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Das Wichtigste immer überall abrufbar aus der Cloud (Bild: Montage: Queer)

Der neue Trend: Alles online speichern. Doch sind meine privaten Fotos, Filme und Daten sicher? queer.de prüft die wolkigen Angebote.

Von Carsten Weidemann

Neulich im Facebook-Chat: "Hast Du schon die neue Folge von RuPaul's Drag Race gesehen?" "Ne, hast du die schon auf der Platte?" "Ja, kann ich dir schicken. Ich stell die Datei in die Cloud."

Die "Cloud" - die Wolke, sie schwebte als großes Thema während der letzten CeBit über den Ständen der Computermesse in Hannover. Rein technisch betrachtet, ist die Cloud ein alter Hut. Daten werden vom heimischen Computer auf Server eines Providers geschoben und sind dort abrufbar. Neu ist jedoch die Art und Weise, wie User auf die Daten zugreifen können. Die Speicherorte im Internet fügen sich nämlich einerseits nahtlos in das Betriebssystem ein, so dass es kaum noch fühlbare Unterschiede gibt, ob der Ordner daheim oder online abgelegt wurde. Und die Daten lassen sich mit jedem beliebigen Gerät aufrufen, das über einen Internetzugang verfügt.

Mit dem Überall-Internet wird der Wunsch der Nutzer immer größer, auch die privaten Daten überall verfügbar zu haben. Schön, dass die mp3-Sammlung fein sortiert aufbereitet auf dem Laptop daheim schlummert, aber auf Reisen kommt man nicht dran. Dort liegt auch die Aufzeichnung der letzten Folge der Lieblingsserie, die jetzt die langweilige Bahnfahrt verkürzen könnte, aber man vergaß, sie noch schnell aufs iPad zu kopieren. Und die Schnappschüsse vom letzten Urlaub hätte man gern Mutti präsentiert, wenn man sie aus Platzmangel nicht erst kürzlich vom Smartphone auf die Festplatte verschoben hätte. Und das schweinische HD-Video, dass man letzte Woche mit seinem One Night Stand aus den USA gedreht hat und ihm nun nach Hause schicken möchte? Als E-Mail ist es zu groß, als CD-Rom könnte es beim Zoll peinlich werden. Läge alles in der Cloud, gäbe es diese Hürden nicht.

Schweinkram besser verschlüsseln

So praktisch es ist, ein paar Dinge gilt es zu beachten. Wer private Daten auf fremden Servern ablegt, muss sich bewusst sein, dass sie von Dritten eingesehen werden oder verloren gehen können. Neugierige Blicke können zum Beispiel vermieden werden, indem man die Dateien komprimiert bündelt und mit einem guten Passwort versieht. Den Verlust vermeidet man, indem man die Cloud immer nur mit Kopien versieht und nie als Hauptspeicherort verwendet.

Den derzeit günstigsten und benutzerfreundlichsten Einstieg in die Datenwolke bietet die Dropbox. Kostenlos erhält man zwei GB Speicher, eine Software integriert den Online-Ordner in den Dateimanager, neue Dateien werden automatisch im Hintergrund synchronisiert. Mit Freunden kann man Dateien austauschen. Die Dropbox ist sehr beliebt, da es auch für die iPhone-und Android-Welt inzwischen viele Apps gibt, die sich direkt mit dem Onlinespeicher verbinden können.

Noch bis Ende März läuft die Promoaktion für das Produkt "HiDrive" von Strato, bei der man 100 GB Speicher ein Jahr lang für einen Euro erhält. Danach bezahlt man 4,90 Euro/Monat. Das ist massig Platz für ganze Musik- und Videosammlungen, doch hier braucht man ein bisschen Fachwissen, um den Zugang, je nach Gerät, mehr oder weniger einfach hinzubekommen.



#1 Tobi CologneAnonym
  • 18.03.2011, 15:31h
  • Davor kann man nur warnen.

    Hier stand kürzlich in der Zeitung der Fall eines Fotografen, der seine Bilder "in der Cloud" speicherte. Darunter waren 2 Aufnahmen, wo Männer im Badehosen drauf waren. Prompt wurde ihm der Zugang gesperrt und ihm wurde gedroht, wenn er nicht der Löschung zustimmen würde, würde sein Account komplett gelöscht, da die Bilder gegen Nutzungsbedingungen verstießen.

    Das zeigt drei Sachen:
    1. Offenbar ist ein Mann in Badehose für die schon anrüchig. Was sagen die dann erst bei Aktaufnahmen oder gar Pornos? Wohlgermerkt, alles keine illegalen Inhalte...

