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Durfte am 18. März 2011 den Schlüssel weiterreichen: Bundespräsidenten-Gattin und ideelle Unterstützerin der Deutschen AIDS-Stiftung Bettina Wulff (Bild: Steffen Hoeft/Deutsche AIDS-Stiftung)

Neun Wohnungen mit Betreuung für Menschen mit HIV und AIDS in Köln sind offiziell eingeweiht worden.

Von Carsten Weidemann

Ein großer goldener Schlüssel, den Bettina Wulff, Ehefrau des Bundespräsidenten, vom Vorstandsvorsitzenden der Deutschen AIDS-Stiftung, Dr. Christoph Uleer, entgegen nahm und an den Vorstand der Aidshilfe Köln, Alen Popovic, weiterreichte, symbolisierte am vergangenen Freitag die Eröffnung des neu erbauten Wohnprojektes für Menschen mit HIV und AIDS an der Neusser Straße in Köln.

Bauherr ist die Deutsche AIDS-Stiftung `Positiv leben`gGmbH, Betreiber die Aidshilfe Köln, deren Beratungs- und Betreuungsangebot die Bewohner dort nutzen können. Nach einem Rundgang durchs Haus führte die First Lady, die die AIDS-Stiftung ideell unterstützt, ein Gespräch mit drei künftigen Bewohnern, die über ihre persönlichen Schicksale und die Hoffnungen, die sie mit dem neuen Wohnumfeld verbinden, berichteten.

Im Haus stehen Menschen mit HIV/AIDS neun Wohnungen und ein Gruppenraum zur Verfügung. Das Projekt richtet sich an alle diejenigen, die ihren Alltag nicht mehr allein meistern können und Unterstützung und Begleitung benötigen.

Fehlende familiäre Netzwerke für Pflege und Betreuung

Die Deutsche AIDS-Stiftung verzeichnet seit einigen Jahren eine verstärkte Nachfrage bei Angeboten des betreuten Wohnens. Daher ist die Schaffung betreuten Wohnraums für die Stiftung und die Aidshilfe als Partner ein wichtiger Schwerpunkt. "Das Älterwerden von Menschen mit HIV und AIDS stellt uns vor neue Herausforderungen. Die meisten HIV-positiven Menschen verfügen aufgrund ihrer Biografie über keine familiären Netzwerke, die die Pflege und Betreuung übernehmen könnten", sagt Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Stiftung.

Zahlreiche HIV-infizierte Frauen und Männer wenden sich auch an die Aidshilfe Köln mit der Bitte um angemessenen und bezahlbaren Wohnraum. "So ist es nicht verwunderlich, dass alle neun Appartements vermietet sind und in den nächsten Wochen bezogen werden können", so Michael Schuhmacher, Geschäftsführer der Aidshilfe Köln. Besonders wichtig sei, dass das Zusammenleben in der Nachbarschaft respektvoll und ohne Diskriminierung funktioniere.

In NRW Bedarf an betreutem Wohnen besonders groß


Nur wenige Jahre vergingen von der ersten Planung zur Realisierung (Bild: Deutsche AIDS-Stiftung)

Die bessere Therapierbarkeit durch antiretrovirale Medikamente ermöglicht den Betroffenen zwar ein längeres Leben, die lang andauernde Therapie belastet jedoch zunehmend die Gesundheit eines Teils der HIV-infizierten Menschen: Eine größer werdende Gruppe leidet unter Nebenwirkungen der Therapie und Begleiterkrankungen der Infektion. Hinzu kommen häufig finanzielle Not, Ausgrenzung und Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags. Die Wohnprojekte als geschützter Raum bieten den Betroffenen die Möglichkeit, sich sozial wieder zu integrieren und neue Kontakte herzustellen. Im günstigsten Fall verhelfen Betreuung und Stabilisierung den Bewohnern zu wieder gewonnener Eigenständigkeit.

In Nordrhein-Westfalen, wo mit rund 14.000 von rund 70.000 Betroffenen in ganz Deutschland die meisten HIV-infizierten Menschen leben, ist der Bedarf an betreuten Wohnplätzen besonders hoch. Mit dem Kölner Neubau reagierte die Stiftung auf die steigende Nachfrage nach einem geschützten Wohnumfeld. Die von Jeane Freifrau von Oppenheim initiierte Benefiz-Kunstauktion ART against AIDS Ende 2008 legte mit Erlösen von 420.000 Euro den finanziellen Grundstock für das Projekt.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.03.2011, 12:38h
  • Ich wünsche den Bewohnern des Wohnprojektes alles Gute und daß sie sich wohlfühlen. Hoffentlich gibt es bald mehrere solcher Einrichtungen.
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#2 alexander
  • 20.03.2011, 18:26h
  • eine tolle sache !
    peinlich nur die "goldene schlüsselübergabe" für eine sache, die eigentlich selbstverständlich sein sollte !!!
    und das schon seit 30 jahren in unserem wirtschaftswunderland mit einem armutspotential, das seinesgleichen sucht !
    das menschen ohne zähne rumlaufen müssen, ist schon schlimm genug, aber sie müssen sich auch noch midestens 30x im monat bewerben ???

    420.000 € für benefiz einer einzelnen dame ist natürlich toll als grundstock, aber im verhältnis zu "arbeitstaktischen beweggründen", mal eben 10 millionen liegen zu lassen, nebenbei ! wie herr magath, als fussballtrainer, belegt die erbärmlichkeit unserer gesellschaft mehr als deutlich !!!
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#3 StauntAnonym
  • 20.03.2011, 18:38h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • Was man aus einem Artikel über ein Wohnprojekt für Positive nicht alles rausholen kann!?

    - Armut in Deutschland
    - Zahnmedizinische Versorgung
    - Bewerbungspflicht
    - Gehälter von Fußballtrainern
    - Lohngerechtigkeit

    Und das in 5 Zeilen!

    Fehlt nur der Bogen zu AKW, Krieg in Afghanistan und Lybien, S21 und aktuell zur Landtagswahl.....
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#4 alexander
  • 20.03.2011, 19:06h
  • Antwort auf #3 von Staunt
  • tja, bin auch nicht bettina wulff !
    aber du siehst wie bahnbrechend die "goldene schlüsselverleihung" von der "bundespräsidentengattin" ist ???

    war auch nur für user wie dich gedacht, was ausser diesem schlüssel noch "überdenkenswert" wäre und auch noch wichtiger, als diese selbstverständlichkeit für einige "wenige", die letztlich doch nur wieder als "alibi" benutzt werden für unsere soziale "verrohhung " !!!

    fdp wähler ????????
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#5 alexander
  • 20.03.2011, 21:28h
  • Antwort auf #3 von Staunt
  • man kann es knapper sagen : sechs grinse männer und frauen auf einen , dem auch nur eventuell geholfen wird, weil´s ja soviel hermacht, wie unsere bundesdeutsche altersversorgung zeigt ?!
    tja, in diesem land gibt es viele , viele aufgaben, soviele orden können garnicht bei vw gepresst werden, wenn man sich mal die ehrenamtlichen betrachtet, die ohne "fotoserie" zurecht, ihre "arbeit " leisten !
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#6 StauntAnonym
#7 GuidoAnonym
  • 21.03.2011, 12:13h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • Es kann nicht die Aufgabe der Allgemeinheit sein, dafür zu sorgen, dass alle Menschen strahlend schöne Zähne haben. Wer die haben will, muss selbst dafür bezahlen oder eben ohne Zähne herum laufen.
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#8 calciumAnonym