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Ricky Martin ist glücklich, nichts mehr verstecken zu müssen (Bild: Wiki Commons / Joel Telling / CC-BY-2.0)

Der Latino-Sänger bezeichnet sich ein Jahr nach seinem Coming-out als "glücklicher Mann".

Von Carsten Weidemann

Wir haben es immer gewusst: Ein Coming-out tut gut. Dies hat nun auch Ricky Martin zugegeben: "Für mich ist es einfach so heilend, nichts mehr verstecken zu müssen, dass man mir das sicher ansieht", sagte der 39-jährige Sänger in einem Interview in der neuen Ausgabe des Magazins "InTouch". Dass er genau vor einem Jahr im März 2010 aus dem Schrank kam (queer.de berichtete), bezeichnet er heute als Befreiungsschlag: "Es fühlt sich alles richtig an. Ich bin ein glücklicher Mann." Zu Gast in der Talkshow "Larry King Live" sagte Ricky Martin sogar: "Wenn ich gewusst hätte, wie gut sich das anfühlt, hätte ich diesen Schritt bereits vor zehn Jahren getan."

Auch seine Rolle als schwuler Vater genießt er in vollen Zügen: Seit der Geburt seiner Zwillinge Matteo und Valentino spiele die Musikkarriere eine weniger wichtige Rolle, verriet Ricky Martin im "InTouch"-Interview: "Ich war so lange auf der Suche nach mir selbst (...) Aber erst als ich die Knirpse zum ersten Mal im Arm gehalten habe, fragte ich mich ernsthaft: Warte mal, worum geht es eigentlich wirklich im Leben?" Nannys für die Kleinen kommen für den Sänger übrigens nicht in Frage. "Ich will meine Zwillinge selbst rund um die Uhr erleben. Egal wie anstrengend es manchmal auch sein mag."

Ricky Martin steht auf kluge und witzige Männer

Ähnliches sagte der puerto-ricanische Popsänger bereits in einem Interview in der Januar-Ausgabe des britischen Gay-Magazins "Attitude", das jedoch auch eine Frage nach seinem Männergeschmack nachschob: "Jemand der sehr selbstsicher ist ohne arrogant zu sein. Jemand der offen für Dinge ist", beschrieb Martin dort seinen Traummann. Männer, die ihn interessieren, müssten klug und witzig sein. Zu haben ist Ricky Martin allerdings nicht. In der "Oprah Winfrey Show" sagte er, dass er einen festen Freund hat, den er jedoch aus dem Medienrummel heraushalten wolle.

Bereits lange vor dem Coming-out hatte es Gerüchte um die sexuelle Ausrichtung des als Enrique Martin Morales geborenen Sängers gegeben. Er selbst begründete die jahrelange Verheimlichung seiner sexuellen Orientierung damit, seine Karriere nicht gefährden zu wollen. Viele Berater und Freunde hätten ihm mit Blick auf seine Fangemeinde zur Geheimhaltung geraten.

Über diese Selbstverleugnung schreibt der Sänger ausführlich in seiner Biografie Ricky Martin - Ich, die innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller wurde und seit kurzem auch auf Deutsch erhältlich ist. Auch musikalisch läuft es gut: Sein im Februar erschienendes neues Album Musica + Alma + Sexo - das erste nach sechs Jahren - landete prompt auf Platz drei der US-Albumcharts.



#1 Timm JohannesAnonym
  • 16.03.2011, 14:56h
  • "Ich will meine Zwillinge selbst rund um die Uhr erleben. Egal wie anstrengend es manchmal auch sein mag."

    ---> Uihh ich bin mir sicher, das dieser Satz so manch einem schwulen Paar zu denken geben wird. Ich kenne viele schwule Paare zwischen 30 und 45, die viele Jahre zusammen sind, und wo dies Thema "immer wieder auf den Tisch" kommt.

    In der Regel aber scheinen dann doch diese schwulen Paaren (in Deutschland zumindest) sich größtenteils gegen Kinder zu entscheiden, da Sie Sorgen haben, den Kindern ein optimales Lebensumfeld zu gestalten. Die Betreuungsfrage, die Finanzierung der Kinder oder die eigene Wohnsituation lassen viele schwule Paare dann von der Regenbogenfamilie Abstand nehmen. Es sind eher Frauenpaare in Deutschland, die sich zu Regenbogenfamilien entscheiden.

    Erschwerend hinzukommt aber im Unterschied zu den USA, das hier schwulen Paaren vom deutschen Gesetzgeber sowohl die gemeinschaftliche Adoption (Adoptionsvermittlungsgesetz) als auch den deutschen Ärzten die Hilfe bei einer Leihmutterschaft (Embryonenschutzgesetz) untersagt ist. Wie soll ein schwules Paar in Deutschland Zwillinge bekommen, wenn Ihnen die Leihmutterschaft gesetzlich verwehrt ist, indem Ärzte es untersagt ist, hier zu helfen ?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 gatopardo
  • 16.03.2011, 16:17h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Da bin ich mal mit Dir einer Meinung, auch wenn ich dessen Art von Musik nicht ausstehen kann. Aber er hat diesen etwas vulgären, aber typischen Anflug eines Latino-Europäers aus Spanien, Italien oder Portugal, der ihn wiederum anziehend macht.
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#4 HinnerkAnonym
  • 16.03.2011, 19:01h
  • Ich wünschte, Fußballer und andere Sportler würden auch einsehen, dass sie mit einem Outing nicht nur ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und die Gesellschaft verändern, sondern dass sie in erster Linie auch sich selbst damit einen riesigen Gefallen tun.
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#5 Dream boyAnonym
#6 NeutralAnonym
#7 rickyAnonym
#8 sebastian2000Anonym
  • 19.03.2011, 02:21h
  • Ich fande den eigentlich schon immer cool, aber mir wars auch irgendwie klar das er zumindest bi ist.

    Livin la vida loca ;)

    Krass das er schon 39 ist, sieht man ihm gar nicht an.

    Ich als Bi-Mann finde eh, dass Männer mit dem Alter eher noch geiler werden, obwohl ich eher auf gleichaltrige oder etwas jüngere stehe.
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