    2. Offenbar werden dort die privaten Daten von Nutzern durchstöbert. Datenschutz ist im Cloud-Computing ein Fremdwort.

    3. Man ist auf Gedeih und Verderb dem Wohlwollen dieser Anbieter ausgeliefert, was ihnen passt und was nicht.

    Fazit:
    Nein danke. Ich bleibe beim traditionellen Computermodell. Dann muss ich eben von Zeit zu Zeit eine Sicherheitskopie meiner Daten auf USB-Stick machen oder auf DVD brennen. Ist mir immer noch lieber als Cloud Computing.
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#2 vingtans
  • 18.03.2011, 16:13h
  • ouhman..jetzt tun alle so als gäbe es die cloud erst seit einem jahr...

    das cloudsystem kannte ich schon als 15 jähriger, und ich hab ja mal übrhaupt keinen plan von sowas
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#3 Leonardo D.Anonym
  • 18.03.2011, 16:55h
  • Wohl wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, das die "Werbung" hier nicht hält, was sie verspricht !?

    Mich schreckt sowieso immer ab, wenn diese Programme wie DROPBOX nur in englisch gelesen, verstanden und bedient werden können :-(
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 karAnonym
  • 19.03.2011, 12:45h
  • Dropbox und Strato sollen die günstigsten Anbieter sein? Wieviel Aufwand war nötig, das zu recherchieren bzw. warum wird nichts über bessere Atternativen wie Microsoft Skydrive (25 GB freie Webdisk) u. Wuala (unter bestimmten Vorraussetzungen sind 2GB freier Onlinespeicher möglich) geschrieben? Wuala rechnet Pakete mit höheren Speicheranforderungen nicht monatlich, sondern jährlich zu Preisen ab, die andere monatlich nehmen. Beide Dienste, also Microsoft Skydrive und Wuala sind im übrigen auch deutschsprachig verfügbar. Ausserdem gibt es weitere Dienste, die ebenfalls mithalten können.
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#6 queer_christianEhemaliges Profil
  • 19.03.2011, 19:57h
  • Antwort auf #5 von kar
  • 100 GB 1 Jahr für 1 Euro ist bezogen auf die Speicherplatzgröße das derzeit günstigste Angebot auf dem Markt! Die Dropbox mit 2 GB kostenlos reicht für Einsteiger, die nur kleine Dateien synchronisieren wollen.

    Skydrive ist meines Erachtens KEINE bessere Alternative, trotz 25 GB. Denn Microsoft begrenzt die Größe der ablegbaren Daten (nicht mehr als 50 MB pro File), zudem lassen sich andere Dateien als Office-Dokumente oder Fotos nur mit kostenpflichtigen Zusatztools dort ablegen.

    Wuala bietet nur 1 GB kostenlos.
    Weitere Anbieter wären:
    Humyo (5 GB frei für Fotos, Videos, Musik).
    Adrive (50 GB frei).
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#7 karAnonym
  • 19.03.2011, 21:23h
  • Antwort auf #6 von queer_christian
  • Zunächst einmal, Humyo wurde v. einer anderen Unternehmung gekauft und Neuregistrierungen eingestellt. Es gibt auf der Startseite einen Link zu dem Angebot des Käufers, bei dem es kein freien Onlinespeicher gibt.

    Die 100 GB bei Strato kosten im 1 Jahr 1 Euro. Ab dem zweiten Jahr schon 4,95 € mtl.

    Aber zu Wuala, es ist nämlich sehr wohl möglich, 2 GB freien Speicher zu bekommen. Weiss nicht, ob ich zum besseren Verständnis Links setzen kann, da es so ist, dass es sich um Empfehlungslinks handelt. Wer sich über einen Empfehlungslink bei Wuala anmeldet, bekommt frei und ohne versteckte den doppelten Speicher.

    Microsoft Skydrive mag zwar diese Beschränkung v. 50 MB haben. Aber grundsätzlich es ging in der Fragestellung um die günstigsten Einstiegsmöglichkeiten. Das so ein Haken drin ist, ist grundsätzlich zu verschmerzen. Es würde ja niemand sich da anmelden, um irgendwelche VideoDVD Rips zu uppen o. ähnliches. Oder doch?^^

    Im übrigen möchte ich auf einen weiteren Dienst hinweisen. Ubuntu One stellt eine gute Alternative zu Wuala u. vielleicht noch zu Dropbox dar. Auch damit bekommen Interessierte als Einstieg freie 2 GB Onlinespeicher.
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#8 AutobatterieAnonym
  • 20.03.2011, 01:07h
  • Hallo,

    allen Warnungen schliesse ich mich an, insbesondere derer bzgl. der Datensicherheit. Wirksame(!) Verschlüsselung beherrschen die meisten Benutzer nicht, so meine Vermutung - ich übrigens auch nur ein bißchen - die ich aus der Erfahrung mit Emailverschlüsselung gesammelt habe: die macht so gut wie niemand. Am Rande angemerkt müßte es E-Postcard heißen und nicht E-Mail. Das elektronische Äquivalent zum Brief (Mail) wird wie eine Postkarte, sprich fuer jeden lesbar der Zugriff auf sie erhält, durchs weltweite Netz verschickt. Noch mehr am Rande müßte man jetzt noch ergänzend erläutern, daß alles als IP-Pakete verschickt wird im Internet. Diese können unterschiedliche Wege durch das Netz nehmen, usw. fasel...lassen wir das. ;-)

    Einen Punkt füge ich noch hinzu, nämlich daß das Hin- und Herschicken seiner Dateien massiv den Netztransfer belastet. Schon jetzt mußten Knotenpunktbetreiber die Switches und Leitungen massiv aufrüsten aufgrund von gesteigertem Netzverkehr durch Video On Demand. Das war bereits vor Jahren, und endlos Steigern läßt sich die Transferleistung nicht, irgendwann ist Schluß mit den Gigabytes/Sek.

