
  • Vielleicht sollten wir mal erklären, dass dieser Rumäne ganz schön rücksichtslos sein muss, in einem Land wie Saudi-Arabien solch eine öffentliche Aussage über einen Kollegen zu machen, der ihn anhimmelt.
    Das Urteil wegen "Rassismus" lässt sich dann auch wohl nur damit erklären, dass es ja offiziell überhaupt keine Schwulen in dem Land geben kann und schon gar nicht unter gestandenen Fussballern.
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#9 Wyndakyr
  • 14.03.2011, 22:55h
  • Da fühlen sich die Moslems mal wieder auf den Schwanz getreten, wenn einer von ihnen als schwul bezeichnet wird.

    Ich kenn jetzt die Meinung dieses rumänischen Fußballers nicht, aber nach dem, was man sonst aus Osteuropa über Schwule zu hören bekommt, ist dieser Kommentar irgendwie ziemlich harmlos und auch nicht wirklich beleidigend, sonden blos eine Vermutung. Er fühlte sich wohl nur von der "Baggerei" des anderen Spielers genervt.
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#10 call boyAnonym