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  • 26. Juli 2004, noch kein Kommentar

Patrick Angus gehört zu der Künstlergeneration, die Ende der 70er Jahre entgegen der vorherrschenden abstrakten Kunst der Zeit begann, sich wieder realitätsnaher Malerei zuzuwenden. Das schwule Museum in Berlin zeigt in einer Ausstellung die Welt des amerikanischen Künstlers.

Geprägt von den Erfolgen der sexuellen Revolution und einer Selbstbefreiung der Schwulen um der Christopher Street 1969, wollte Angus einer bis dahin auch in der Kunst verdrängten schwulen Lebenswirklichkeit zu ihrem Recht auf eigenständige Bilder verhelfen. Geboren am 3. Dezember 1953 in Nord-Hollywood und aufgewachsen in Santa Barbara an der kalifornischen Küste, gehört Angus zu einer jüngeren Generation schwuler Künstler. Trotzdem war auch sein Entwicklungsgang geprägt von persönlichen Hindernissen. Mit 15 Jahren, also genau 1969, wusste Patrick Angus zwar schon, dass er schwul war, aber die Liebesträume zu anderen Jungen blieben lange Jahre unerfüllt.

Seine Kunst wurde besonders durch seine Umwelt geprägt: Schon seit den 60er Jahren war Kalifornien und besonders die beiden Großstädte San Francisco und Los Angeles zum neuen Mekka der Schwulen geworden. Die Welt des Bodybuilding, die an den Stränden von Los Angeles zur Schau gestellt wurde, faszinierte nicht nur amerikanische Homosexuelle, sondern beeinflusste durch ihre fotografische Verbreitung die Sehnsüchte weltweit.

Patrick Angus ging es weniger um die Abbildung eindeutig sexueller Situationen, auch wenn er einzelne derartige Arbeiten geschaffen hat, sondern um wesentlich weiter gefasste Bilder schwuler Liebes- und Lebenszusammenhänge. Die Zeichnungen bilden einen breitgefächerten Bildzyklus, ein Monument schwuler Lebenswirklichkeit der neuen Freiheiten und dem großem Selbstbewusstsein nach den Ereignissen in der Christopher Street und vor Aids. (pm/dk)

My Heart Goes Bang Bang Bang Bang, im Schwulen Museum, Ausstellungen Archiv Bibliothek, Mehringdamm 61, 10961 Berlin, Ausstellung vom 16. Juli bis 4. Oktober 2004. Öffnungszeiten: täglich außer Di., 14-18 Uhr, Sa. bis 19 Uhr.

26. Juli 2004