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Im Juni wird der Smalltown-Boy 50

Zur Diven-Gala beim Kölner Sommerblut Kulturfestival im Mai tritt der frühere "Smalltown-Boy" wieder auf.

Von Christian Scheuß

Es ist bereits ein Vierteljahrhundert her, dass die britische Synthie-Pop-Band "Bronski Beat" ihre erste Single veröffentlichte, und damit in mehrfacher Hinsicht einen ungewöhnlichen Hit landete. Auffallend war die zum einen die Stimme des Frontmanns Jimmy Somerville. Da sang einer Pop mit einer grandiosen Falsett-Stimme, bei der selbst Morton Harket von a-ha Mühe hätte, solche Höhen zu erreichen. Zum anderen sang Somverville über einen schwulen Jugendlichen, der von seinem Heimatort, wo er von niemanden akzeptiert wird, in die große Stadt flieht. "Smalltown Boy" war der erste politische Protestsong, zu dem man in den Diskotheken tanzen konnte. Und sich zugleich so wunderbar mit der Dramatik des eigenen Coming-outs identifizieren konnte. Das 1984er Album "Age of Consent" war entsprechend voller Songs, die den schwulen Stolz und die Wut über die fehlende Akzeptanz der Gesellschaft anstachelte.

Wie Boy George oder Marc Almond ereilte auch Jimmy Somerville das Schicksal, seit spätestens Ende der Neunziger keine großen Erfolge mehr erzielen zu können. Sein letztes Album "Suddenly Last Summer" stammt aus dem Jahr 2009. Ganz frisch ist seine EP "Bright Thing" erschienen, die gibt es aber nur als Download. Mitbekommen haben das nur wenige. Stattdessen schöpft der Solokünstler aus dem Ruhm vergangener Zeiten. So wird er häufiger in England für Auftritte gebucht. Aber auch in Deutschland wird er endlich wieder einmal zu sehen und zu hören sein.

Youtube | Mit dem Song fing 1984 alles an

Früher schwuler Protest-Pop zum Tanzen, heute Diva

Das Sommerblut Kulturfestival, das seinen zehnten Geburtstag feiert, hat die schwule Ikone der neonbunten achtziger Jahre eingeladen. Er tritt am 22. Mai in der Kölner Philharmonie im Rahmen der DIVEN-GALA auf, in einer Reihe mit anderen Diven wie zum Beispiel Georgette Dee oder Tim Fischer. Moderiert von zwei weiteren Primadonnen des Showbiz: Alfred Biolek und Romy Haag. Sie als auch die weiteren KünstlerInnen, Operntenor Pavol Breslik, Musik-Komödiantin Rebecca Carrington oder die Blues-Legenden Richard Bargel und Klaus Major Heuser solidarisieren sich an diesem Abend speziell mit contergangeschädigten Menschen für eine gerechte Entschädigung.

Auf "Bright Thing" klingt Somerville auf jeden Fall ganz wie der Alte. Mal hören, in welche Höhen er seine Stimme live heben kann. Ein "Smalltown Boy" ist er auf gar keinen Fall mehr, vielmehr ein Mann mit ausgefeiltem Beuteraster, wie er im Song "Freak" beweist: "I need a freak of a man tob e mine" Ich brauche einen verrückten Kerl, um Ich selbst zu sein. Den sollte er wohl in Köln finden...



Video: Jimmy Somerville trifft Straßenmusikanten

Nur in Berlin: Ein Musiker stimmt "Smalltown Boy" an, als der ursprüngliche Sänger zufällig mit Hund vorbeikommt und in den Gesang einstimmt.
#1 vingtans
  • 17.03.2011, 17:00h
  • hey mal ehrlich..

    die 80er und 90er waren ohne frag tolle musikalische jahrzehnte.

    aber müssen sämtliche pop-leichen der damaligen zeit zurück kommen?!
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#2 MarekAnonym
  • 17.03.2011, 18:49h
  • Antwort auf #1 von vingtans
  • Wenn die Guten von damals heute immer noch gut sind, wieso sollen sie dann heute nichts mehr machen? Bringt vielleicht etwas Abwechslung ins heutige Einerlei aus Casting-Sternchen, computergenerierter Musik und anderem Schrott...
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#3 beobachter-2Anonym
  • 17.03.2011, 19:32h
  • Schade, daß der seine Haare nicht mehr hat. Sieht aus wie der Tod auf Latschen. Glatze macht häßlich.
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#4 Audi5000Anonym
  • 17.03.2011, 19:57h

  • Hey ich Find's auch immer Super wenn welche aus den '80er oder '90er Zeigen das sie's noch drauf haben.
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#5 herve64Profil
  • 18.03.2011, 09:19hMünchen
  • Dass Jimmy Somerville wieder zurück kehrt, finde ich sehr gut: wenn schon die Youngsters nichts in Richtung Community gebacken kriegen, sondern einzig und allein ihr persönliches Fortkommen im Sinn haben, sich deswegen notfalls sogar zum Pausenclown für Bohlen & Co. produzieren und nicht merken, wie lächerlich sie sich dabei machen und sich selbst erniedrigen, dann sind mir solche Vorkämpfer wie Jimmy Somerville tausendmal lieber als der gesamte Casting-Ausschuss, der sich für "Superstars" hält, von dem man aber in der Folgezeit nichts mehr hört und sieht.

    Im Übrigen: Glatze sieht einfach geil aus!!!
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.03.2011, 10:09h
  • Auch ich finde es super, daß Jimmy Somerville auf die Bühne mit neuen Songs zurückkehrt! Es war ja lange still um ihn gewesen!
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#7 jojoAnonym
  • 18.03.2011, 12:45h
  • yep, glatze ist sexy! und ich stehe auf kleine männer...

    im gegensatz zu den casting-wegwerfsternchen, die nur als modisches accessoire für eine saison taugen, sind einige der wirklichen stars eben auch echte musiker. denen vorzuwerfen, dass sie ihren beruf bzw. ihre berufung auch so lange ausüben, wie sie es können, finde ich echt unsinnig. wirft man einem alten schreiner vor, dass er vierzig jahre lang schränke baut? gute musik ist eben nicht nur ein zeitgeistprodukt!

    mich hat z.b. auch das neue album von duran duran überrascht. ich hab die früher nie (zumindest nicht absichtlich) gehört, aber jetzt nudelt das album schon einiger zeit tagein tagaus....
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#8 stromboliProfil
  • 18.03.2011, 13:18hberlin
  • Antwort auf #7 von jojo
  • "yep, glatze ist sexy! und ich stehe auf kleine männer... "
    mir fällt auf, dass eine ganze reihe in ihrem fach großer künstler, kleine männer sind ( ist das bei frauen ebenso?? wie groß ist Gagga, Madonna; Bette Davis war ebenso klein ) wie z. b. Sinatra, Sammy Davis jr., Belafonte,Humphrey Bogart.. und allen gemeinsam, eine expressive ausdrucksfähigkeit... und wie man flüstert, eine ungewöhnlich standhafte und große ausgabe des freudenspenders...
    Wird hier "größe " kompensiert????&
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#9 jojoAnonym
#10 TorstenEhemaliges Profil
  • 19.03.2011, 14:09h
  • Those were the days...

    Mir gefällt seine Musik heute fast noch besser als damals. Und sexy ist Jimmy Somerville nach wie vor.
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