    Man ist ja nicht alleine mit seinen Daten, sondern da sind Hunderte von Millionen von Internetbenutzern weltweit. Wenn die alle in die "Cloud" auslagern, dann glühen neben den Glasfaserkabeln auch die Switches in den Netzknoten.

    Für mich klingt das alles nach einem neuen "Buzzword", das leicht an den Mann zu bringen ist. Klingt cool, ist cool, alle machen mit. Ich nicht, solange ich kann. "Cloud" klingt wie "klaut", und das kann mit meinen Daten passieren, daß die irgendjemand aus der Cloud klaut.

    Nochmal zurück zur Verschlüsselung. Angenommen alle Benutzer weltweit haben das Know-How und den Grips alle in die Cloud ausgelagerten Daten zu verschlüsseln, dann setzt das auch ein kluges Paßwort-Management voraus. Pflegen von Paßwörtern, regelmäßiges ändern von Paßwörtern..... und schon gibt es ein Riesenproblem. Alle Daten müßten bei einer Paßwortänderung komplett ent- und neu verschlüsselt werden. Und das bei Daten unbekannter Menge von Hunderten von Millionen von Internetbenutzern ausgelagert in der Cloud. Ein unglaublicher Datentransfer über langsame Glasfaserkabel (was schnelleres gibt es leider nicht, außer supraleitende Kabel vielleicht, aber die Kühlung ist extrem schwierig, und teuer bei Hunderttausenden von Kilometern an Kabeln auf der ganzen Welt).

    Mir wird da recht schwindelig wenn ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen an all die vielen Faktoren denke dir mir alle im Zusammenhang mit Cloud einfallen. Worauf ich eigentlich hinauswollte war, daß ebenfalls externe Dienste einem auch noch das merken von Paßwörtern abnehmen. Paßwort-Tresore im Internet, bildlich gesprochen eine Kirsche oben auf der Cloud-Torte.

    Da fällt mir gerade ein, was passiert mit den Daten wenn der Cloud-Dienstleister, dem *Du* Deine Daten anvertraut hast, pleite und seinen Laden dicht macht? Oder aus anderen Grund die Pforten schließt? Kommst Du dann noch an Deine Daten ran?
    Stell Dir vor, genau das passiert, und der Dienstleister hat, sagen wir, 100.000 Kunden, die jetzt alle "zeitnah" schnell ihre Daten retten wollen und alles herunterladen. Schon wieder die Sache mit der Netztransferbelastung, und wie schnell kann der Dienstleister überhaupt noch senden wenn so viele zugreifen. Vielleicht sind dessen Server abgeschaltet, oder er selbst vertreibt kein Netz sondern lediglich Server, die aufgrund von der Pleite vom netz getrennt werden. Die Fragen beantwortet keiner, weil keiner Erfahrungen hat.

    Kleines Beispiel um zu verdeutlichen, was digitale Abhängigkeit bedeutet: tun wir mal so, als wenn "Steam" von heute auf morgen komplett abgeschaltet wird, alle "World of Warcraft" server oder Google komplett. Besser ein etwas realistischeres Szenario: ein Unterseekabel reißt.

    Ihr kommt nie drauf, woher ihr das alles bereits kennt. Im Straßenverkehr. Alle Straßen sind vernetzt, und vor allem sind im Idealfall alle Straßen so ausgebaut um das Verkehraufkommen einigermaßen gut zu bewältigen. Jetzt wird durch eine Großbaustelle eine Hauptstraßé dicht gemacht. Völlig klar was jetzt passiert: der Verkehr wird nicht weniger, und der sucht sich nun andere Wege um die Baustelle herum. Genau so machen es die Daten im Internet (Stichwort "TCP/IP") auch. Wenn das Hindernis Baustelle den Verkehrsfluss massiv behindert, so tut es das gerissene Unterseekabel - oder irgendeine andere Störung (IT-Systeme können sehr anfällig sein) - ebenfalls im Internet.

    Nein, nein, es gilt schon aus verkehrstechnischen Gründen den Datentransfer zu minimieren wo es möglich ist. Cloud ist das genaue Gegenteil! Wenn die begrenzten Kapazitäten mehr und mehr durch Cloud-Computing vereinnamt werden, müssen zwangsläufig andere Elemente zurückstecken, und schon bin ich beim Thema "Neztneutralität". Man kommt bei diesem Thema aber auch von einem aufs andere. Es nimmt kein Ende.

    Doch jetzt. ;.)

    Autobatterie
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